Für ihre Studie beobachteten die Autoren die Umsatzentwicklung von 1.344 Filmen während der vergangenen fünf Jahre. Dabei fiel auf, dass zwar nicht die großen Blockbuster-Streifen, wohl aber die kleineren Filmproduktionen zuletzt deutlich weniger Kinobesucher anziehen konnten als vor der Schließung von MegaUpload. Die Wissenschaftler folgern, dass Filesharing abseits großer Hollywood-Produktionen ein nicht zu unterschätzendes Marketinginstrument darstellt.
Kleinere Produktionen lebten demnach zumindest zum Teil davon, dass insbesondere jüngere und finanziell weniger gut gestellte Nutzer, die ohnehin selten ins Kino gingen, neue Filme herunterladen und diese "betuchteren" Personen, die eine höhere Zahlungsbereitschaft aufweisen, weiterempfehlen würden. Dieser Effekt komme bei Filmen mit kleinerem Publikum offenbar besonders zum Tragen, so die Studie.
Die Forscher bestätigen damit, was andere Studien zuvor ebenfalls bescheinigten, nämlich dass Filesharing letztlich kaum negative Auswirkungen auf das Filmgeschäft hat. So hatte etwa erst im Februar eine US-Untersuchung zum Thema Filesharing aufgezeigt, dass die Einnahmen der Filmstudios nur in einem Fall sinken, und zwar dann, wenn ein Film nach seinem Start in den USA erst mit Verspätung in anderen Ländern anläuft (siehe Infobox).
Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.