"Oberste Priorität hat die Gesundheit der Tiere", betonte Frauenberger. Das Paket wurde auf Grundlage einer bei der Veterinärmedizinischen Universität in Auftrag gegebenen Studie erstellt, die untersuchte, wie groß die Belastung der Pferde durch die Sommerhitze ist. Das Ergebnis der Untersuchung von zwölf Tieren, die im vergangenen Sommer durchgeführt wurde: "Belastung durch hohe Temperaturen ist nicht so groß. wie man es sich vorstellt", so die Stadträtin. Dennoch wies die Studie deutlich darauf hin, dass es gewisse neue Rahmenbedingungen brauche.
Sommerhitze belastet Pferden nicht allzu sehr
Zu diesen Bedingungen zählt der richtige Umgang mit den Pferden, da dieser sehr wichtig für das Wohlergehen der Tiere sei. Daher soll in Zukunft bei Kontrollen nach der Fiaker-Fahrdienstprüfungsverordnung der Schwerpunkt stärker auf diesen Bereich gelegt werden. Bei Übertretungen werden Nachschulungen verhängt. Obwohl die Studie besagt, dass Hitze den Pferden nicht allzu sehr zusetzt, sind doch einige Maßnahmen für den Sommer geplant.
Einrichtungen zum Abspritzen und Tränken
Erholt sich ein Fiakerpferd nach einer Rundfahrt nicht innerhalb von zehn Minuten, so muss es mit kaltem Wasser abgespritzt werden. Um das möglich zu machen, ist es Frauenbergers Ziel, jeden Standplatz mit Einrichtungen zum Abspritzen und Tränken der Pferde auszustatten. Da auch Schatten Kühle spendet, sei geplant, am Standplatz Burgtheater ein Sonnendach anzubringen. Die Installation soll noch heuer erfolgen.
Sollte es mehrere Tage hindurch Temperaturen von über als 30 Grad geben, so wird das Veterinäramt der Stadt Wien seine Routineüberprüfungen auch am Wochenende durchführen. Frauenberger kündigte für Sommer auch regelmäßige Schwerpunktkontrollen an, wo unter anderem besonders genau geschaut werde, ob die Arbeitszeiten eingehalten werden, die Fütterung der Tiere regelmäßig erfolge, das Kutschgeschirr nicht scheuere und ob der Schweif nicht weggebunden ist.
Sanktionen im Falle von Verstößen
Werden bei den Kontrollen Vergehen festgestellt, gibt es Sanktionsmaßnahmen. Die reichen von einer Ermahnung über die Anordnung von Maßnahmen (z. B. ein neuer Hufbeschlag innerhalb einer bestimmten Frist) bis hin zu Anzeigen nach dem Tierschutzgesetz und dem Wiener Fiakergesetz. In extrem tierschutzwidrigen Fällen droht die Abnahme der Pferde sowie der Entzug von Konzession oder Kutschberechtigung.
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