"Es ist ein Moment der Solidarität, des Zusammenhalts und des gegenseitigen Respekts", betonte IGGiÖ-Vertreter Tarafa Baghajati, der sich von der Politik wünschte, Menschen nicht an Orte abzuschieben, "die als zu gefährlich zu erachten sind". Auch Flüchtlinge mit negativem Rechtsstatus sollten Grundversorgung erhalten, kein Wahlkampf dürfe "auf dem Rücken der Schwächsten" geführt werden.
Weihbischof Scharl sprach von einem "Akt der Gastfreundschaft, der uns hierher geführt hat. Ein Zeichen, dass wir die Schwächsten unterstützen müssen". Ziel müsse sein, "langfristige Brücken zu bauen". Oberkirchenrätin Reiner wünschte sich wiederum, "dass die Menschen hier solange ein Zuhause finden bis die Menschlichkeit vor dem Gesetz verwirklicht wird".
"Sind Menschen, die Grausames erlebt haben"
Auch die Flüchtlinge selbst kamen zu Wort und äußerten sich zu den jüngst erfolgten Verhaftungen. "Wir sind keine Schlepper", so ein Sprecher der "Refugees". "Wir sind Menschen, die Grausames erlebt haben; Menschen, die Schutz suchen; Menschen, die sich nach Bildung sehnen; Menschen mit dem Wunsch nach einem normalen Leben." Man glaube an den politischen Dialog und an politische Lösungen.
Weitere Unterstützer der Flüchtlinge hatten am selben Abend indes erneut gegen die Abschiebungen vor dem Polizeianhaltezentrum an der Roßauer Lände in Wien protestiert. Laut Exekutive nahmen rund 300 Personen an der Demonstration teil. Vorfälle habe es keine gegeben.
Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.