Hinsichtlich der Wirksamkeit eines Hundeführscheins zeigt sich eine große Mehrheit skeptisch. 88,5 Prozent der insgesamt 1.117 Befragten meinten, "dass die jüngsten (auch tödlichen) Vorfälle durch den Hundeführschein nicht verhindert worden wären". 42,1 Prozent stimmten dieser Aussage sogar "voll und ganz" zu, für nur 1,3 Prozent traf dies überhaupt nicht zu. Kritisch urteilten die Österreicher über den Wortlaut auf dem Stimmzettel. "Sind Sie dafür, dass es in Wien für sogenannte 'Kampfhunde' einen verpflichtenden Hundeführschein geben soll?", lautet die Frage. Zwei Drittel halten sie für nicht "sehr treffend und aufschlussreich".
Gewünscht wird zudem weniger eine Wiener Lösung, sondern vielmehr eine bundeseinheitliche Regelung. 77,8 Prozent der Umfrageteilnehmer würden eine österreichweite Richtlinie in Sachen Hundehaltung begrüßen. Große Zustimmung - nämlich 83 Prozent - gab es auch bei der Frage, ob "nach der Häufung von Hundeattacken in der jüngeren Vergangenheit" restriktive Gesetzesänderungen "zum Schutz der Bevölkerung" ausgearbeitet werden sollen.
Unentschlossen stehen die Österreicher zu der Frage, ob Besitzer an der Aggressivität ihrer Hunde selbst schuld seien. 52,6 Prozent teilten diese Ansicht tendenziell, der Rest bezweifelte dies eher. Weitaus größere Einigkeit herrschte hingegen über die geistige Verfassung von Haltern einschlägiger Rassen. Laut Studie denken vier Fünftel, "dass sogenannte Kampfhunde häufig von Besitzern gehalten werden, die selbst psychische Probleme haben".
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