Rechnungshofbericht

(Frühe) Beamtenpension: Hier krankt es gewaltig

Österreich
07.06.2017 16:52

Der Rechnungshof hat sich die Frühpensionierungen der Beamten in Wien angesehen - und das Ergebnis ist für all jene, die nicht bei der Stadt arbeiten, erschütternd. Fazit: Beamte gehen früh in den Ruhestand - durchschnittlich mit 57,6 Jahren. Aber es krankt noch an anderen Stellen.

Fazit des Berichts: "Die Stadt Wien wies im Zeitraum 2010 bis 2015 mit 57,6 Jahren das niedrigste durchschnittliche Pensionsalter auf." Andere Bundesländer sind da fleißiger. Das Burgenland etwa (61 Jahre) bzw. Oberösterreich, Vorarlberg sowie der Bund (jeweils 60,7 Jahre).

Krankheitsgründe weitgehend unbekannt
Wo das System krankt, erkennt man daran, wenn es tatsächlich um Kranke geht. Denn: "Obwohl in der Stadt Wien die krankheitsbedingten Frühpensionierungen mehr als 50 Prozent aller Pensionsantritte umfassen", ist in dem Bericht zu lesen, "hatte die Stadt Wien keine Analyse der medizinischen Gründe, die zu den Ruhestandsversetzungen geführt haben, vorgenommen." Heißt: Jeder zweite Beamte geht krankheitsbedingt in Pension, aber keiner weiß, wieso eigentlich.

40 Prozent der Verwaltungsbeamten gehen in Frühpension
Bemerkenswert ist, dass nicht nur Mitarbeiter von Feuerwehr, Rettung, Spitälern - also jene mit harter körperlicher Arbeit - krankheitsbedingt früh in den Ruhestand wechseln, sondern zu 40 Prozent auch Beamte der Verwaltung. Der Rechnungshof sieht das besonders kritisch: Diese Vorgehensweise sei für ihn "nicht nachvollziehbar".

Weitere Info: Fast 80 Prozent aller Ruhestandsversetzungen aller Beamten erfolgen "vorzeitig".

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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