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Leserbriefe vom
27.9.2026Datum auswählen
„Du bist nicht schuld!“ – die Scham gehört nicht dem Kind
Wenn Elke Winkens im „Krone“-Interview sagt: „Du bist nicht schuld!“, muss dieser Satz jedes missbrauchte Kind erreichen. Sie war erst sieben Jahre alt. Heute macht sie anderen Mut, das Schweigen zu brechen. Der Fall „Gunkl“ erschüttert Österreich. Hinter jeder Schlagzeile steht ein Kind, das spielen, staunen und die Welt entdecken sollte. Es wollte sich an einen vertrauten Menschen schmiegen und sich geborgen fühlen. Was geschieht mit einer Kinderseele, wenn aus Vertrauen Angst wird und ein Kind ein Geheimnis tragen muss, das niemals seines sein dürfte? Das Lachen verstummt. Aus einem unbeschwerten Kind wird eine verängstigte Seele, die sich versteckt, sich schämt und die Schuld bei sich sucht. Ein Kinderherz stemmt eine Last, die es nicht tragen darf. Sein Urvertrauen ist erschüttert. Doch eine verwundete Seele ist keine verlorene Seele! Missbrauchsopfer sind Überlebende. Ein Mensch, der ihnen glaubt, kann der Anfang eines neuen Lebens sein. Missbrauch beginnt, wo Grenzen missachtet und Warnsignale übersehen werden. Familie, Schule, Kindergarten, Verein, Schwimmbad und Nachbarschaft – wenn auch nur ein Mensch genauer hinsieht, hinhört und handelt, kann das für ein Kind alles verändern. Mädchen und Buben müssen mit der Sicherheit aufwachsen: Mein Körper gehört mir. Ich darf Nein sagen. Ich darf reden. Und ich werde gehört. Prävention heißt: handeln, bevor ein Kind zum Opfer wird! Jedes missbrauchte Kind muss wissen: Du bist nicht schuld! Deine Flügel sind verletzt, doch dein Weg ist nicht zu Ende. Die Kraft, wieder aufzustehen, steckt in dir. Kleine, verwundete Seele – du wirst wieder frei atmen und deinen eigenen Himmel neu entdecken. Deine Geschichte endet nicht mit dem, was dir angetan wurde!
Alessandro Ferrari
Handymanie
Man leidet wegen einer Handymanie in Österreich. Es geht nicht mehr ohne Handy. An der roten Ampel werden Nachrichten gecheckt – ist verboten –, man geht mit dem Handy in der Hand – das Gerät wie einen Knochen vor dem Mund haltend, noch dazu auf Lautsprecher – über die Straße. Viele Kleinkinder im Kinderwagen haben schon ein Handy oder Tablet in den Händen. Dazu laufen viele mit Kopfhörern herum und hören die wichtigen Umweltgeräusche nicht. Wie blind und taub stolpern sie herum, und man muss aufpassen, damit man diese Personen nicht überfährt. Sagt man zu dieser Personengruppe etwas, hört man Schimpfworte oder erntet böse Gesten. Benehmen und Anstand gehen verloren. Eine traurige und verkehrte Welt!
Helmut Koger
Elke Winkens
Schrecklich, was im „Fall Gunkl“ passierte, aber auch was dann alles zutage kommt, ist genauso furchtbar! Bei vielen Leuten kommen dann besonders schlimme Erfahrungen wieder hoch, die sie viele Jahre so gut es ging „vergaßen“, um zu überleben. Elke Winkens ist in meinen Augen eine starke Frau, sonst hätte sie es nicht geschafft, aus ihrem Leben etwas zu machen. Und es ist mutig, dass sie endlich den Mund noch weiter aufgemacht hat, um zu erzählen, was ihr passierte. Wir Frauen brauchen uns von Männern nicht alles gefallen zu lassen, wir haben ein Recht, uns zu wehren!
Name und Adresse der Redaktion bekannt
Wichtige Lektion
Was für eine wichtige Lektion in Sachen Demokratie: Zunächst wird entschieden, welche Medien man im Weißen Haus nicht mehr sehen möchte, man erklärt den Zugang kurzerhand zum Privileg – und bekommt dann vom Gericht erklärt, dass die Pressefreiheit doch nicht von der persönlichen Stimmung von US-Präsident Trump abhängt. Gut so! Denn die Pressefreiheit ist ein essenzielles Gut. Sie infrage zu stellen oder gar abschaffen zu wollen, wäre ein massiver Eingriff in die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Populisten wie Trump oder Orbán wollen nur Artikel nach ihren Vorstellungen. In Diktaturen ist das ohnehin gängige Praxis. Nur schwache Politiker und solche, die Dreck am Stecken haben, fürchten sich vor Journalismus und Meinungspluralität.
Ingo Fischer
Neiddebatte
Immer wieder, diesmal wegen der „Ersten Frau“ im Staat, welche ihren Gatten nach Amerika begleitete. Nun, dieser ist mittlerweile in einem Alter, in dem Unterstützung notwendig sein könnte. Ist es dann nicht besser, wenn er von seinem engsten, persönlichen Umfeld betreut wird? Also.!
Franz Umgeher
Worldskills Shanghai
Junge Steirer kämpfen in China bei der Berufsweltmeisterschaft nicht nur um Medaillen, sondern leisten auch einen tollen Beitrag zur Völkerverständigung und um unser Land zu präsentieren. Es ist ja wirklich phänomenal, wozu diese jungen Menschen imstande sind. „Hut ab!“ Aber auch der „Krone“ vielen Dank für die tolle Berichterstattung darüber.
Maria und Erwin Fellner
Gefängnisse am Limit
Sofort alle ausländischen Straftäter in die Heimatländer abschieben. Kostet nur ein One-Way-Ticket und kommt daher billiger für den Steuerzahler. Schon wäre wieder genug Platz in den Strafanstalten.
Johann Kaib
Treibstoffbremse – Finanzierung
Der Treibstoff wurde in den letzten Monaten um ca. 50 bis 70 Cent teurer, der Staat kassiert, als einer der Hauptprofiteure dieser „Krise“, rund 25 bis 35 Cent pro Liter mehr. Dann wird uns großzügigerweise eine „Vergütung“ von 12 Cent zuerkannt. Gleichzeitig diskutiert man über die Finanzierung dieser „Almosen“. Will man dafür vielleicht eine andere Steuer erhöhen, damit der Krisengewinn des Staates netto beim Finanzminister bleibt?
Rene Weber
Spritpreisbremse
Dieser Spritpreis-„Tropfen“ kommt nicht einmal auf dem heißen Stein an, weil er vorher verdunstet ist! Es gehören die Mineralölsteuer, die Margen der Konzerne und die Mehrwertsteuer auf Treibstoff und Heizöl massiv gekürzt! Daher Neuwahlen, sofort!
Klaus Gumpoltsberger
Umstrittener Torjubel
Man kann zu dem israelischen Torjubel stehen, wie man will. Zum einen ist die Eckfahne kein Jubelinstrument, daher war die Gelbe Karte nach den derzeit geltenden Regeln gerechtfertigt; darüber braucht sich der israelische Trainer nicht aufzuregen! Zum anderen interpretiere ich die „umfunktionierte“ Eckfahne nicht als Gewehr, sondern als Billardstock (Queue), wenn man die Haltung der linken Hand betrachtet.
Hartmut Brandstätter
Zeit für einen Neustart
Als stolzer Träger der Viktor-Adler-Plakette und seit mittlerweile 55 Jahren treues Mitglied der Sozialdemokratie stimmt mich die aktuelle Entwicklung in meiner Partei zutiefst traurig. Man muss sich noch einmal vor Augen halten, wie Andreas Babler an die Spitze kam: Die Basis hatte sich in einer Mitgliederbefragung eigentlich für Hans Peter Doskozil entschieden. Doch weil manche Granden diesen nicht lenken konnten, wurde ein Sonderparteitag lanciert, der den Willen der Basis faktisch ignorierte. Auch Bablers Wiederwahl mangels Gegenkandidaten täuscht nicht darüber hinweg, dass es mit der Partei steil bergab geht. Ein Parteivorsitzender braucht Format – hier wird die SPÖ sehenden Auges in die Einstelligkeit manövriert. Umso erfreulicher ist es, dass sich mit Medienmanager Gerhard Zeiler nun endlich ein Mann von Welt offiziell bereit erklärt hat, Verantwortung zu übernehmen. Er hat seine enorme Wirtschaftskompetenz international bewiesen und bringt das nötige Rüstzeug mit. Die Partei sollte froh sein, dass sich so eine Persönlichkeit zur Verfügung stellt. Laut Statut sind für die Einleitung eines neuen Mitgliederentscheids zehn Prozent der Unterschriften notwendig – bei knapp 140.000 Mitgliedern rund 14.000 Unterschriften. Das muss für einen echten Neustart machbar sein! Wenn die SPÖ überleben will, braucht sie jetzt Mut zur Veränderung.
Ing. Karl Degendorfer
Xi und Trump
Mit Glanz und Gloria wurde Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in den USA empfangen und „man habe sich noch nie besser verstanden“, meinte Donald Trump. Während sich der US-Präsident als erfolgreicher Gastgeber sichtbar wohlfühlte, ließ der Gast mit seinem unergründlichen Dauerlächeln keine Gefühlsregungen erkennen. Man war freundlich zueinander, aber Fragen wie Taiwan und viele andere Probleme zwischen den beiden Ländern blieben ungelöst. Den Großen dieser Welt geht’s nur um Macht und Geld.
Franz Weinpolter
Die große Weltpolitik
Trump empfängt gerne ominöse Gestalten der Weltpolitik und nach dem aktuellen Besuch von Chinas Staatspräsidenten wurde Putin wie ein guter alter Freund zum G20-Gipfel im Dezember nach Miami eingeladen. Vergessen sind alle Konfrontationen wie der jahrzehntelange „Kalte Krieg“ gegen Russland, der „Schurken- und Feindstaatenstatus“ oder der Überfall auf die Ukraine, die unter anderem auch durch die großzügige Unterstützung der USA bis heute Widerstand leisten kann. Deshalb wurden von den Vereinigten Staaten gegen Russland harte und gnadenlose Sanktionen im Technologie-, Wirtschafts- und Finanzsegment verhängt. Für Russland wiederum belegen die USA auf der Liste der „unfreundlichen Staaten“ eine führende Position. Oder könnte es sein, dass Putin trotzdem hofiert wird, weil ihm eine wichtige Rolle in der aktuellen globalen Gesamtinszenierung zugedacht wird?
Mag. Martin Behrens
Harmonisches Treffen
Das Staatsbankett im Weißen Haus glich einem „Who's who“ der Weltwirtschaft. Vor allem das harmonische Zusammentreffen von Musk, Altman und Zuckerberg war beachtenswert. Dass weit und breit kein europäisches Regierungsmitglied oder Konzernchef geladen und anwesend war, sprach Bände. Europa ist für diese Herren nur mehr ein Kontinent, welchen es auszubeuten gilt. So ändern sich die Gegebenheiten im Laufe der Geschichte. Europas Bewohner müssen nur aufpassen, dass sie nicht am Ende als Baumwollpflücker in den Weiten der amerikanischen oder chinesischen Landschaft verschwinden. Würde mich aber bei unseren Regierenden nicht wundern. Die kommen erst darauf, dass es zu spät ist, wenn sie eine Tasche umgehängt bekommen haben.
Josef Lesjak
SPÖ-Erlösung
Mit dem Ja-Wort von Gerhard Zeiler beginnt die „Babler-Uhr“ abzulaufen. Mich erfreut die Tatsache, dass der „SPÖ-Retter“ die „Krone“ als Verkündigungsmedium auserkoren hat. Während Wolfgang Fellner auf seinem Fernsehkanal oe24.TV voller Stolz ein Zeiler-Interview für kommenden Dienstag ankündigt, sitzt „unsere“ Conny Bischofberger mit dem Selfmade-Multimillionär schon in seinem Hietzinger Domizil. Auch der ORF zieht gegenüber der „Kronen Zeitung“ den Kürzeren. Dort erscheint der geborene Ottakringer Zeiler erst in der „ZIB 2“ am Montag. Bisherige Demontagen von SPÖ-Spitzenvertretern verliefen meist chaotisch. Die Babler-Ablöse hingegen scheint, ähnlich wie die Produktion eines Hollywood-Blockbusters, bis ins kleinste Detail geplant zu sein. Der in den USA reich gewordene Medien-Manager kommt wie ein Wirbelsturm über seine Partei. Nur politische Laien nehmen an, dass der 71-Jährige geduldig den Vizekanzler hinter Christian Stocker (ÖVP) abgeben wird. Der erfolgsverwöhnte SPÖ-Mann will ins Bundeskanzleramt. Daher folgt Zeilers Eintritt in die Spitzenpolitik früher oder später eine vorgezogene Neuwahl. Dabei kann es ihm locker gelingen, die ÖVP zu überholen. Auf dem Weg zum SPÖ-Kanzler herrscht für ihn, mit Ausnahme der FPÖ, freie Partnerwahl. Dem zukünftigen Chef der Volkspartei bleibt nur die Vizekanzlerfunktion wahlweise unter SPÖ oder FPÖ. Der ÖVP-Mann wird sich für die ruhigere Kugel unter Bundeskanzler Zeiler entscheiden.
Dr. Wolfgang Geppert
Die neue SPÖ?
Zuerst der marxistisch angehauchte Babler, nun soll der soziale Multimillionär Zeiler die Partei retten. Passt wie Faust aufs Auge.
Alois Neudorfer
Platz für Babler und Zeiler
Die öffentliche Demontage eines Parteivorsitzenden mag Schlagzeilen produzieren – Vertrauen schafft sie nicht. Gerade eine Partei, deren zentraler Begriff Solidarität lautet, sollte Führungsfragen anders klären. Gerhard Zeiler hat eine beeindruckende internationale Karriere vorzuweisen und zweifellos das Format, Verantwortung zu übernehmen. Andreas Babler wiederum ist demokratisch gewählter Parteivorsitzender, Vizekanzler und Minister. Ob Zeiler tatsächlich die bessere Wahl an der Parteispitze wäre, sollte zunächst intern, vertrauensvoll und ohne mediale Kulissenschieberei geführt werden. Umfragen, zugespielte Ablösegerüchte und öffentliche Loyalitätstests ersetzen weder politische Inhalte noch einen respektvollen Entscheidungsprozess. Die SPÖ braucht kein feindliches Übernahmeangebot, sondern eine gemeinsame Antwort auf ihre schwierige Lage. Entscheidend ist nicht, wer den anderen besiegt, sondern ob beide bereit sind, ihre Fähigkeiten in den Dienst einer gemeinsamen Sache zu stellen. Eine Solidargemeinschaft beweist sich gerade im Konflikt. Am Ende sollte daher nicht nur einer politisch überleben. Eine starke SPÖ müsste groß genug sein für beide.
OStR Mag. Max Ebenführer, MSc
Die Jagdsaison ist eröffnet
Wir haben Probleme mit der Umwelt, mit Hitze, Dürre, Wassermangel, Staatsschulden und Migration. Das wollen wir der Reihe nach abarbeiten. Aber zuerst kommt das Wichtigste, der Vizekanzler muss abmontiert und durch einen neuen Politstar ersetzt werden. Weil wir hoffen, dass durch einen einzigen Mann die SPÖ wieder zu einem neuen Höhenflug ansetzen kann. Warum nicht? Es geht ja bei der FPÖ auch.
Josef Rosenberger
Aufbruch Signal?
Kann jemand mit 71 Jahren tatsächlich ein Wahlmotiv und ein Signal für die Zukunft einer Partei sein? Bei allem Respekt vor der Person Zeiler und dessen beruflichem Werdegang wird es interessant sein zu sehen, ob das funktioniert.
Arthur Pernkopf
Gerhard Zeiler
Ob Herr Zeiler der „Wunderwuzzi“ für die SPÖ sein kann, weiß man nicht. Noch nicht! Aber er ist allemal besser als Herr Babler, denn schlimmer geht’s nimmer. Und wenn Babler ein ehrlicher „Roter“ wäre, dann würde er im Interesse der Partei zurücktreten und den Weg frei machen!
Helmut Pfeiffer

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