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Leserbriefe vom
12.8.2026Datum auswählen
Hitze mit dramatischen Folgen
Laut Österreichischer Hagelversicherung haben die extremen Hitzewellen und die anhaltende Dürre Rekordschäden verursacht. Insgesamt wird die Schadenssumme landesweit mit einer Milliarde Euro beziffert. Die klimawandelbedingte Rekord-Trockenheit führt zu massiven Ausfällen beim Grünschnitt und verursacht eine Futtermittelknappheit mit dramatischen Folgen. Viele Bauern sind gezwungen, einen Teil ihrer Rinder frühzeitig zu verkaufen. Zunehmend mehr Betriebe bauen Bestände ab, weil sie befürchten, dass sie mit dem Futter nicht über den Winter kommen. Aufgrund von steigenden Vermarktungsmengen kommt es in der Folge durch das Überangebot zu einem Preisverfall. Leidtragende sind die Landwirte, die für ihre Tiere teils beachtliche Preisrückgänge in Kauf nehmen müssen. Auch die geringeren Erträge bei der Getreideernte werden sich auf die Preise auswirken. Trotz der Aussagen, dass die Erntemengen für die Versorgung ausreichen werden, ist eine Erhöhung bei Brot und Gebäck zu erwarten. Zur extremen Trockenheit mit Ausfällen bei Futter und Ernten kommt auch noch die immer sichtbarer werdende Wasserknappheit. Dadurch müssen Tiere bereits vorzeitig von den Almen geholt werden und immer mehr Bauernhöfe durch Wasserlieferungen versorgt werden. Die Folge ist eine Diskussion um Ausgleichszahlungen und Unterstützungen durch den Staat, welche für viele Bauern zur Überlebensfrage werden. Es ist ein Punkt erreicht, an dem wir immer mehr Geld für die Folgen anstatt für die Eindämmung des Klimawandels brauchen. So stellt sich die Frage, ob Zeit und Maßnahmen für eine Rettung des Klimas reichen oder die Möglichkeit zur Umkehr längst überschritten ist. Offensichtlich ist der Mensch immer mehr der Natur ausgeliefert.
Mag. Hans Rankl
„Ein paar Netsch“
Für Finanzminister Marterbauer sind es „ein paar Netsch“ (Originalton im Juli), wenn der Ukraine drei Milliarden überwiesen werden. Wenn die österreichischen Bauern wegen der anhaltenden Dürre bis zu einer Milliarde benötigen, ist das laut Herrn Marterbauer nicht finanzierbar. Wundern sich die Herrschaften wirklich über die desaströsen Umfragewerte?
Wolfgang Wieland
Dringende Hilfe für unsere Landwirte
Eigentlich müssten bei der Regierung längst alle Alarmglocken schrillen, aber man überlegt noch. Bitte nicht überlegen, sondern sofort handeln! Unsere Lebensgrundlage ist akut gefährdet. Und nicht nur die, sondern auch zahlreiche Menschen, die sich dieser mühevollen Arbeit verschrieben haben, und unzählige Tiere. Da werden Gelder sonst wo verprasst, als hätten wir sie, aber für unsere fleißigen Bauern überlegt man sich langsam evtl. gestundete oder günstige Kredite? Diese „Logik“ passt nicht zusammen. Sollten nicht unsere Landwirte absolute Priorität haben vor anderen Nutznießern dieses Systems? Diese Regierung entscheidet, wie meine Steuern ausgegeben werden. Und ich würde sie gerne den Landwirten zukommen lassen. Bitte unternehmen Sie endlich was, das auch im Sinne des Großteils der steuerzahlenden Bevölkerung ist! Schließlich finanzieren wir das alles, Ihre Selbstprofilierung ist mir herzlich egal.
Barbara Holub
Der Staat soll Bauern unterstützen?
Die Bauern sind heuer unbestritten in einer schweren Krise. Dürre und Unwetter nehmen von Jahr zu Jahr zu. So anhaltend heiß war es schon ewig nicht mehr. Klimaforscher und Experten sagten dies seit Langem voraus. Umso unverständlicher ist es, dass nur 67% gegen diese Ereignisse versichert sind. Das jetzt ein Drittel der Bauern auf dem Schaden sitzen bleibt, ist zwar tragisch, aber es ist nicht einzusehen, wieso hier der Steuerzahler einspringen soll. Dies ist nicht nur dem Bürger nicht zu erklären, sondern auch jenen, welche vorsorglich in eine Versicherung einbezahlt haben. Würde kein Mensch verstehen, wenn mir der Staat mein kaputtes Auto nach einem Hagelschaden bezahlen würde, nur weil ich eine Vollkaskoversicherung sparen wollte.
Hermann Schmitz
Unglaublich
Während für unsere dürregeplagten Landwirte und Viehzüchter, die für unsere tägliche Nahrung sorgen, laut Regierung kein Geld vorhanden ist, wird es Horden illegaler Zuwanderer förmlich nachgeschmissen (siehe Wien). Wie lange schauen die Bürger diesem Skandal noch zu? Hoffentlich nicht mehr lange.
Josef Fuhrmann
Lauwarmes „Sommergespräch“
Mehr als angepasst verlief das Gespräch, besser kann man journalistische Leere der Witterung nicht anpassen. Keine einzige kritische Frage, etwa „Warum wählt nur jeder 10. Österreicher die Grünen?“, und keinerlei Vorstöße in Sachen Windkraft im heiligen Land Tirol. Es geht immer wieder nur um das „Phantom Kickl“, so wird man dieses Mannes nicht Herr. Man freut sich jetzt schon, wie er Simone Stribl zerlegen wird. Man wünscht sich angriffigere Fragen. Einziges Ergebnis vorgestern: Gratiseintritt in Schwimmbäder – das ist wohl nicht für jedermann von Vorrang.
Franz Libal
So ändern sich die Zeiten
„Gestern“ noch wurde Frau Gewessler von anderen Parteien, v. a. vom damaligen Koalitionspartner, verteufelt und als Verräterin beschimpft. Nur weil sie in weiser Voraussicht im EU-Parlament dem Renaturierungsgesetz zugestimmt hatte. Vor allem die Landwirtschaft war außer sich. „Heute“ schweigen die Kritiker, die durch das Gesetz Einnahmenverluste befürchtet haben. Denn heute bringt uns das Nicht-Handeln einen materiellen Schaden von über einer Milliarde Euro. Das ist aber noch nicht alles. Denn sollte sich diese Wetterlage in Zukunft wiederholen, geraten Österreich und ganz Europa in eine lebensbedrohende Situation.
Josef Rosenberger
Nicht Nein gesagt
Als Frau Gewessler gefragt wurde, ob sie einer Vier-Parteien-Regierung zustimmen würde, um Kickl zu verhindern, hat sie nicht Nein gesagt. So viel zum Demokratieverständnis der Dame, die selbst nicht müde wird, der FPÖ Versagen vorzuwerfen. Um wieder in eine Regierung zu kommen, würde sie sich wahrscheinlich mit einem Staatssekretär-Posten begnügen.
Rudolf Kolba
Eigentlich müsste sie sich entschuldigen
Das erste ORF-„Sommergespräch“ mit Grünen-Chefin Leonore Gewessler hat deutlich gezeigt: In der Opposition lässt es sich leicht reden. Dabei waren es die Grünen in Regierungsverantwortung, die bei der „Koste es, was es wolle“-Politik der ÖVP mitgemacht haben, ohne mit der Wimper zu zucken. Eigentlich müsste sich Frau Gewessler bei der jetzigen Bundesregierung (und der Bevölkerung) entschuldigen – für das Desaster, das sie mit ihrer Partei hinterlassen hat. Denn die schwierige budgetäre Lage, in der sich unser Land aktuell befindet, haben die Grünen zu einem gewissen Teil mitzuverantworten. Sie sollte daher den Ball ein wenig flach halten und nicht zu große Töne spucken. Großes Lob an die sympathische und kompetente Moderatorin Simone Stribl, sie hat das Gespräch souverän geführt.
Ingo Fischer
Nächste EU-Idee
Die EU will den Bau von Parkplätzen für Lastenräder zur Pflicht machen, das kann nur aus Brüssel kommen. Nicht nur, dass es beim Kauf der Lastenräder Förderungen gibt, dürfen auch Kinder damit transportiert werden. Kommt irgendetwas Vernünftiges aus Brüssel? Mir ist nichts bekannt. Aber mich würde interessieren, ob es jemanden gibt, der aus dem Stegreif fünf positive Beispiele der EU und von Österreich aufzählen kann.
Robert Lehmann
Lastenräder-Parkplatz
Jetzt will die EU verpflichtend Parkplätze für Lastenräder. Wenn schon eigene Parkplätze in der Stadt, dann aber mit Parkgebühr, denn sie brauchen viel Platz. Und gleich dazu Parkgebühren für Mopeds und Roller, auch diese benötigen in der Menge gesehen viel Raum. Fünf Roller auf einem Parkplatz, für den ein Parkpickerl notwendig ist, würde bedeuten, ein Fünftel vom Preis des Pkw-Parkpickerls. Das kann doch nicht so schlimm sein. Stadt und das Land brauchen Geld, das wär doch eine Quelle. Aber man will diese Klientel wohl wegen Wahlen nicht verärgern, Politik halt.
Helmut Pfeiffer
„Hundsarbeit“
AK-Präsidentin Renate Anderl von der SPÖ hat es geschafft, die Aussage von BK Stocker noch zu toppen. Die Arbeit für Kinder als „Hundsarbeit“ zu bezeichnen, finde ich wirklich einen schockierenden Vergleich. Wer sind denn jetzt die Hunde? Die Mütter oder die Kinder? Es wundert mich, dass es dagegen keine Proteste gibt. Ich frage mich, was da für eine Denkweise in diesen Köpfen steckt und ob ihr bewusst ist, welchen Blödsinn sie da von sich gibt oder ob es nur ein Grund war, sich selbst in den Vordergrund zu spielen. Ich bin gespannt, ob sie sich auch dafür entschuldigt.
Gertrud Kirschner
Putins Kanonenfutter
Nachdem der russische „Spezialoperateur“ Wladimir Putin im Ukraine-Krieg bereits Hunderttausende seiner eigenen Landsleute sinnlos verheizt hat, nimmt er nun gerne das Angebot seines Vasallen Kim Jong-un aus Nordkorea an, der ihm jetzt „Menschenmaterial“ als Kanonenfutter anbietet. Sie töten unverfroren – wie alle Diktatoren.
Franz Weinpolter
Die Opfer weinen, die Täter lachen
Möglich machen das die fatalen Gerichtsentscheidungen der letzten Zeit. Ob die Gruppenvergewaltigung der 12-jährigen Anna oder die bestialische Tötung von Kater „Schmotzer“, beide Freisprüche sind eine Verhöhnung der Opfer und aller rechtschaffenen Bürger. Mit solchen fatalen Freisprüchen tritt die Justiz auf diejenigen, die bereits am Boden liegen, und stellt einen Freibrief für künftige Täter aus. Die Justiz hat nicht nur ein „gewaltiges“ Problem, sie wird auch immer mehr zum Problem.
Roman Schmid
Mutter eingemauert und Pension kassiert
Unbegreiflich, wie so etwas geschehen kann. Ich muss jedes Jahr eine amtlich beglaubigte Lebensbescheinigung vorlegen, damit ich weiter meine Versorgungsansprüche geltend machen kann. Meine Frau kann mich einmauern, wie sie will, kassieren kann sie deshalb noch lange nicht.
Henry Voigt
Marathon.
.der Traktoren. Ich frage mich, ob Veranstalter, Teilnehmer und Zuseher des Marathons noch bei Trost sind. Wir haben extreme Hitze und Trockenheit, aber ihr lasst 24 Stunden lang Traktoren in unberührter Natur im Kreis fahren? Da wird auch noch Wasser auf der Strecke aufgebracht. Da muss ich sagen: Ich als Bürger, dem ständig vorgehalten wird, Wasser zu sparen, bin da auch aufgebracht. In einer Zeit, in der jeder Funke einen Riesenbrand auslösen kann, ist so etwas unverantwortlich.
Annemarie Senz
Pensionsantrittsalter
Pensionsexperte Univ.-Prof. Bernd Marin wurde belächelt, aber seine Worte waren schon vor 30 Jahren richtig. Nicht richtig ist, wenn z. B. Herr Muschik am 27. 7. in seinem Brief generell von Einzahlungen in die Pensionskasse spricht. Das Wort „Umlageverfahren“ kannte ich schon in der Handelsschule. „Wir, die Aktiven, zahlen die Pensionen und wir müssen froh sein, wenn später genug Aktive arbeiten und zahlen“, so mein früherer Professor. In den 1950er- und 1960er-Jahren waren Ein- und Auszahlungen in etwa pari. Dass man anfangs nur die letzten fünf, später die besten 15 Jahre für die Pensionsberechnung heranzog, finde ich gerechtfertigt, im Hinblick auf die bescheidenen Anfangsgehälter, die für Vertragsbedienstete und Beamte noch mickriger waren. Als ich 1970 zu arbeiten begonnen habe, war 65 (bei Männern) und 60 (bei Frauen) ein normales Pensionsantrittsalter und kaum 10 Jahre im Schnitt die erlebte Bezugsdauer. Diese hat sich bis ins 21. Jh. dank des medizinischen Fortschritts verdoppelt. Kaum nachzurechnen: alle monatlichen Zahlungen bis zu 45 Jahren. Was viele nicht wissen: Es gibt in Österreich schon lange das rechnerische persönliche Pensionskonto bei der PVA, in das jeder Einblick nehmen kann und sollte. Fakt war immer schon, dass jede Pensionserhöhung, für die niemand eingezahlt hat, vor Bundeswahlen (auch nach 2020) über dem Verbraucherpreisindex aufgerundet und via Steuertopf bezahlt wurde. Niemand sollte befürchten müssen, dass sich kurzfristig das Pensionsantrittsalter auf 70 erhöht. Aber es gibt auch keine Auszeichnungen für Politiker fürs Hinauszögern! Bitte die 30 Jahre dauernden parlamentarischen Diskussionen beenden.
AGR Gerhard Miko
Neues Design
Die EU möchte die Euro-Scheine mit neuen Designs ausschmücken. Offenbar haben die Damen und Herren in der EU genug Zeit und sonst keine Probleme. Sofern das Volk mitentscheiden könnte, wäre mein Vorschlag, nicht immer diese steifen uralten Politiker oder Künstler darzustellen. Wie wäre es mal mit Modernerem? Ich wäre für das Logo der Stones, die rote Zunge. Na, wär das mal was?
Herbert Führer
ORF-Gehälter
Der ORF könnte endlich seine Gehälter auf den branchenüblichen Durchschnitt der Journalisten verringern. Damit wäre den Gebührenzahlern geholfen.
MMag. Paul Rittler
Familien-Arbeit
Die Aussage zur Arbeit wegen Kindern wurde zur Genüge behandelt. Männer-Meinungen wie die von Herrn Stocker haben wir zur Genüge gehört, als dreifache Mutter bin ich entsetzt. Worüber bisher niemand geschrieben hat, sind diejenigen Mütter, die alle Last alleine tragen müssen, weil sie nicht schwanger werden wollten (aus welchen Gründen immer, oft auch erzwungen) und kaum bis keine Unterstützung haben. Das sind keine liebevollen Familienarbeiten, die schön sind.
Dipl.-Päd. Andrea Söllradl

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