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Leserbriefe vom
30.6.2026Datum auswählen
Parteien sollten den Wählerwillen respektieren
Die Diskussionen nach den Grazer Wahlen sind interessant zu beobachten. Teilweise entsteht der Eindruck, dass manche Parteien lieber Bündnisse gegeneinander schmieden würden, als den Wählerwillen zu akzeptieren. In einer Demokratie sollte jedoch das Wahlergebnis respektiert werden, unabhängig davon, welche Partei die meisten Stimmen erhalten hat. Besonders die SPÖ sollte sich meiner Meinung nach wieder auf ihre ursprünglichen Werte besinnen. Einst stand sie für soziale Gerechtigkeit, Solidarität und die Interessen der arbeitenden Menschen. Viele Bürger haben heute jedoch den Eindruck, dass parteitaktische Machtspiele stärker im Vordergrund stehen als die Anliegen der Bevölkerung. Veränderung beginnt immer an der Spitze. Das bekannte Sprichwort „Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken“ bringt zum Ausdruck, dass Verantwortung vor allem von der Parteiführung übernommen werden muss. Wer Vertrauen zurückgewinnen will, sollte zuerst bei sich selbst ansetzen. Eine demokratische Partei sollte den Dialog mit den Menschen suchen, ihre Sorgen ernst nehmen und den Wählerwillen respektieren. Nur so kann verlorenes Vertrauen wieder aufgebaut werden.
Hans-Peter Hauer
Der Preis falscher Entscheidungen
Der Volkswagen-Konzern steht heute dort, wo man mit etwas Weitblick nie hätte landen dürfen. Der Abgasskandal hat VW weltweit bereits über 32 Milliarden Euro gekostet – einer der teuersten Industrieskandale der Geschichte. Doch anstatt aus diesem Schaden zu lernen, steuert der Konzern nun in die nächste Krise. Die überhastete und schlecht geplante Umstellung auf Elektroautos verursacht jedes Jahr 4 bis 6 Milliarden Euro Verlust. Werke wie Zwickau oder Emden laufen nur noch mit 30 bis 40 Prozent Auslastung, während gleichzeitig Milliarden in Modelle fließen, die am Markt kaum Nachfrage finden. Die Konkurrenz aus China überholt VW längst – schneller, günstiger, effizienter. Die Folgen sind dramatisch: VW plant laut aktuellen Berichten die Schließung von vier Werken in Deutschland und den Abbau von bis zu 100.000 Arbeitsplätzen weltweit. Das trifft nicht Manager, sondern Familien, Regionen und ganze Berufsgruppen. Und das, obwohl Beschäftigungssicherungen bis 2030 bzw. 2033 versprochen wurden. Man muss sich fragen: Wie konnte ein Konzern, der einst als Symbol deutscher Industrie galt, innerhalb weniger Jahre so viel Vertrauen, Geld und Zukunft verspielen? Dieselgate war teuer – aber die strategischen Fehlentscheidungen danach könnten noch teurer werden. Wenn ein Unternehmen Milliarden für Fehler ausgibt und Milliarden für falsche Zukunftsstrategien verliert, dann ist nicht die Belegschaft das Problem. Dann ist es die Führung.
Aloisia Vanicek
Bürgernähe
Der Grazer KPÖ-Erfolg ist primär ein Erfolg von Elke Kahr. Die Menschen wählen hier kein kommunistisches System, sondern pure Bürgernähe. Die KPÖ kümmert sich um echte Alltagssorgen, und die Politiker verzichten freiwillig auf einen Großteil ihrer Gehälter. Die gelebte Demut ist der wahre Grund für das Vertrauen, ein Vorbild für etablierte Parteien.
Ernst Pitlik
Elke Kahr
Der Gewinner der Grazer Gemeinderatswahl ist die Menschlichkeit!
Josef Rosenberger
Wahl in Graz
Die Wähler haben gezeigt, dass sie Persönlichkeiten wollen – egal, ob KPÖ oder XY-Partei! Elke Kahr ist als Person glaubwürdig. Sie haben genug von Apparatschiks, die nur Floskeln verkünden. Die Parteien sollten das zur Kenntnis nehmen und sich schleunigst ändern! Auch der FPÖ ist jetzt vielleicht ein Licht aufgegangen!
Dipl.-Päd. Stefan Scherz
KPÖ legt in Graz zu
Gratulation an Spitzenkandidatin Elke Kahr (KPÖ) zu diesem Wahlerfolg, der sicher nicht vom Himmel gefallen ist. Die Wahlbeteiligung betrug aber nur seichte 53,4 Prozent. Ich hoffe für unsere Demokratieform nicht, dass noch mehr abgestumpfte Nichtwähler sich in Zukunft von Wahlen fernhalten.
Alois Neudorfer
Wahlbeteiligung
Knapp die Hälfte interessiert, wer Graz regiert. Das ist eher traurig. De facto haben also knapp 18% der Wahlberechtigten die KPÖ zum Sieger gemacht. Oder andersherum: 80% taten dies nicht.
Monika Wurzenberger
Die schweigende Mehrheit von Graz
Der Wahlausgang in Graz hat ein Ergebnis gebracht, das nicht der Mehrheit entspricht. Die eigentliche Nachricht dieses Wahlsonntags ist: Graz hat sich mehrheitlich vom Stimmzettel verabschiedet. Bei einer Wahlbeteiligung von knapp über 50 Prozent müssen wir uns fragen, ob wir überhaupt noch von einer breiten demokratischen Legitimation sprechen können. Wenn mehr als die Hälfte der Bevölkerung zu Hause bleibt, wählt die schweigende Mehrheit den politischen Stillstand oder schlicht das Desinteresse. Wer geht überhaupt noch wählen? Die Daten und die extreme Hitzewelle am Wahlwochenende zeigen es deutlich: Mobilisieren ließen sich vor allem die Kernwählerschaften. Die KPÖ konnte ihre verankerte Basis mobilisieren, während andere Parteien – insbesondere jene mit älteren Stammwählern wie ÖVP und SPÖ – mit der Hitze und der allgemeinen Politikverdrossenheit zu kämpfen hatten. Doch das Phänomen geht tiefer als das Wetter. Wählen gehen zunehmend jene, die politisch interessiert, ideologisch fest verortet oder die von Geschenken der KPÖ profitieren. Der Schuldenstand der Stadt steigt, die Wirtschaft verliert. Die große Masse der Frustrierten, der Jungen und derer, die sich vom System nicht mehr abgeholt fühlen, bleibt unsichtbar im Nichtwähler-Lager. Es ist ein Alarmzeichen für alle Parteien, wenn der Gang ins Wahllokal für die Mehrheit der Grazerinnen und Grazer an Relevanz verliert. Demokratie lebt vom Mitmachen, nicht vom Zuschauen. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, entscheiden bald Splittergruppen und Kleinst-Milieus über die Zukunft unserer Stadt. Das kann niemand wollen – weder die Gewinner noch die Verlierer dieser Wahl.
Josef Engelbogen
Kommunismus in Graz
Elke Kahr erntet das, was SPÖVP seit Jahrzehnten säen: sozialistische Politik mit einem riesigen Staatsapparat. Das Ganze weitgehend ohne Kommunismus, weil Verstaatlichung in einer kleinen Stadt nicht so ein großes Thema sein kann. Und offensichtlich auch ohne Korruption. Man könnte fast hoffen, dass es in Wien auch bald eine kommunistische Partei schaffen sollte.
Mag. Rupert Kloiber
Hitze-Tipps der „Experten“
Schuld an der Hitze sind alle fleißig arbeitenden Menschen, die mit dem Auto zur Arbeit fahren oder die zu Hause im Pool baden. Kein Problem sind die Vielflieger, die Lebensmitteltransporte rund um die halbe Welt oder die Energietransporte über Zehntausende Kilometer per Schiff. Den umweltfreundlichen Transport über Pipelines hat man ja zerstört oder abgeschafft. War notwendig, denn damit wurde die Umwelt geschont und der Transport war sehr viel billiger. Der EU geht es ja nicht um kostengünstige und umweltfreundliche Versorgung der Menschen, sondern nur um Macht und Geld. Die größten Umweltschädlinge – Schiffstransporte, Flugverkehr und allen voran die Kriege – sind kein Thema, bezahlen darf die Rechnung immer der fleißig arbeitende Bürger und die Pensionisten, die sich ihre Pension erarbeitet haben. Unsere Umweltschützer fliegen von Umweltkonferenz zu Umweltkonferenz, natürlich alles im Luxushotel, oder wie im Fall von Arnold Schwarzenegger reist er im Privatjet oder in den Luxuslimousinen mit dem höchsten Treibstoffverbrauch. Uns erklären solche Umweltprofiteure und maximale Umweltschädlinge, dass wir aufs Auto verzichten sollen und mit dem Fahrrad zur Arbeit oder zum Einkaufen etc. fahren sollen. Einfach lächerlich. So wie die nützlichen Hinweise österreichischer Politiker, das Hitzetelefon anzurufen oder schattige Plätze aufzusuchen. Für so wertvolle Ratschläge haben sie nicht nur XXL-Beamtenstäbe, sondern sie beschäftigen auch teure externe Berater und kassieren 5-stellige Gagen.
Stephan Pestitschek
Was zu tun wäre.
Nichts, denn die Gier und Intelligenz der Menschheit vernichten sich selbst die Grundlagen des Lebens, und Mutter Erde mit ihren vier Elementen besiegelt es.
Walter Klambauer
Mensch hat nur Nebenrolle
Der Mensch glaubt, er kann die Natur beherrschen. Doch das ist ein Irrglaube. Die derzeitige Hitzewelle zeigt uns die Schranken auf. In der Natur hat der Mensch nur eine Nebenrolle. Das ist die Wahrheit.
Helmut Horvat, Oberbrandmeister der Berufsfeuerwehr Wien a.D.
Wenn der Dialog an der Schaufensterscheibe endet
Der Streit um die Klagenfurter Schokolade „Negerbrot“ ist längst mehr als ein Konflikt über einen Produktnamen. Sprachwissenschaftler weisen seit Jahren darauf hin, dass das sogenannte N-Wort historisch belastet ist und von vielen Menschen als rassistisch und verletzend empfunden wird. Diese Erkenntnisse verdienen Respekt und eine ernsthafte gesellschaftliche Debatte. Doch genau diese Debatte wurde in der Nacht auf Freitag beschädigt. Nicht nur eine Schaufensterscheibe. Wer mit Farbe auf Fenstern statt mit Argumenten auf Menschen zielt, macht aus einem sprachlichen Diskurs einen Polizeieinsatz. Und wer anschließend mit provokanten Sondereditionen antwortet, verwandelt die Debatte endgültig in einen öffentlichen Schlagabtausch. So entstehen Gewinner der Aufmerksamkeit – aber Verlierer des Dialogs. Ich weiß, wie es sich als Empfänger von Vandalismus anfühlt. Mein Herzensprojekt „Johns Sternenbank“, das Familien von Sternenkindern einen würdevollen Ort des Erinnerns und der Hoffnung schenken soll, wurde ebenfalls Ziel von Schmieraktionen. Deshalb weiß ich: Beschädigt werden nie nur Mauern oder Glas. Beschädigt werden Vertrauen, Engagement und die Bereitschaft, sich für unsere Gesellschaft einzusetzen. Gerade deshalb irritiert mich der Widerspruch. Wer im Namen von Respekt und Menschenwürde handelt, sollte diese Werte auch in seinen Methoden widerspiegeln. Moral verliert ihre Überzeugungskraft dort, wo sie zur Spraydose greift. Denn Überzeugungen, die nur durch Einschüchterung Aufmerksamkeit erhalten, überzeugen am Ende niemanden. Vielleicht braucht Klagenfurt jetzt weniger Aktivismus und weniger Trotz – dafür mehr Zuhören. Warum nicht Sprachwissenschaftler, Historiker, Betroffene und den Konditor an einen Tisch holen? Denn eine Demokratie beweist ihre Stärke nicht dadurch, dass sie Konflikte gewinnt. Sondern dadurch, dass sie sie mit besseren Argumenten löst.
John Patrick Platzer
Zittern bis zur letzten Sekunde!
Bist du deppert!“, schrie Reporter Daniel Warmuth nach dem Treffer von Sasa Kalajdzic zum 3:3 in Minute 96 ins Mikrofon! „So was habe ich nicht mal im Entferntesten erlebt“, zeigte sich Ralf Rangnick (wie Tausende Zuschauer) nach dem Fußballkrimi gegen Algerien fassungslos. Mit dem Tor von „Joker“ Sasa Kalajdzic in der letzten Sekunde der Verlängerung schaffte Österreich doch noch den Einzug ins Sechzehntelfinale der WM. Nachdem unser Team zweimal in Führung ging, schaltete Algerien nach jedem Tor der Österreicher einen Gang höher und schaffte den Ausgleich. Kurz vor Spielende schien es, dass sich beide Teams mit dem Spielstand von 2:2 zufriedengeben. Dann die kalte Dusche, als in der 93. Minute Algerien unser Team mit dem dritten Treffer kalt erwischte. Als darauf Trainer Rangnick noch Sasa Kalajdzic einwechselte und dieser mit seiner ersten Aktion den Ball in letzter Sekunde zum 3:3 per Kopf im Tor Algeriens versenkte, war der Wahnsinn perfekt. Nach 44 Jahren schaffte die österreichische Nationalmannschaft den Sprung unter die besten sechzehn Mannschaften bei einer WM. Auch wenn die Gruppe mit Argentinien, Jordanien und Algerien nicht einfach war, steht mit dem kommenden Match gegen Spanien eine noch größere Herausforderung bevor. Gegen Titelanwärter Spanien, der noch nicht in Topform ist, sind wir klarer Außenseiter. Wie wir bei den Spielen in der Vorrunde gesehen haben, ist im Fußball vieles möglich und die Spieler können mit einer starken Leistung hoffentlich mithalten. Österreich ist noch nicht fertig, schrieb die Social-Media-Abteilung des ÖFB. Und auch David Alaba kündigte an, weiter Geschichte schreiben zu wollen. „Jetzt wollen wir gegen Spanien erfolgreich sein“, glaubt der Kapitän an die ganz große Sensation im Sechzehntelfinale. Die nächste Nervenschlacht für das österreichische Team und für die Fans steht bevor!
Mag. Hans Rankl
Gratwanderung
Dramaturgie pur in den letzten drei Minuten des Spieles Österreich – Algerien! Nachdem vorher das Spiel fast „Gijon-mäßig“ dahinplätscherte, da beide Mannschaften mit dem Unentschieden offensichtlich zufrieden waren, folgte aus heiterem Himmel der Keulenschlag mit dem völlig überraschenden Tor von Algerien. Aus, vorbei, Österreich ist draußen, man kann die Koffer packen! Doch zwei Minuten später, in der Nachspielzeit der Nachspielzeit, das nicht mehr für möglich gehaltene Ausgleichstor. Ja, im Fußball ist es oft eine Gratwanderung zwischen „Absturz“, begleitet von Schimpf und Schande, und höchstem Glück, sich am Gipfel der Gefühle wähnend!
Karl Aichhorn
Anschlag auf eine Konditorei
Jetzt wird schon ein Vandalenakt auf eine Konditorei als Aktivismus schöngeredet. Die Täter gehören strafrechtlich und finanziell verfolgt. Gut, dass sich die Eigentümer nicht von diesen fehlgeleiteten Leuten erpressen lassen.
Wilfried Maier
„Ladenschluss für Automaten“
Gut, dass sehr erfahrene Wirtschaftsjournalisten wie Doktor Wailand die größten Unsinnigkeiten unserer Bürokratie aufzeigen. Lebensmittel-Automaten ohne Personal zwangsweise nach 72 Stunden in der Woche abzuschalten, das darf doch nicht wahr sein! „Volksvertreter“, die so einen Unfug beschließen, sollten sich einen anderen Arbeitsplatz suchen. Am besten im legendären Städtchen Schilda, wo sie die Schildbürger sekkieren können – aber nicht mehr bei uns.
Dr. Erich Pitak
Alkoholfahrten von Politikern
Dass Politiker – wie zuletzt medial bekannt wurde, Norbert Hofer – beeinträchtigt durch Alkohol Fahrzeuge in Betrieb nehmen, ist keine Sensation. Während meiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Gemeinderat wurde immer wieder versucht, mir unzählige „Stamperln“ von Schnaps aufzudrängen, und es hat Jahre gedauert, bis es akzeptiert wurde, dass ich strikter Anti-Alkoholiker bin – was im Klartext heißt, dass solche Vorfälle wohl immer wieder vorkommen werden. Hofer hat im ORF angekündigt, dass er bereit sei, die Konsequenzen für sein derartiges, inakzeptables Handeln zu tragen, was klar ist, da ihm wohl nichts anderes übrig bleiben wird.
Franz Köfel
„Der Hofa war’s“
Obwohl mir Norbert Hofer nicht näher steht als andere Politiker auch, ringt mir die aktuelle Geschichte rund um Alkohol am Steuer ein mitleidiges Lächeln ab. Mein Mitleid gilt dabei vor allem jenen, die jetzt hysterisch Zeter und Mordio schreien – frei nach dem Motto: „Skandal im Sperrbezirk!“ Norbert Hofer wird für sein Fehlverhalten wie jeder ganz normale Bürger die rechtlichen Konsequenzen tragen. Wenn nun politische Gegner, die selbst im Glashaus sitzen, virtuell die „Steinigung“ verlangen, ist das wohlfeil. Dieses private Fehltritt-Drama sollte für die Öffentlichkeit raschest ein Ende haben. Basta!
Josef Pratsch
Kein Kavaliersdelikt
Wenn ein FPÖ-Sympathisant in der „Krone“ schreibt, es ist zutiefst „menschlich“, wenn sich ein Promi wie Herr Hofer einen Rausch „umhängt“, dann muss aber ich entschieden dagegenhalten. Denn ein Vollrausch mit 2,48 Promille im Blut ist für mich schon fast „tierisch“. Und noch dämlicher ist für mich, wenn sich so jemand dann hinters Steuer setzt und andere gefährdet. Ich würde diesen Leserbriefschreiber gerne sehen wollen, wenn ein Alkolenker mit 2,48 Promille einen Unfall verursacht, bei dem jemand aus seiner Familie zu Schaden kommt! Aber ich glaube, der Briefschreiber hat hier gewisse Sympathien für eine Partei, und da werden halt so Kleinigkeiten wie 2,48 Promille am Steuer als „zutiefst menschlich“ abgetan oder als „Kavaliersdelikt“ bagatellisiert!
Gottfried Schmidl
Anstand, Alkohol & Autofahrten
Wenn der frühere Präsidentschaftskandidat und nunmehrige Landtagsabgeordnete Norbert Hofer nur einen Funken Anstand besitzt, und dieser wird bei den „Blauen“ ja angeblich recht hochgehalten, dann legt er sofort sein Mandat zurück. Er und seine Kollegen wurden auf die Gesetze dieser Republik angelobt, und wer, wie im Raum steht, diese missachtet, der kann folglich auch kein Mandatsträger sein, zumal auch Politiker eine Vorbildfunktion innehaben (sollten). Zudem versteht niemand, warum nicht auch bei schweren Alkoholdelikten am Steuer, wie bei Rasern, neben dem Führerschein auch das Auto als Tatwaffe eingezogen wird.
Florian Stadler
Endlich heult jemand auf
Der Leserbrief des Herrn Thomas Eder spricht mir aus der Seele, denn was die ASFINAG mit den Autobahnbenützern aufführt, ist schon „kriminell“. In Windeseile werden kilometerlange Baustellen eingerichtet, welche dann vor sich hin schlummern, denn arbeiten sieht man selten wen. Aber Hauptsache, man kassiert fleißig Vignettengebühr, was schon an Abzocke grenzt, denn man kassiert für etwas, was man nicht bietet. In anderen Ländern wird an Autobahnbaustellen auch am Wochenende gearbeitet, was in Österreich ein No-Go zu sein scheint. Da müsste die Politik schon auch ein Machtwort sprechen, auch wenn die Politik halt den Flieger bevorzugt, um den lästigen Staus zu entgehen.
Friedrich Travnicek

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