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Leserbriefe vom
16.6.2026Datum auswählen
Unsere derzeitige Regierung
Unsere derzeitige Regierung aus den drei Parteien, jeweils mit unterschiedlichen Grundsätzen ausgestattet, hat sich zusammengefunden, um das jeweils Beste der drei Parteien so zu vereinen, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung sich zufrieden wiederfindet. Dass dabei eine Partei nicht zum Regieren kommt, war mit kein kleiner Faktor. Nunmehr ist es aber so, dass die absolute Mehrheit unserer Bevölkerung mehr als unzufrieden ist. Völlig klar war von Anfang an, dass nur Kompromisse erzielt werden können. Grundsätzlich sind Kompromisse ja nichts Schlechtes oder Nachteiliges. Sie sollten ja das Bestmögliche widerspiegeln. Das ist bis dato total fehlgeschlagen. Mögliche Änderungen, Verbesserungen sind nicht in Sicht. Also kann man oder muss man ein Versagen feststellen. Wie lange kann das, wird das noch so weitergehen? Geht man davon aus, dass jede und jeder seinen Platz in dieser Mannschaft um jeden Preis behalten will? Wird es noch lange so weitergehen? Dass das nicht gut ist, beweist der rapide und anhaltende Vertrauensverlust dieser Mannschaften. Egal, welche Partei, alle sagen uns gebetsmühlenartig, wir sind dazu da, um das Beste für unser Volk zu geben, und wir wollen unserem Volk nur positiv dienen Als Mindestmaßnahme empfiehlt es sich daher, dass jede der drei regierenden Parteien jene Personen entlässt, denen es nur darum geht, für sich persönlich das Beste herauszuschlagen. Denn was dem Einzelnen zum Vorteil gereicht, ist nicht gut für alle. Eine schmerzvolle, aber notwendige Maßnahme. Es geht doch um unser Gemeinwohl, nicht um einzelne Menschen, die nicht genug bekommen können – und das auf unser aller Kosten.
Hannes Marazeck
Hier sparen ist falsch!
Österreich ist ja bekanntlich einer der produktivsten und dadurch erfolgreichsten Staaten der Welt. Dabei sollte man nie vergessen, dass wir nur deshalb so produktiv sind, weil es in Österreich so viele intelligente und gut ausgebildete Menschen gibt, die dafür unersetzbar sind. Es wäre meiner Meinung nach daher ein Eigentor der Extraklasse, ausgerechnet bei unseren Universitäten einzusparen und sich dann vielleicht zu wundern, warum das alles nicht mehr funktioniert.
Univ.-Doz. Dr. Kurt Stoschitzky
Universitätsprobleme
Wenn es der Realität entspricht, dass Universitätsrektoren bis zu 400.000 € pro Jahr kassieren, ist tatsächlich Feuer am Dach und in diesem Bereich hoher Korrekturbedarf vorhanden. Das entspricht immerhin mehr als den üblichen Jahresbezügen von Vorständen kleinerer und mittlerer Aktiengesellschaften und das sind immerhin Unternehmen, die sich bei Risiko aus Umsätzen und Erträgen und nicht aus Steuergeld und einem überstrapazierten Budget finanzieren. Dazu kommt, dass viele Unterrichtende im Universitätsbereich Nebentätigkeiten nachgehen, wobei es oft fraglich ist, ob es für den Hauptberuf nicht zu viele Beeinträchtigungen gibt, was laufend vom Rechnungshof kritisiert wird. Provokant und überspitzt könnte man es so formulieren: nicht schlecht für einen Teilzeitjob.
Mag. Martin Behrens
„Budget sprengt Rüstungspläne“
Was haben wir in den letzten Monaten nicht gehört? Wir müssen „kriegsfit“ werden, die große Aufrüstung beim Bundesheer steht bevor. Russland wird angeblich ganz Europa angreifen, hierfür muss Österreich gewappnet sein. Um der Atommacht nötigenfalls Paroli bieten zu können. Mittlerweile hat die Realität Einzug gehalten. Für den sog. Aufbauplan fehlen rund 12,6 Mrd. Euro. Die Nachfolge der fragwürdigen Eurofighter würde weitere 10 Mrd. verschlingen. Dazu werden bis 2030 etwa 500 Planstellen gekürzt. Das neutrale Österreich und seine Gesellschaft kriegstauglich zu machen, funktioniert nicht. Weder finanziell noch gesellschaftlich. Vielleicht sollte man zuerst vorhandene Gegebenheiten beim Bundesheer in Ordnung bringen. Bevor man sich zu einer militärischen Großmacht entwickeln will. Somit fällt die tägliche Angstmache vor Putin dem Budget zum Opfer. Eine Verteidigungsfähigkeit herzustellen, ist ohnehin etwas ganz anderes, als ständig die Konfrontation zu beschwören. Zumal der Konflikt in der Ukraine eine lange Vorgeschichte hat. Dies ist keine Rechtfertigung für den Krieg, aber hilft vielleicht bei der Einordnung gewisser Prioritäten. Für ein kleines und neutrales Österreich.
Wolfgang Knapp
Eurofighter-Kauf
Wir müssen sparen, Soziales, Pensionen, Bildung gehen vor, die Landesverteidigung muss laut Finanzminister warten. Nichts wird’s mit 2% fürs ausgehungerte Heer, es bleibt trotz Angst vor Putin bei 1,2%. Ist eh egal, sagen die Leute. Wenn uns Putin bombardiert, können wir uns eh nicht wehren. Stimmt, nur statt der sündteuren Eurofighter hätte man damals auf den Rat des „jüngsten und erfolgreichsten“ Finanzministers (Null-Defizit) Grasser hören sollen, der empfahl nämlich, statt der teuren Eurofighter gebrauchte F 15 von den USA zu kaufen.
Heinz Vielgrader
Trumps 80er
Zum Artikel von Herrn Seinitz: Hut ab, diese „Abrechnung“ mit dem US-Präsidenten (man glaubt es kaum) ist einfach spitze. Ich stimme nicht immer mit Ihnen überein, aber das ist einfach perfekt. Große Klasse.
Françoise Scheiber
Ukraine in die EU
Die Granden der EU denken ernsthaft nach, die Ukraine in die EU aufzunehmen. Was das für Österreich und vor allem unsere Bauern bedeutet, kann sich jeder ausrechnen. Wir werden mit Lebensmitteln überschwemmt, die nie den österreichischen Standards entsprechen, auch werden die Preise so sein, dass unsere Landwirte da nicht mitkommen werden und es das Ende vieler Bauern sein wird. Wenn hier unsere Bundesregierung zustimmt, was ich befürchte, dann gute Nacht, Österreich. Von den Kosten für den Wiederaufbau gar nicht zu reden. Was einmal als Friedensprojekt gedacht war, ist jetzt ein Wettbewerb, wo wir nur draufzahlen werden. Wenn ihr als Regierung das wollt, dann befragt das Volk, das wird euch die richtige Antwort darauf geben.
Leopold Rapp
Bestellung des ORF-Generaldirektors
Sehr geehrte Redaktion, bitte dranbleiben. So lange, bis dieses vor den Augen aller stattfindende unwürdige Schmierentheater lückenlos aufgeklärt ist. Wovor haben die regierenden Parteien eigentlich so panische Angst? Davor, dass mal eine Bestellung ausschließlich aufgrund einer Qualifikation erfolgt und der Kandidat keine Parteienmarionette ist? Ist das eigentlich in Österreich nicht mehr skandalfrei möglich? Für wie blöd hält diese Regierung die Wähler eigentlich? Sie hat schon die miesesten Umfragewerte, doch es wird wirklich alles dazu beigetragen, das Vertrauen in diese Regierung immer weiter zu erschüttern.
Ernst Eisinger
Fußball-WM
Die ersten Spiele sind gespielt, es gab einige Überraschungen. Unsere Nachbarn aus Deutschland hatten einen Kantersieg und gewannen gegen die Mannschaft aus Curaçao 7:1, das war ein Torschützenfest. Brasilien hat gegen Marokko nur ein Unentschieden erreicht, auch das Schweizer Team erreichte nur ein 2:2 gegen Katar. Schottland hat knapp gegen Haiti gewonnen. Österreich muss gegen Jordanien aufpassen, nur ein Sieg zählt. Ralf Rangnick hat eine sehr gute Mannschaft. Wir drücken unseren Spielern die Daumen und hoffen auf einen Sieg.
Gerhard Jager
„Das ist nicht mehr mein Land!“
Sehr geehrter Herr Dr. Kozlowsky, wenn das nicht mehr Ihr Land ist, dann steht Ihnen als Akademiker die Welt offen. Von Russland über die Türkei, Afghanistan bis hin zu China gibt es eine Menge Länder, die viel besser sind als Österreich und Europa.
Klaus Hotter
Das große Ganze
Finanzminister Marterbauer sieht das große Ganze: „Ich verteidige immer das Gesamtkunstwerk des Budgets.“ Im Großen und Ganzen ist es keine Kunst, ein Defizit von 18,3 Mrd. Euro für das Bundesbudget im Jahr 2026 zu veranschlagen. Und die vorherigen Finanzminister hinterließen in ähnlicher Auffassung einen Schuldenstand der Republik von insgesamt 452 Mrd. Euro als Gesamtkunstwerk. Nebenbei gesagt gehört auch Minister Marterbauer zu den bestbezahlten Politikern in Europa. Es wäre interessant, wie uns Herr Marterbauer sein Budget-Gesamtkunstwerk als Freiberufler „verkaufen“ könnte, um davon seinen Lebensunterhalt zu meistern.
Haribert Isepp
Grenzschutz wird drei Monate verlängert
Ich kann den Leserbrief von Herrn Döschl nur bestätigen. Die Aussage des Innenministers ist eine reine Volksverdummung. Samstag, Rückfahrt von Split nach Graz. Sowohl an der kroatischen, slowenischen und österreichischen Grenze bei der Hinfahrt am 6. 6. als auch bei der Rückfahrt am 13. 6. keinerlei Kontrollen. Top, da werden sich alle Schlepper freuen.
Kurt Kraxner
Schulferien
Warum streicht man nicht die Semester- und Herbstferien? Nach den langen Sommerferien sind die Herbstferien für die Schüler total unnötig. Kaum erst mühselig in den Schulalltag integriert, geht durch die Ferienwoche ein Großteil der wiedergefundenen Disziplin verloren. Die Semesterferien wurden auch nur aus wirtschaftlichen Gründen eingeführt und sind so kurz nach den Weihnachtsferien total unnötig. Diese Variante wäre viel besser, als im Sommer während der größten Hitze die Schüler in den heißen Räumen zu unterrichten.
Annemarie Zehetgruber
Frühstücksverordnung
Haben Sie schon einmal von einer „Frühstücksrichtlinie“ gehört? Nein? Dann sind Sie nicht am Laufenden. Das sind die Verordnungen, mit denen sich die hoch bezahlten Beamten der EU beschäftigen. Es macht nämlich einen riesigen Unterschied, ob man zum Frühstück Marmelade oder Konfitüre aufs Brot streicht. Man kann die Verantwortlichen der EU nur beglückwünschen, dass sie keine anderen Sorgen haben.
Peter Adlesgruber
Der Marmelade-Streit ist beendet!
Hurra, jetzt gab es endlich einen großen Durchbruch! Mit der adaptierten Frühstücksverordnung ist eine der am längsten schwelenden Fragen seit Österreichs EU-Beitritt 1995 vom (Frühstücks-)Tisch. Während die Welt von einer Krise in die nächste taumelt, haben EU-Bürokraten in Brüssel seit Jahren nichts Besseres zu tun, als sich damit zu beschäftigen, ob Konfitüre als Marmelade bezeichnet werden darf. Der seit 2004 herrschende „Marmeladenstreit“ wurde mit 14. Juni beigelegt. Die Bezeichnung „Marmelade“ darf wieder offiziell verwendet werden. Erwirkt haben das Verbot einst die mittlerweile längst aus der EU ausgetretenen Briten, denen es lange vor dem Beitritt des Marmeladenlandes Österreich gelungen war, den Ausdruck für ihren bitteren Orangenaufstrich zu schützen. Danke, EU! Endlich können wir beim Frühstück wieder Marmelade essen, während wir in den Nachrichten hören und lesen, welche Probleme die Welt wirklich hat.
Mag. Hans Rankl
Parlamentssitzung
Unsere Parlamentarier sind wahrlich keine Vorbilder, was Gesprächskultur und Akzeptanz anderer Meinungen betrifft. Es wird der Redner lautstark mit Zwischenrufen unterbrochen, manche verlassen während einer Rede den Plenarsaal, das Hantieren am Handy und Bedienen des Laptops sind Usus, Diskussionen und Statements mit Sitznachbarn werden ungeniert und lautstark geführt, der Redner wird bestenfalls geduldet. Ordnungsrufe bleiben aus. Inhalte werden mit Häme und Sarkasmus respektlos abqualifiziert. In Summe bleibt ein menschlich desaströser, trauriger Eindruck.
Gottfried Leeb
„Bücher für die Ewigkeit“
Die Kolumnen von Robert Schneider habe ich immer gerne gelesen, „Bücher für die Ewigkeit“ finde ich einfach großartig, ein wunderschöner Beitrag jeden Sonntag.
Heide Koblischke
„Frage des Tages“
Schadet die ORF-Wahl der Regierungsspitze? Die Regierungsspitze bekommt von der (neuen) ORF-Führung ordentlich „eine auf den Latz“. Es bleibt zu hoffen, dass der ehemalige APA-Chef, genauso wie die Bevölkerung, jeden Glauben an die Regierung verloren hat. Der BK hat zwar anscheinend Clemens Pig in das Amt des ORF-Generals gehievt, aber dieser wird Stocker links liegen lassen. Der BK hat sich damit selbst ins Knie geschossen. Wie gesagt, das bleibt zu hoffen, denn die Politik hat sich in den (neuen) ORF nicht mehr einzumischen. Der ORF muss endlich objektiv werden und sich frei von jeglichen politischen Einflüssen machen. Nur so kann er mit objektiver und transparenter Berichterstattung überleben.
Klaus Gumpoltsberger
Zum Leserbrief „Na bumm“
Ich kann nur hoffen, dass der Leserbrief von Hrn. Kohlbacher bzgl. der Sanktionsmaßnahmen auf Schnitzel und Mozartkugeln vonseiten der Trump-Administration satirisch gemeint ist, fürchte aber, dass dem nicht so ist. Als ehemaliger Englisch-Professor würde ich mich sofort bereit erklären, den trefflichen Artikel von Hrn. Seinitz aus der Sonntags-„Krone“ in einfachstes Englisch zu übersetzen (die sprachlichen Feinheiten des Originals würde Trump ohnehin nicht verstehen) und an das Weiße Haus zu senden. Meine Angst vor Verfolgung durch Trump hält sich in engsten Grenzen, zumal er „Austria“ und „Australia“ ohnehin verwechseln würde und ich nicht plane, die USA unter seiner Präsidentschaft jemals zu betreten.
Prof. Mag. Heimo Novak
Teure Baustelle des „Schlossherrn“ Ruck
Wann endlich wird die Feudalherrschaft dieses Herrn eingestellt? Und die Zwangsgebühren für diesen Club, dem für eigenen Luxus und Wohlbefinden anscheinend nichts zu teuer ist.
Eva Krammer
Störung der Totenruhe
Als Normalbürger fragt man sich ernsthaft, was eine Stadträtin dazu bewegt, auf einem Friedhof – einem Ort, der eigentlich Ruhe, Stille und Besinnlichkeit vermitteln soll – Turngeräte aufzustellen. Ein Friedhof ist kein Spielplatz, sondern eine Stätte des Gedenkens. Hier sollten Kinder von ihren Eltern lernen, wie man sich an einem Ort der Ehrfurcht und des Respekts verhält. Es wird höchste Zeit, dieser absurden Idee klare Grenzen aufzuzeigen, bevor diese Frau unsere Stätten der Stille demnächst noch mit Luftburg, Autodrom oder Minigolfplatz „bereichert“. Platz wäre doch noch, z. B. am Zentralfriedhof, genügend vorhanden, Frau Stadträtin. Oder?
Josef Pratsch

Tierecke
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