Oh doch, Herr Kanzler!
Es ist sogar noch mehr als unbezahlte Arbeit. Nicht nur, dass ich seit acht Jahren mein Kind betreue und dadurch einen hohen Prozentsatz meines Gehalts und meiner späteren Pension einbüßen muss, um hier einen weiteren neuen Steuerzahler in ein mittlerweile überaus marodes Staatssystem zu integrieren, ihm das Leben beibringe. Und tagtäglich hoffe ich, dass alles doch nicht so schlimm kommt, wie derzeit die Zukunftsmusik im Land und in Europa ist. Außerdem bin ich gezwungen, die Kinderbetreuung, wenn ich nebenbei arbeiten gehen muss, um mir das Leben noch halbwegs leisten zu können, auch noch aus eigener Tasche zu bezahlen. Danke für diese Aussage und danke, dass Sie selbst an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen. Da wird Ihnen die „geplante“ Sommertour auch nicht mehr helfen. Zumindest nicht bei uns Eltern!
account_circle Karin Moser
Kein Ersatz für Erwerbsarbeit
Auch wenn es einige Leute anders sehen, so ist das alleinige Zeugen bzw. Gebären von Kindern kein Ersatz für Erwerbsarbeit. Zudem ist Familienplanung nicht Sache des Staates, sondern liegt in der Eigenverantwortung der Menschen. Die zunehmende Vollkasko-Mentalität in Österreich ist nicht mehr finanzierbar. Es kann nicht alles mit Beihilfen, Boni und Förderungen alimentiert werden.
account_circle Helmut Speil
Wie passt die Aussage zu christlichen Werten?
BK Stocker meint, dass Kinderbetreuung keine Arbeit ist. Damit schlägt er allen, vor allem den Müttern, die die Hauptlast der Kinderbetreuung tragen, voll ins Gesicht. Lieber Herr Stocker, machen Sie einen Monat Kinderbetreuung, dann sprechen wir weiter. Ansonsten bitte nichts sagen, bekanntlich ist Reden Silber und Schweigen Gold! Wie diese Aussage zur Kinderbetreuung mit den christlichen Werten der ÖVP zusammenpasst, ist mir ein Rätsel.
account_circle Norbert Puster
Kinderbetreuung ist keine Arbeit?
Herr Stocker, wollen Sie die Wut aller Mütter auf sich ziehen? Oder wie meinen Sie das konkret mit „Kinderbetreuung ist keine Arbeit“? Was dann? Ist es unser unbezahltes Hobby? Wir Mütter machen eigentlich die wichtigste Arbeit, denn wir ziehen eine ganze Generation auf. Wir versorgen, ernähren und begleiten das junge Österreich ins Leben und bereiten diese Kinder auf alles vor, was noch auf sie zukommt. Wir erschaffen, ja gebären sie sogar – ohne uns würde es kein junges Österreich geben. Wir Mütter sorgen dafür, dass neue kluge Köpfe in die Welt kommen. Wir bereiten sie auf das Arbeitsleben vor. Wir bringen ihnen Werte und Traditionen bei (die sind Ihnen und der ÖVP ja ganz wichtig). All das machen wir Mamas 24/7 – unbezahlt, wie Sie ja wissen. Und das ganz ohne Hitzefrei, ohne gesetzlich geregelte Pausen, ohne bezahlte Überstunden, ohne Gewerkschaft im Rücken. Hausfrau, das war einmal ein angesehener Beruf in der ÖVP. Wenn man jetzt Hausfrau und erwerbstätig ist, reicht das anscheinend nicht mehr. Was sagen all Ihre Ü50-Wählerinnen wohl zu dieser Aussage, die ihr Lebtag lang „nur“ Hausfrau waren? Die haben de facto ja nie gearbeitet. Sie (generell die ÖVP) sprechen immer wieder von traditionellen Familien und Werten. Die scheinen Ihnen sehr wichtig zu sein. Wer soll diese Ihrem jungen Volk vermitteln, wenn nicht wir Mütter? In Kinderbetreuungseinrichtungen sind sie jetzt schon heillos überfordert. Sie selbst haben zwei Kinder. Ich schätze, zum Großteil großgezogen und betreut von Ihrer Frau. Eventuell auch noch von den Großeltern (das mit den Großeltern kommt heute leider nicht mehr vor, weil die ja hackeln müssen, bis sie ins Grab fallen). Den ganzen Zynismus und die Wut mal beiseite: Es ist wirklich erschütternd und traurig, wie wenig Sie die Rolle der Mütter in Österreich wertschätzen. Ich lade Sie herzlich ein, einen Tag mit meinen zwei Kindern (2 Jahre und 1 Jahr alt) ganz ohne Fremdbetreuung zu verbringen bzw. sie zu betreuen. Von frühmorgens (Tagwache 5.30 Uhr) bis beide ihre Augen schließen (20.30 Uhr). Die Nacht, in der die Kleine mehrmals munter wird, erspare ich Ihnen, da braucht sie wirklich ihre Mama. Aber für Sie sollte das ja wie Urlaub sein, denn Arbeit ist es laut Ihnen ja keine. Was ich noch festhalten möchte, damit Sie mich nicht falsch verstehen: Ich liebe diesen Job und tue alles für meine Familie, ohne etwas von meiner Familie dafür zu erwarten. Aber der Staat Österreich muss das wertschätzen, was wir Mamas tagtäglich über Jahre hinweg machen. Solche Aussagen wie Ihre missbilligen wir. Gestärkte, unterstützte Mütter braucht das Land, denn ohne Mütter würde Österreich bald nicht mehr existieren.
account_circle Katharina Steinacher
Hilfe ist nötig!
Aktuell lauten Schlagzeilen: „Rekordhitze“, „Arbeiten im Freien unerträglich“ etc. Umso mehr wundert es mich, dass man seitens der Regierung für alles Mögliche auf der Welt Geld hat, aber den heimischen Bauern will man in dieser schwierigen Zeit nicht so richtig unter die Arme greifen. Es sind leider gröbere Ernteausfälle zu erwarten, und auch die laufenden Kosten für Diesel etc. treffen unsere Landwirte jetzt schon sehr. Ja, liebe (sehr große) Regierung, Sparen ist tatsächlich angesagt, wie es auch Herr Doskozil zu Recht verlangt. Aber jenen Menschen zu helfen, die gerade jetzt mit sehr viel Schweiß versuchen, unsere Nahrungsmittel zu produzieren, muss man in einer Extremsituation wie dieser helfen. Denn unsere sehr gesunden Nahrungsmittel sind mir allemal lieber als Produkte aus fernen Ländern, wo man nicht so genau weiß, womit die gedüngt oder gespritzt werden.
account_circle Werner Hardt-Stremayr
Ceuta
Wenn man schon weiß, dass sich wieder Horden von jungen Männern auf den Weg machen wollen, um Ceuta zu stürmen, verstehe ich nicht, warum Spanien sich nicht rüstet. Für mich sieht das aus wie moderne Kriegsführung. Dieser Überfall hat die ganze Stadt lahmgelegt, warum lässt das Spanien zu?
account_circle Annemarie Senz
Google-Rechenzentrum
Ich bin auf Besuch bei meinen Verwandten in OÖ und lese mit Schrecken, dass Google ein Rechenzentrum baut, das riesige Mengen Strom verbraucht und Wasser zum Kühlen. In meiner Heimat Florida (USA) gibt es immer mehr Widerstand gegen diese Rechenzentren. Sie schaden der Umwelt massiv, und die Menschen in der Umgebung leiden sehr darunter. Alleine das ständige Brummen ist fürchterlich. In den USA gibt es bereits immer mehr Proteste gegen diese Rechenzentren der Internet-Giganten. Ich kann wirklich nur hoffen, dass OÖ nicht dieselben Fehler macht wie die USA.
account_circle Michelle Seitzmeir, Pinsdorf bzw. Newberry/Florida
Kleinpartei SPÖ
Ob man Herrn Doskozil mag oder nicht, sei dahingestellt. Seine Aussage, dass die SPÖ unter Führung des Herrn Babler zu einer Kleinpartei verkommt, ist richtig. Der stolpert von einer flapsigen Bemerkung zur nächsten. Aktuell in der Funktion als Medienminister in der Causa ORF. Für diesen Intrigantenstadl fühlt er sich nicht zuständig. Unterstützt beim Absturz der Partei wird Babler vom Wr. Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. Die Conclusio bei seinen Interviews ist, dass alle schuld an den Miseren sind, nur nicht Herr Hacker und die SPÖ. Ein Trauerspiel der einst staatstragenden Partei.
account_circle Robert Mosek
ID Austria
Vorgestern konnte ich nicht mehr in die ID Austria einsteigen. Die Servicestelle hat mir erklärt, dass es eine neue App gibt, die mit meinem Handy nicht kompatibel ist. Bedeutet: Neues Handy kaufen, obwohl meines in Ordnung ist und ich die Vollfunktion bis gestern nutzen konnte. Ist das der Spargedanke der Regierung, Herr Pröll? Es ist einfach nur zum Verzweifeln.
account_circle Helga Ofner
Rätsel um Drohne auf deutschem Flughafen
Wie bekannt wurde, wurde am Mittwoch eine Drohne mit Sprengstoff auf der Start- und Landebahn in Leipzig entdeckt. Dass dies passieren konnte, zeigt, dass Deutschland noch kein sicheres Abwehrsystem zur Verfügung hat. Dass aber dann sofort die meisten Politiker und Medien mit den Fingern nach Russland zeigten und meinten, das könnte von Russland organisiert gewesen sein, zeigt, wie einseitig deutsche und EU-Politiker denken. Und wie sie bewusst vergessen, dass z. B. der Anschlag auf die Nord-Stream-Pipeline nicht von Russland, sondern von der Ukraine gemacht worden ist. Aber dies verdrängt man, obwohl dies einen massiven wirtschaftlichen Schaden verursacht hat. Also zuerst Fakten auf den Tisch legen, dann Verurteilungen treffen.
account_circle Paul Glattauer
Westjordanland
Im von Israel besetzten Westjordanland (UN-Diktion) werden Menschenrechte und UN-Charta ständig verletzt, palästinensisches Land wird von radikalen Siedlern „beschlagnahmt“, deren Siedlungen und Häuser zerstört bzw. abgebrannt, Palästinenser angegriffen und auch immer wieder getötet. Militär oder Polizei schaut oft tatenlos zu. Israel meint dann immer, man „untersuche“ diese Fälle, aber es geschieht nichts und diese Übergriffe wiederholen sich immer öfters! So auch jüngst wieder. Warum reagieren die EU und Österreich nicht auf die ständigen Menschenrechts- und UN-Charta-Verletzungen, wo man sonst immer den moralischen Zeigefinger hochhält?
account_circle Manfred Waldner
Gleicher Schutz
Werter Herr Verteidiger, es hat niemand etwas gegen Sie. Es muss möglich sein, dass man jemanden verteidigt und dass man versucht, den Beschuldigten zu helfen. Bei unserer Gesetzgebung sind nicht die Verteidiger die Fehlerquelle, sondern die Richter und Staatsanwälte und das Fehlen wirklicher Tierschutzgesetze. Wenn ein Tier eine Sache ist, stimmt etwas nicht im Wahrnehmungsverhalten unserer Gesetzgebung. Tiere sind Wesen, die ein Schmerzempfinden haben, wie wir Menschen es haben, darum muss für alle Lebewesen der gleiche Schutz gelten.
account_circle Franz Neller
Aussagen von Stadtrat Hacker
Bei den Aussagen des Wiener Stadtrats Hacker bezüglich der Behandlung von Migranten im Vergleich zu Österreichern wird einem wirklich schlecht. Warum die SPÖ hier nicht längst die Konsequenzen gezogen hat, ist jedem ein Rätsel. Aber da die SPÖ sowieso in naher Zukunft zur Kleinstpartei schrumpfen wird, erübrigt sich dieses Problem sowieso.
account_circle Karl Hadamovsky
„Teurer Postversand ins EU-Ausland“
Zum Leserbrief vom 5. 8.: Dass 8 km nach Freilassing (D) mehr kosten als 600 km von Wien nach Bregenz, klingt auf den ersten Blick nach einem kleinen Post-Paradoxon. Der entscheidende Punkt ist aber nicht die Entfernung, sondern die Frage, ob ein Paket im österreichischen Netz bleibt oder in ein anderes Logistiksystem wechselt. Ein Paket von Wien nach Bregenz reist vollständig innerhalb Österreichs. Deshalb gilt hier ein einheitlicher Inlandstarif, egal ob die Sendung quer durchs Land geht oder nur ein paar Orte weiter. Nach Deutschland ist das anders: Die Sendung wird in Österreich angenommen, sortiert und transportiert, anschließend aber an die Deutsche Post übergeben. Ab dann sind deren Infrastruktur, Mitarbeiter, Fahrzeuge, Sortieranlagen und Zustellwege Teil der Leistung. Der Auslandstarif gilt daher nicht für die 8 km bis Freilassing, sondern für Deutschland insgesamt. Das Paket könnte auch weiter an die Nordsee reisen, ohne dass daraus ein eigener „Sylt-Zuschlag“ würde. Kurz gesagt: Im Alltag ist die Grenze zwischen Salzburg und Freilassing kaum spürbar. Für ein Paket ist sie logistisch aber ziemlich real.
account_circle Ing. Markus Leitgeb, BA, MA