Es sind immer „die anderen“
Wenn man sich manche Leserbriefe zu Gemüte führt, frage ich mich: Werden wir nie erwachsen? Wenn im Kindergarten nach dem Urheber eines Streites gesucht wird, sind es oft „die anderen“. Die da sind es, die begonnen haben. Wenn in unserer Gesellschaft Dinge nicht rund laufen, wenn Krisen unser Wohlbefinden stören und auch Ängste hervorrufen, sind es auch oft „die anderen“, denen wir schnell und gerne die Schuld geben. Auch wir Erwachsenen agieren oft wie Kleinkinder. So auch die Leserbriefe „Verbrenner-Verbot“ und „Der Autoindustrie wird der Garaus gemacht“. Es ist die EU, es ist die ganze Welt, es sind die armen Länder, die Politiker, das Elektroauto und, und, und. Nicht zu vergessen, ich zitiere, „hirnlose Brüsseler Idioten“. Die Suche nach dem sog. Sündenbock ist schnell erfolgreich und garantiert die Lösung nach dem Motto „Die anderen sind schuld“. Warum sollten wir das Weltklima retten, wenn doch die, na die halt, die anderen alles zunichtemachen und wir uns damit selbst die gesamte Autoindustrie kaputt regulieren. Aus dem Auge, aus dem Sinn. So einfach ist es, wenn wir über CO₂ aus dem Verkehr und über schädliche Abgase sprechen. Man sieht sie nicht, man riecht sie „fast“ nicht. Also, was soll’s. Berührt uns Müll, den wir nicht sehen? Kaum. Er ist aber da und wird unser Leben verändern, wie die Müllinseln im Meer und weit darüber hinaus. Unsichtbarer Müll, doch weit wirkmächtiger als der Ramsch im Müllauto. Wenn in unserer Gesellschaft ein Kleinkind in Kindergarten oder Schule bei der Wanderung ein Zuckerlpapier achtlos wegwirft, dann ist es doch ganz selbstverständlich, dass es das aufheben muss. Das ist doch klar, oder? Wenn dann aber der Papa mit dem großen Schlitten voller Genuss jenseits der 200 km/h über die Autobahn fegt und dabei Mengen an CO₂-Müll ausstößt, weit, weit mehr, als ein Zuckerlpapier schaden könnte, ist das natürlich okay. Sind wir also noch zusätzlich auf einem Auge blind? Es sind „die anderen“, die die Schuld tragen. Solange das so leicht über unsere Lippen kommt, sind wir nicht erwachsen und auch auf einem Auge blind. Erwachsen zu sein, heißt eben auch, Verantwortung zu tragen. Sich für das, was man tut, auch zu verantworten. Erst wenn wir uns eingestehen und erkennen, dass wir selbst die Veränderung sind, die so dringend auf sich warten lässt, dann werden wir anders handeln. Wir in Europa, in Österreich, in deiner und meiner Stadt brauchen das Weltklima nicht retten. Das ist nicht nötig und das verlangt niemand von uns. Wir sollten nur das tun, was unserer Verantwortung entspricht, den Müll, den wir verursachen, einfach wieder wegzuräumen oder im Falle der Verbrennungsrückstände, wenn möglich, gleich gar nicht verursachen. Das Kleinkind im Kindergarten lernt und kann es, doch wie sieht es mit uns Erwachsenen aus? Reden wir nicht immer von „den anderen“. Tun wir, was uns irgendmöglich scheint und zumutbar ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!
account_circle Bruno Wagner
Hunderte Straftaten mit 13 Jahren
Es wird seit Jahren darüber nachgedacht, ob das Strafalter abgesenkt werden soll. Das ist nicht nur lächerlich, sondern für alle mit normalem Menschenverstand einfach unbegreiflich. Die Kinder sind heutzutage schlauer als viele Erwachsene. Ja, das sind sie wirklich. Was bitte muss noch passieren, damit die Justiz oder Ministerien dies endlich begreifen, endlich einschreiten und das Mindestalter auf zwölf, wenn nicht sogar auf zehn Jahre senken.
account_circle Elmar Mönius
Eine Schande für die Menschheit
Tiere sterben, um die Menschheit zu ernähren. Doch die Art und Weise, wie dies praktiziert wird, ist für jeden Menschen mit Mitgefühl nicht zu ertragen. Hier zählt nur der Gewinn. Das Leid der Tiere ist jenen, die nur an den Profit denken, völlig egal. Da werden Schlachttiere auf engsten Raum Hunderte Kilometer zu einem billigeren Schlachthof gekarrt. Das ist Wahnsinn pur. Was diese Tiere bei Hitze oder Kälte auf den Lkw mitmachen, ist kaum vorstellbar. Und ich glaube fest daran, dass wir die Schmerzen und die Furcht, die diese bedauernswerten Geschöpfe erleiden, mitessen. Und was macht die Europäische Union gegen diesen Wahnsinn? Die Herrschaften in Brüssel fördern den Schlachtvieh-Transport finanziell auch noch. Anhand dessen, wie Menschen Tiere behandeln, kann man sehr gut den Charakter einer Person erkennen. Würde sich die Menschheit einen Spiegel vor die Nase halten, ergäbe dies ein Spiegelbild, das nicht nur bei den Schlachtvieh-Transporten immer öfter zum Schämen ist.
account_circle Peter Blaschek
Tiertransporte
Die bescheidenen Regeln für Tiertransporte sollen wieder mal aufgeweicht werden. Da kann ich der EU-Ratspräsidentschaft nur empfehlen, stellt euch doch alle mal dicht gedrängt und voller Angst, Hunger und Durst in einen Lkw, der euch dann 31 Stunden lang durch die Gegend karrt. Bei Wind und Wetter, bei Hitze und Kälte. Ihr seid verletzt und habt Schmerzen, und dann werdet ihr noch von Menschen traktiert, weil ihr nicht schnell genug seid. Ich glaube, nach zwei oder drei solchen Transporten wären die Ratsherren schnell bereit, das Transportgesetz zu ändern.
account_circle Annemarie Senz
Die Fahrt geht weiter
Und zwar die Fahrt in der „Geisterbahn“ dieser Regierung. Alles einsteigen, Sensationen, wohin man schaut. Der Spritpreis geht durch die Decke, die OMV und andere Konzerne vermelden Milliardengewinne. Nur der Finanzminister der Republik nicht, der labert davon, dass aufgrund der Steuern keine Mehreinnahmen für den Bund entstanden sind. Wen wundert es, die SPÖ und Mathematik – nicht kompatibel. Alles andere auch nur ein Murks, wie es auch Claus Pándi in seiner Kolumne ausführt. Aber die Betreiber dieser „Geisterbahn“ wollen es nicht wahrhaben, sind doch die eigenen Einnahmen zu verlockend. Also, es heißt weiter gruseln und Gänsehaut bei jeder noch kommenden Pressekonferenz.
account_circle Josef Lesjak
Zwei Jahre zusätzlich für Benko
Wie berichtet, wurde Benko neuerlich verurteilt (nicht rechtskräftig, Anm.). Diesmal zu zwei Jahren zusätzlich wegen schweren Betrugs. Jedoch stellt sich die Frage, sollte dieses Urteil Rechtskraft erlangen, ob Benko sein kleines Luxusdomizil dann aufgeben und wieder zurück in seine Zelle müsste, oder aber, ob der Promibonus weiterhin gilt und Benko sein Leben weiter in „halber Freiheit“ genießen darf. Wenn man bedenkt, dass durch seine Taten und die möglichen Mithelfer, wissentlich oder unwissentlich, Tausende Menschen arbeitslos wurden, verschiedene Firmen zugrunde gingen, Millionen vermutlich uneinbringbar in verschiedenen Stiftungsgeflechten verschwunden sind, ist alleine die Tatsache, dass hier eine Fußfessel zur Anwendung kommt, ein Hohn allen Geschädigten gegenüber.
account_circle Johannes Pewal
„Guten Morgen, Amerika!“
Zum Leserbrief „Guten Morgen, Amerika!“ möchte ich als 13-jährige Mittelschülerin meine Meinung äußern. Oft wird geglaubt, uns Jugendliche interessiere Politik nicht. Das stimmt nicht. Die Wahl in den USA betrifft auch unsere Zukunft in Österreich, wenn es um Frieden und Wirtschaft geht. Ich wünsche mir, dass wir in der Schule mehr über solche weltweiten Ereignisse sprechen. Wir sind schließlich die Generation, die mit den Folgen der heutigen Politik leben muss. Es wäre schön, wenn die Meinung von uns Jüngeren öfter gehört und ernst genommen wird.
account_circle Emilia Steindl
Machtlos gegen gefährliche Trends
Jüngste Meldungen über mit Nadeln gespickte Halloween-Süßigkeiten haben viele Eltern tief beunruhigt. Dass sich nun in mehreren Fällen herausgestellt hat, dass Kinder aufgrund einer Online-Mutprobe diese lebensgefährlichen Manipulationen selbst vorgenommen haben, macht fassungslos. Dies ist ein alarmierendes Warnsignal dafür, wie tiefgreifend der Einfluss sozialer Plattformen auf Jugendliche bereits ist. Bei aller berechtigten Kritik an diesen stehen auch die Erziehenden in der Pflicht. Zu viele Eltern wissen schlicht nicht, was ihre Kinder im Netz tun. Da die private Aufsicht hier an ihre Grenzen stößt, ist ein gesetzliches Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 14 Jahren die logische und längst überfällige Konsequenz. Es ist unverständlich, dass die EU-Bürokratie bei diesem dringenden Thema blockiert und nationale Initiativen ausbremst. Österreich muss zum Schutz der jüngsten Generation an diesem Verbot unbedingt festhalten und darf vor den Vorgaben aus Brüssel nicht einknicken. Die Bundesregierung ist nun gefordert, konsequent zu handeln und diese Jugendschutzmaßnahme trotz aller rechtlichen Widerstände durchzusetzen.
account_circle Mag. Aljancic Margot
Kinder steckten Nägel in Süßigkeiten
Mir tut es in der Seele weh, dass sich Kinder auf Social-Media-Kanälen Ezzes für Nagel-Attacken holen. Ja, es sind noch Kinder, aber das ist eine Missetat, das kann nicht ungestraft bleiben. Wenn man die Kinder kennt, sollen Eltern und Lehrpersonen ihnen klarmachen, dass sich so etwas nicht gehört und es sehr gefährlich ist. Es obliegt dem Elternhaus, mehr Kontrolle über die sozialen Medien der Kinder und Jugendlichen zu haben. Das Elternhaus muss sich mehr bemühen, das die Kinder zu lehren, sonst machen diese im späteren Leben auch, was sie wollen.
account_circle Brigitte Koch
Asylland
Dass Österreich ein Asylland ist, ist bekannt. Der neueste krasse Beweis ist die Tatsache, dass bei uns fahnenflüchtige Ukrainer, die in der Heimat polizeilich gesucht werden, Unterschlupf finden und nicht ausgeliefert werden. Und weil es damit nicht getan ist, werden sie womöglich auch noch unterstützt. Wenn ein Österreicher um eine Vergünstigung ansucht, muss er einen Beamtenirrweg durchschreiten, bravo.
account_circle Helmut Pfeiffer
Der reine Murks
Laut Herrn Claus Pándi haben wir es nun schwarz auf weiß: Die Liste der „Regierungsmurkse“ wird immer länger. Von der Flugabgabe über die Verlängerung des Wehr- und Zivildienstes bis zum sog. „Supermurks“ des Social-Media-Verbots für Jugendliche. Dass Beate Meinl-Reisinger den Murks bei der Paketsteuer immerhin offen zugab, spricht vielleicht für ein schlechtes Gewissen, ändert aber nichts an der Sache. Wie kann eine einzige Regierung in so kurzer Zeit so viele fragwürdige Maßnahmen beschließen? Die Antwort liegt auf der Hand: Bei einer Dreierkoalition leuchtet jede Lampe in einer anderen Farbe. Jede Partei bringt ihre eigene Ideologie mit. Das Resultat: Jede gute Idee wird durch den hochgelobten österreichischen Kompromiss so lange zerbröselt, bis am Ende nur noch Stückwerk übrig bleibt. Weil in erster Linie an das eigene Parteibuch gedacht wird und erst an zweiter Stelle an das Land, auf das man angelobt wurde. Sicher, BP Van der Bellen bezeichnet den Kompromiss gerne als österreichische Tugend. Man sollte aber nicht vergessen: Es gibt gute Kompromisse, und es gibt auch faule. Und wenn man es übertreibt, verkümmert selbst die beste Absicht ganz schnell zum reinen „Murks“.
account_circle Josef Pratsch
Zu schwach für Europa
Die Europacup-Woche hat wieder gezeigt, wie schwach unsere Liga geworden ist. Einzig dem LASK kann man zusehen, da er mit Herz und Tempo spielt. Sturm Graz lässt sich vor dem Match gegen Celje feiern, weil es danach nichts zu feiern gibt, die Salzburger verlieren in Anderlecht. Kein Wunder, dass bei solch einer Darbietung Zuschauer ausbleiben, außer bei wenigen Klubs. Rapid scheitert an den schwachen Schotten, verpasst den Einzug in die Conference League, plant aber die Meisterfeier. Hinterher wird wieder gejammert, dass wir in der 5-Jahres-Wertung auf der Stelle treten.
account_circle Walter Frühwirt