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Leserbriefe vom
15.8.2026Datum auswählen
Wenn das Wetter schneller handelt als die Regierung
Während Österreichs Bauern auf dringend benötigte Hilfe warten, liefern sich die Regierungsparteien lieber einen politischen Kleinkrieg. Die Hitzewelle hat wenigstens einen Endtermin, bei den versprochenen Dürrehilfen scheint selbst die Regierung keinen zu kennen. Statt schnell zu helfen, wird taktiert, getauscht und gestritten. Vielleicht sollte man den Bauern einfach einen Regenschirm und etwas Geduld schicken, denn auf die Regierung ist offenbar weniger Verlass als auf das Wetter. Wenn in der Privatwirtschaft so gearbeitet würde, wäre man längst am Pranger und je nach Schaden vielleicht sogar vor Gericht. Während Landwirte um ihre Existenz kämpfen, beschäftigt sich die Politik lieber mit Zuständigkeiten, Rücklagen und politischen Tauschgeschäften. Verantwortung übernehmen sieht jedenfalls anders aus. Aber keine Sorge: Unsere Politiker müssen sich um die Lebensmittelversorgung ja keine großen Gedanken machen. Im Supermarkt steht schließlich jeden Tag alles schön ordentlich im Regal. Milch, Fleisch, Brot, Gemüse, alles da. Fast könnte man meinen, die Lebensmittel wachsen direkt zwischen den Regalen und werden dort nur noch eingesammelt. Dass hinter jedem gefüllten Supermarktregal Bauern stehen, die vom Wetter, von Dürre, Hitze und Ernteausfällen abhängig sind, scheint man in der politischen Komfortzone gerne zu vergessen. Politiker können ihr Essen bestellen oder einkaufen, der Bauer kann eine ausgefallene Ernte nicht einfach nachbestellen. Ohne Bauern gibt es keine Lebensmittel im Geschäft. Und ohne Lebensmittel gibt es auch für Politiker nichts auf dem Teller. Vielleicht sollte man sich daran erinnern, bevor man noch länger darüber diskutiert, wer wem welche politische Rechnung auf den Tisch legt.
Hans-Peter Hauer
Babler und die SPÖ
Ein Rücktritt des Parteichefs und Vizekanzlers wäre eine Win-win-Chance für Babler und die SPÖ. Die Partei würde sich konsolidieren und im Wählerpotenzial zulegen. Herr Babler könnte in Traiskirchen ein Comeback feiern und zu alter Stärke finden. Der Job als Stadtchef war maßgeschneidert, und er konnte punkten, ohne wirklichen Gegner. Die Schuhe der SPÖ-Spitze sind zu groß für den Parteichef.
Erich Mock
Sesselsäger sind wieder aktiv
Den einst nervenden Querschüssen gegen Rendi-Wagner folgen nach schlechten Umfrageergebnissen jetzt gezielte Meldungen gegen Babler und die „Parteifreunde“ in Wien. Was treibt LH Doskozil und einige Genossen aus den Bundesländern dazu, sich laufend gegen die eigene Partei zu äußern? Ist dem von seinem Ego getriebenen Landeshauptmann nicht klar, dass die SPÖ dadurch statt mit den politischen Konkurrenten nur mit sich selbst beschäftigt ist? Für den persönlichen Erfolg nehmen Selbstdarsteller Doskozil und mehrere rote Spitzenpolitiker aus den Ländern in Kauf, dass „ihre“ Partei durch die unendlichen internen Diskussionen weder Zeit noch Kraft hat, um gegenüber anderen Parteien zu punkten. LH Doskozil sagte, dass die Bundespolitik für ihn erledigt sei, er zog sich auch aus den Bundesgremien der Partei zurück. Warum fällt es ihm und einigen Genossen so schwer, für einen gemeinsamen Erfolg zu kämpfen, welchen die Partei, der auch sie angehören, dringend notwendig hätte?
Mag. Hans Rankl
Dürreschäden
Ich verstehe nicht ganz, warum Österreich nicht in Brüssel bei der spendierfreudigen Ursula von der Leyen (wenn es mal nicht darum geht, Milliarden in dunkle Ukraine-Kanäle zu schicken) anfragt. Wir sind ein EU-Mitglied, das für sämtliche Schulden, die uns aus diesen mit ziemlicher Sicherheit uneinbringlichen Ukraine-Krediten entstehen, mithaftet und mitzahlt. Da wäre es wohl nur fair, wenn uns Brüssel jetzt auch einmal finanziell unterstützen würde. Und da reden wir jetzt von Zuschüssen und nicht von Krediten, die zurückbezahlt werden müssen. Kredite aufnehmen können wir selbst, dafür brauchen wir keine EU.
Fritz Thaler
Verlust natürlicher Wasserspeicher
Wo sind die vielen Feuchtwiesen und Moore geblieben? Das waren unsere natürlichen Wasserspeicher. Wer hat sie trockengelegt? Wer wird das wohl gewesen sein? Es waren die Landwirte. Heute beklagen sie jeden fehlenden Tropfen Feuchtigkeit und fordern Schadenersatz von uns.
Karl Payreder
Unterstützung
Die Unterstützung unserer so wichtigen Landwirte durch die ÖVP erinnert mich sehr stark an die versprochene Unterstützung durch Ex-Kanzler Nehammer, dass für die Unwetter 2023 und 2024 zig Millionen von der EU zur Verfügung gestellt werden. Aber wo sind die geblieben?
Günter Popp
Zugausfälle
Wie desolat sind die ÖBB? Die dauernden Zugausfälle, welche den Slogan „Bahn fahren, Nerven sparen“ über den Haufen werfen, sind mittlerweile an der Tagesordnung. Schienenersatzverkehr ist nicht das Gelbe vom Ei, denn diese Busse sind verkehrsabhängig sowie häufig überfüllt. Anstatt Geld in eine unglaubwürdige Werbung zu stecken, sollte man es für bessere Serviceleistungen zugunsten der Konsumenten verwenden.
Friedrich Travnicek
Braucht es wirklich 13 ORF-Direktoren?
Die Regierung streicht dem ORF 95 Mio. Euro Steuergeld. Gut so. Nur wenn sie dann wieder die Zwangsbeiträge erhöhen wollen, ist es wieder einmal eine reine Veräppelung der Steuerzahler. Genauso wie andere staatliche Einrichtungen ist auch der ORF bei den Top-Verdienern zu aufgeblasen. Besteht tatsächlich die Notwendigkeit für 13 Direktoren? Die Notwendigkeit besteht eigentlich darin, dem Steuerzahler und Zwangsbeitragszahler offenzulegen, was genau die Tätigkeiten der 13 Direktoren ist, wie viele Stunden Arbeit (welche auch immer das sein mag) sie tatsächlich leisten und was Sie dem ORF dadurch einbringen.
Walter Janisch
Ist Donald Trump noch zu retten?
Sollte diese Geschichte mit dem Container von Do & Co stimmen, ergeben sich folgende Fragen: Wie kann ein Präsident stolz sein, Ziel von Attentatsplänen zu sein? Kann er engsten Mitarbeitern wie Marco Rubio und Scott Bessent noch in die Augen schauen? War er wirklich bereit, die Air Force One samt Besatzung und Reportern zu opfern? Glaubt er, damit Wahlen gewinnen zu können?
Wilhelm Brestian
Kinderbetreuung als „Hundsarbeit“?
Wohltuend, wenn in der „Krone“ ein sehr erfahrener Journalist wie Dr. Wailand darauf hinweist, dass die politische Berichterstattung und Diskussion in diesem Punkt recht einseitig ist. Wo bleibt wirklich der verbreitete Aufschrei, wenn die Arbeiterkammer-Präsidentin hier von „Hundsarbeit“ spricht? Schließlich wird ihre Institution durch Pflichtbeiträge von allen Arbeitnehmern bis hinauf zu Führungskräften finanziert. Deren Beiträge werden oft nicht einmal übersichtlich auf der Gehaltsabrechnung ausgewiesen.
Dr. Erich Pitak
Eine typisch österreichische Lösung
Das geplante Alkoholverbot an einigen Bahnhöfen ist wieder eine typisch österreichische Lösung. Warum nur auf einigen, ausgewählten Bahnhöfen? Damit haben wieder betroffene Personen eine Ausredemöglichkeit, sich vor Bestrafung zu drücken. „Ich habe ja nicht gewusst, dass das auch da gilt.“ Es braucht ein Alkoholverbot an allen Bahnhöfen, basta! Dann kennt sich jeder aus, und es gibt keine Ausrede. Außerdem sollte das Bahnpersonal auch mit Pfeffersprays ausgerüstet werden. Genau die gleiche Situation gibt es bei der Helmpflicht für E-Scooter-Fahrer. Bis 14 Jahre, bis 16 Jahre? Oder doch eine Helmpflicht für alle, dann kennt sich jeder aus. Jeder Kopf, ob jung oder alt, ist gleich verletzbar und kostet bei der ärztlichen Behandlung gleich viel. Und es ist unser aller Sozialversicherungsbeitrag. Da wird in unserer Regierung lang und breit diskutiert sowie unnötig viel Zeit und Geld verbraucht. Auf unser aller Kosten und Zeit, in der noch mehrere Menschen zu Schaden kommen. Haben unsere Volksvertreter nichts anderes zu tun, als warme Luft zu verbreiten? Unzählige sogenannte Experten sprechen dann endlos lang über Pro und Kontra. Und Kosten, Kosten, Kosten, für uns alle. Unsere Regierung soll sich endlich aus den gepolsterten Sesseln erheben und Nägel mit Köpfen machen! Für unser aller Wohl!
Herbert Pachmann
Hauptsache grün!
Da sitzt ein ganzer Beamten-Tross in Brüssel, der seine Existenzberechtigung damit nachweisen will, dass er Gesetze und Verordnungen am Fließband produziert. Er produziert dabei, ohne gröber darüber nachzudenken und ohne sich über die Konsequenzen seiner Tätigkeit den Kopf zu zerbrechen. Was dabei rauskommt, sieht man bei der neuen EU-Verpackungsverordnung am besten. Eine „grün lackierte“, kaum mehr exekutierbare Überbürokratisierung, um Verpackungsmüll zu reduzierten, welche die ohnehin schon total angeschlagene Wirtschaft noch weiter demoliert und ausbremst. Viele Händler können da nicht mehr mit und machen die Läden dicht. Man sollte endlich diese kranke Reglementierungswut der EU ausbremsen, denn irgendwann reicht es.
Odo Döschl
Karin Kneissl will Auswanderern helfen
Glaubt Frau Kneissl wirklich, dass es mehrere von ihrer Sorte gibt? Welcher halbwegs normale Mensch will nach Russland auswandern? Man kann nur hoffen, dass Frau Kneissl dort bleibt, wo sie ist, um weiterhin vor Putin zu knien.
Helmut Pfeiffer
„Mein Leben ist nicht einfach“
Die gute Frau vergisst, dass sie von niemandem gezwungen wurde, zu ihrem „Zarenfreund Putin“ auszuwandern. Sie wollte es so. Jetzt noch andere dafür zu begeistern, in ihr gelobtes Land zu ziehen, ist ein Widerspruch in sich. Sie lebt in einem Kaff und wird, wie sie selber sagt, nicht mal akzeptiert. Mein Mitleid für so einem Menschen ist nicht vorhanden. Selbst verschuldet!
Georg Culetto
Wasserknappheit
Sind wir wirklich schon so egoistisch, dass wir auf nichts verzichten können? Wenn unsere Bauern (die einzigen Gratis-Landschaftspfleger, die wir und unser Tourismus haben) Hilfe brauchen, müssen wir sie unterstützen. Dann kann ich meinen Pool nicht frisch befüllen und mein Auto nicht waschen. Es ist noch keiner gestorben daran. Auch im normalen Haushalt kann ich mich enorm mit Wasser einschränken. Bitte jeder für sich nachdenken, nur so können wir das schaffen.
Riki Posch
Neuer Ceuta-Ansturm?
Der Aufruf war für 15. August geplant. Sind alle Vorbereitungen zur Sicherung der Europäischen Union getroffen? Man wird es sehen.
Gerhard Pöschl
Außenministerin
Frau Meinl-Reisinger sprach mit dem US-Außenminister über mögliche Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine in Wien. Das kann man nur begrüßen. Es muss Schluss sein mit Zerstörung und Tod. Da ist jede Initiative wünschenswert. Hoffentlich wird die Menschheit endlich Frieden finden.
Dipl.-Päd. Stefan Scherz
Nettozahler
Obwohl wir ein Riesen-Defizit haben, fragt niemand in Brüssel um Stundungen der Netto-Zahlungsbeträge an. Beim Griechenland-Defizitverfahren ist viel Geld aus der EU-Kasse ins Land der Hellenen geflossen. Warum fragt niemand von unserer Regierung in der EU an um Sistierung der Nettozahlungen? Wir hätten im Nu unser Budgetdefizit im Griff und könnten unseren durch Hitze geschädigten Bauern helfen. Die EU geht mit uns Nettozahlern wie mit Stiefkindern um. Warum lässt sich das unser tolles Vorzeigeland gefallen?
Rudolf H. Krenn
Wer pöbelt, soll brennen
Es gibt zunehmende Probleme mit Jugendlichen, die Richter, Staatsanwälte und Angehörige von Opfern anpöbeln bzw. bedrohen. Deshalb soll jetzt die Polizeipräsenz bei Gericht verstärkt werden. In diesem Fall würde ich rechtlich prüfen, ob Kosten für derartige Einsätze nicht eingefordert werden können. Wie dies bei grober Fahrlässigkeit auch in anderen Bereichen üblich ist, oder wenn besondere Präsenz der Exekutive bei Veranstaltungen erforderlich ist. Ich kann mir vorstellen, dass auch der „Clan“ kein Interesse hat, dass sein Schützling neben dem „Schmalz“ noch eine saftige Geldstrafe ausfasst, und deshalb für Ruhe sorgt. Der Kostenersatz sollte auch im Falle eines Freispruches eingehoben werden, denn die Tumulte im Gerichtssaal haben ja nichts mit der ursprünglichen Anklage zu tun.
Karl Scherleithner
Verbannung der City-Krawallmacher
Leserbriefschreiber Raidl beklagt völlig zu Recht, dass das Aufstellen von Verbotsschildern oft keine Wirkung zeigt. Aber nichts zu machen, wie gegen die Auto-Protzer in der Wiener Innenstadt, ist auch keine Alternative. Die toxische Welt der PS-Liebhaber ist männlich, bildungsfern und von Migranten geprägt. Mit der nächtlichen Präsentation der lautstarken Karossen scheinen die „City-Eindringlinge“ gegen quälende Minderwertigkeitskomplexe anzukämpfen. Kürzlich haben genervte Innenstadtbewohner die Tuchlauben blockiert, um ein Nachtfahrverbot zu initiieren. Reaktion: null! Das „Narrentreiben“ geht weiter. Kein Wunder, wenn Politikern Durchsetzungskraft abgesprochen wird.
Dr. Wolfgang Geppert
SPÖ-Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy
Diese Woche sollte der Bezirksvorsteher von Wien-Donaustadt, Herr Nevrivy, den „Krone“-Kasperl bekommen. Er übt Kritik an seiner zugehörigen Partei. Andererseits hat er nicht ganz unrecht, es war kein Wort gelogen.
Robert Lehmann
„Sommergespräch“
Ich bin eigentlich kein Fan von Frau Gewessler, aber in gewisser Hinsicht muss ich ihr, was Bierzelt-Politiker Kickl betrifft, leider recht geben. Er hat einfach seine Chance zur Staatsspitze kläglich vertan. Man sollte bei dem, was man von sich gibt, nicht sämtliche Benimmregeln außer Acht lassen, zum Beispiel bei Parlamentssitzungen. Dann könnte es vielleicht klappen. Und liefern muss man dann auch.
Reinhold Buchsbaum
Essen, das zu Füßen liegt
Es gehört auch einmal gesagt, dass leider immer wieder Waren, die gekühlt oder sogar tiefgekühlt sind, in Supermärkten einfach in Regale gelegt werden, wenn sie der Konsument doch nicht kaufen will. Warum diese nicht zurückgetragen bzw. einer Verkäuferin übergeben werden, ist für mich unverständlich. Diese Ware kann dann nicht mehr verkauft bzw. einer wohltätigen Organisation übergeben werden, sondern muss entsorgt werden. Ich würde mich als langjährige Verkäuferin auch freuen, wenn Kunden etwas stört oder sie etwas sehen, das nicht korrekt ist, sie die Verkäufer gleich persönlich hinweisen und nicht sofort Beschwerdebriefe schreiben.
Monika Rummel
Tolle Top-Artistin
Zum Leserbrief von Fr. Pfennigbauer über die tolle Top-Artistin Silke Pan möchte ich ergänzen, dass Fr. Pan auch anderen Menschen sehr viel Mut macht und weitergibt. Besonders denen, die (vielleicht) nicht mehr weiterwissen. Sie zeigt vor, dass es immer eine positive Lösung gibt.
Roman Seitz

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