Rund 50.000 Personen bekommen derzeit Grundversorgungs-Geld aus der Steuerkasse. Das klingt viel - doch seit dem Höhepunkt der Migrationswelle gehen die Zahlen stetig zurück: Mitte März 2016 wurden noch 87.300 Bezieher verzeichnet. Innenminister Herbert Kickls Konsequenz: Er will Asylheime zusperren.
Denn, „bedingt durch die fallenden Grundversorgungszahlen stehen auch immer mehr Asylheime leer oder sind nur in geringerem Ausmaß belegt“, heißt es seitens des Innenministeriums. Fakt sei, dass leer stehende Bundesbetreuungsquartiere derzeit 225.000 Euro pro Monat kosten.
Innenminister Kickl (FPÖ): „Hier gibt es hohes Sparpotenzial. Dieses Geld würde ich wesentlich lieber in die nötige Renovierung und bessere Ausstattung von Polizeiinspektionen investieren.“
Mietverträge von Quartieren werden geprüft und aufgekündigt
Somit werden ab sofort die Mietverträge geprüft und - wenn rechtlich möglich - ehebaldigst aufgekündigt. „Wir brauchen keine Luxusimmobilien wie ehemalige Hotels, sondern zweckmäßige, preiswerte Unterkünfte“, so der Minister.
Mittelfristig soll die gesamte Betreuung Bundessache werden. „Dadurch erwarten wir uns eine bessere Verfügbarkeit der Asylwerber während des Verfahrens, eine einheitliche Rechts- und Rückkehrberatung und dadurch eine weitere Beschleunigung des Verfahrens“, resümiert Kickl. Außerdem will er dem Phänomen des „Untertauchens“ von Asylwerbern einen Riegel vorschieben ...
Daten und Fakten:
Sandra Ramsauer, Kronen Zeitung
Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.