Südlich von Kairo haben ägyptische Archäologen bei Ausgrabungen in einem Pyramidenkomplex acht Mumien entdeckt. Drei der rund 2300 Jahre alten Mumien seien gut erhalten, teilte das ägyptische Ministerium für Altertümer am Mittwoch mit. Demnach legten die Forscher die Gräber mit den acht Särgen in der Pyramide von Pharao Amenemhet II. in der Totenstadt von Dahschur frei.
Die Mumien seien „mit einer Schicht bemalter Kartonage in der Form eines Menschen“ bedeckt, heißt es in der Mitteilung. Eine Kartonage ist eine Mixtur aus Leinen oder Papyrus und Gips, die im alten Ägypten häufig zur Abdeckung von Mumien verwendet wurde.
Der Dahschur-Komplex 30 Kilometer südlich von Kairo war eine königliche Grabstätte. Dort wurden im April vergangenen Jahres die Überreste einer 3700 Jahre alten Pyramide entdeckt.
Erst am Wochenende hatte Ägypten einen spektakulären Gräber-Fund in der Tempelstadt Luxor verkündet. In der Nekropole Al-Asasif entdeckten Forscher eine antike Grabstätte „mit sehr schönen Malereien“, mehrere Sarkophage und weitere Begräbnisartefakte.
Ägypten hat in den vergangenen Monaten eine Reihe archäologischer Entdeckungen bekanntgemacht - wohl auch in der Hoffnung, damit seine Fremdenverkehrsbranche anzukurbeln. Der Tourismus ist eine Haupteinnahmequelle für das Land im Nordosten Afrikas.
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