Erster Prozess

Ex-Politiker nach Wahlbetrug vor dem Richter

Kärnten
10.05.2010 21:53
Nur kurz ist Walter Egger im Vorjahr Bürgermeister von Dellach im Drautal gewesen. Denn der SPÖ-Mann gab nach einem knappen Sieg zu, die Wahl zu seinen Gunsten verfälscht zu haben, und trat sein Amt nicht an. Jetzt muss sich der Ex-Politiker vor Gericht verantworten. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft hat Anklage erhoben.

Diese Justizeinheit wurde eigens in Wien eingerichtet, um zentralisiert österreichweit heikle Fälle, in die etwa Politiker involviert sind, zu verfolgen. Bei manchen Promis geht allerdings wenig weiter; auch der Fall Dellach hat immerhin ein gutes Jahr gebraucht, um finalisierungsreif zu werden, wie es im Amtsdeutsch so schön formuliert wird.

Dem Drautaler Kurzzeitbürgermeister wird Wahlbetrug vorgeworfen. Er soll Stimmzettel manipuliert haben, sodass er in einem Kopf-an-Kopf-Rennen als Sieger hervorging. Kurz darauf entschuldigte er sich für sein Vorgehen in einem Brief an die Dellacher und löste so Neuwahlen aus.

Nun hat das Polit-Theater durch die Anklage der Korruptionsjäger ein Nachspiel: In Kärnten findet der erste Prozess wegen Amtsmissbrauchs nach einer gefälschten Wahl statt! Walter Egger drohen dabei eine hohe Strafe und viel Ärger.

Er selbst meinte zur "Krone" nur grantig: "Kein Interesse, darüber zu sprechen!"

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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