Die vergangene Ski-Saison forderte viele Opfer – eines der ersten war Bernadette Schild. Die Salzburgerin zog sich in Sölden einen Kreuzbandriss zu. Seither ist viel geschehen. Sie stieg mit ihrem Tiroler Ehemann Armin ins Mediengeschäft ein (Zillertal TV) – und dann war und ist da die Corona-Krise.
Wie geht es ihr aktuell? „Dem Knie geht es sehr gut. Natürlich ist es ungewohnt, permanent an einem Ort zu sein“, betont die 30-Jährige. Die nach viereinhalb Monaten harter Reha im März ein Etappenziel vor Augen hatte: einen Urlaub in Südafrika. „Nach zehn Tagen mussten wir aber wegen der Corona-Krise eine Woche früher als geplant heimreisen“, erinnert sich Berni an ein „wunderschönes Land“ mit Traumstränden – und an turbulente Tage. Zumal sie sich mit ihrem Mann in Mayrhofen im Zillertal eine zweiwöchige Quarantäne auferlegte. „Wir haben uns einen Fitnessraum eingerichtet. Bis jetzt habe ich mich ganz gut über die Krise gehantelt“, so Schild.
Skitouren zunächst nur bergauf
Schon zuvor hatte sie beim Skitourengehen wieder Schneekontakt gehabt. „Ich bin aber nur bergauf gegangen, herunter mit der Gondel oder dem Skidoo gefahren.“ Riskieren wollte sie nichts - wie auch jetzt. Während sich ihre Kolleginnen auf die ersten Gletscher-Skitage freuen, wartet Schild ab. „Umso mehr Zeit ich mir jetzt gebe, umso sicherer wird die Rückkehr. Ich gehe davon aus, dass ich das Skifahren ja nicht verlernt habe“, schmunzelte die Pinzgauerin. Sie will bis Ende Juni, Anfang Juli zuwarten. „Ich muss noch ein paar Hausaufgaben erledigen, dass ich mit 100 Prozent gutem Gefühl auf die Skier steige.“ Ein Comeback auf dem Schicksalshang in Sölden zum Weltcupstart im Oktober ist das Ziel - auch wenn der schon Schwester Marlies 2008 (Schien- und Wadenbeinbruch) zum Verhängnis geworden ist. „Es ist kein Muss, aber läuft alles normal, will ich starten.“
Krise kennt keine Grenze
Doch was ist 2020 schon normal. Corona ist längst nicht ausgestanden, darum wollte Schild auch helfen. Über ihre Instagram-Seite hat sie eine Hilfsaktion ihres Ausrüsters (Reusch) unterstützt, der Geld für ein Spital in der Lombardei sammelt. „Es geht auch darum zu zeigen, dass wir trotz geschlossener Grenzen in Europa zusammen helfen müssen“, macht sich das Ski-Ass auch abseits des Sports viele Gedanken.
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