Corona hat die Wahrnehmung vieler Dinge in unserem Leben grundlegend verändert – und das nicht nur zum Negativen. In seinem Lebensstil bestätigt fühlt sich etwa Mario Neuwirth. Vor knapp zwei Jahren erklärte er Minimalismus und Entschleunigung zu seinem Lebensmotto – und zog gemeinsam mit seinen Haustieren aus einer 130 Quadratmeter großen Wohnung in einen Container. „Ich wollte meinen Lebensstil minimieren“, schildert der 28-Jährige. Nicht immer sei der Schritt aber leicht gewesen. Auch in der Gemeinde sei er dafür oft verhöhnt worden. All das, obwohl der gebürtige Waldviertler abseits von Zeit als Einsiedler auch einem Vollzeitjob als Tierpädagoge im Esperanza-Zentrum nachgeht.
Erst die Zeit des Lockdowns habe das verändert. Die Kritiker wurden leiser, die Anfeindungen weniger. „Zeit, einen neuen Schritt zu wagen“, meint Neuwirth. Über den Sommer will er auf seinen 27 Quadratmetern noch weiter ausmisten und aus seinem Lebensstil einen Nebenjob machen. Ab sofort will er seine mehrjährige Isolationserfahrung nämlich als Entschleunigungscoach anbieten. Frei nach dem Motto: „Der nächste Lockdown kommt bestimmt!“
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