„Jeder wird seine Arbeit analysieren und den Mut haben müssen, den Kurs zu wechseln, wenn das notwendig ist, denn die aktuelle Dynamik ist nicht akzeptabel“, stellte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto nach den desaströsen Auftritten der Scuderia in den ersten drei Rennen der Formel-1-Saison klar. Gerade er steht deshalb enorm unter Druck. Doch von übereilten Entlassungen hält der Italiener gar nichts. Er sagt: „Das macht das Auto auch nicht schneller.“
„Rollen Köpfe?“, fragte die italienische „La Gazzetta dello Sport“ bereits nach dem Grand Prix von Ungarn und gab sich selbst die spekulative Antwort: „Ja, wenn es bedeutet, dass die verschiedenen Abteilungen besser funktionieren.“ Ganz oben auf der Abschussliste steht Teamchef Binotto. Immerhin war er bis Ende 2018 Technikchef des erfolgreichsten Teams der Formel-1-Geschichte und ist jetzt Hauptverantwortlich für die Misere. Doch leichtfertig hinwerfen will der Italiener seinen Job nicht.
Binotto will stattdessen alle Abteilungen einbeziehen. „Es könnte auch notwendig sein, dass wir auf unsere Organisation schauen müssen, um unsere Arbeitsmethoden zu verbessern und zu stärken, wo die Not am größten ist“, betonte der 50-Jährige. Doch Entlassungen machen seiner Meinung nach jetzt keinen Sinn. „Ich finde es amüsant, einige Geschichten zu lesen, die die Runde machen: Nicht durch Entlassung von Mitarbeitern macht man ein Auto schneller.“
Er findet vielmehr: „Das gesamte Autoprojekt muss überarbeitet werden“, so Binotto am Montag auf der Homepage der Scuderia: „Ich bin mir sehr wohl darüber im Klaren, dass es keinen Zauberstab in der Formel 1 gibt, aber wir müssen einen Gang höher schalten, um die Kurve zu kriegen, sowohl kurz- als auch langfristig.“
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