Mit Maske im Spital
Trump in großer Sorge um seinen kleinen Bruder
Donald Trump macht sich offenbar große Sorgen um seinen kleinen Bruder Robert: Dieser liegt im New-York-Prestbytarian-Krankenhaus in Manhattan, wo ihn Trump am Freitag persönlich besuchte. Bei seiner Ankunft im Spital trug der US-Präsident eine Maske. Weder Trump noch das Weiße Haus verrieten, woran der 72-Jährige leidet. Sein Bruder mache gerade eine „schwere Zeit“ durch, sagte Trump nur.
Trumps jüngerer Bruder Robert ist zwar viel weniger bekannt als der Präsident, war aber lange Zeit ein wichtiger Teil des Immobilienimperiums der Familie. Zuletzt sorgte er für Schlagzeilen, als er gerichtlich ein Erscheinen des Enthüllungsbuches seiner Nichte Mary Trump verhindern wollte. Er unterlag.
„Zu viel und nie genug: Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf“ kam Mitte Juli in den USA in den Handel und liegt inzwischen auch in einer deutschen Übersetzung vor. Die Psychologin Mary Trump - die Tochter von Trumps ältestem Bruder Fred, der 1981 im Alter von 43 Jahren starb - geht in dem Buch ausgiebig auf die komplizierte Familiengeschichte der Trumps ein und beschreibt den Präsidenten als verlogenen und kaltherzigen Narzissten.
Trump: „Was ist besser: ,Schläfriger Joe‘ oder ,Langsamer Joe‘?“
Der offizielle Terminkalender des Präsidenten wurde für den Spitalsbesuch geändert und um einen Aufenthalt in New York ergänzt. Nach der Visite in Manhattan empfing Trump im Trump National Golf Club in Bedminster im US-Bundesstaat New Jersey ihm wohlgesonnene Mitglieder einer New Yorker Polizeigewerkschaft. Diese ließ der Präsident über einen Spitznamen für seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden abstimmen.
„Was ist besser: ,Schläfriger Joe‘ oder ,Langsamer Joe‘?“, fragte Trump. „Ich wusste es!“, verkündete er, nachdem sich die versammelten Mitglieder der Polizeigewerkschaft NYC PBA mit ihren Rufen für „schläfrig“ entschieden hatten.
Polizisten sollen zurückschlagen, wenn sie angegriffen werden
Ziel des Events am Freitag war, Trump die Unterstützung der Gewerkschaft für die Präsidentenwahl im November auszusprechen. Trump nutzte die Veranstaltung auch für politische Angriffe auf Biden und seine Vize-Kandidatin Kamala Harris. „Niemand wird sicher sein in Bidens Amerika“, sagte er. Zugleich ermutigte der Präsident die Polizisten, zurückzuschlagen, wenn sie von Demonstranten angegriffen würden.
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