Spitäler überfordert

Über 20 Mio. Infizierte bringen Indien ans Limit

Ausland
04.05.2021 11:23

Indien ist momentan das größte Corona-Sorgenkind: Seit Beginn der Pandemie wurden bereits mehr als 20 Millionen Infektionen verzeichnet. Allein in den vergangenen 24 Stunden haben sich laut jüngsten Daten mehr als 357.000 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. 3449 Menschen seien im selben Zeitraum mit oder an der Krankheit gestorben.

In absoluten Zahlen ist die größte Demokratie der Welt mit ihren mehr als 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern hinter den USA am stärksten von der Pandemie betroffen. Experten gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Opfer aber deutlich über den offiziellen Zahlen liegt. Es werde vergleichsweise wenig getestet und besonders in ländlichen Gebieten würden viele zu Hause sterben und nicht in der Statistik aufscheinen, heißt es.

Es fehlt an allen Ecken und Ende
Inzwischen sind Flugzeuge mehrerer Länder mit Hilfslieferungen in Indien angekommen. Doch die Not ist groß. Der deutsche Botschafter Walter Lindner sagte am Dienstag: „Es gibt 20, 30 Krankenhäuser und überall fehlen Betten. Wir kriegen kein Bett mehr - keiner, egal welche Privilegien er hat. Selbst wenn noch irgendwo eines frei wäre, dann gibt es keine Sauerstoffversorgung. Das alles geht nicht über Nacht zu reparieren, da müssen Sie viel Hilfe hereinbringen.“

Auf Sorglosigkeit folgt Lockdown
Inzwischen gibt es in mehreren Bundesstaaten einen Lockdown. Am Dienstag kündete etwa der arme Bundesstaat Bihar einen solchen an. Die hohen Corona-Zahlen haben das Gesundheitssystem und die Krematorien des Landes ans Limit gebracht. Für den schnellen Anstieg werden verbreitete Sorglosigkeit noch vor einigen Wochen, große religiöse Feste und Wahlkampfveranstaltungen sowie Virusmutationen verantwortlich gemacht.

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