Schlammschlacht

Spezialtaucher verrichteten echte Drecksarbeit

Tirol
17.06.2021 13:00

In Anlehnung an den Gassenhauer des Wiener Liedermachers Georg Danzer „Hupf in Gatsch“ wühlten kürzlich Wiener Profitaucher in Telfs im (Klär)schlamm.

Der Beruf des „Klärschlammtauchers“ ist wohl in der Beliebtheitsskala ganz unten angesiedelt, aber notwendig. Der im 18 Meter hohen „Faulturm“ des Klärwerkes Telfs abgelagerte Schlamm wird zur Erzeugung von Methan zur Energiegewinnung verwendet. Allerdings gelangen auch Fremdstoffe in den Turm, die sich ablagern und zum Problem werden. Diese Verunreinigungen im Klärschlamm müssen rund alle zehn Jahre entfernt werden. Ein unappetitlicher Job, den kürzlich Wiener Spezialtaucher erledigten.

„Schaffen nur Profis“
„Das ist die Königsdisziplin für Taucher. Das schaffen nur die wirklichen Profis“, zeigte sich Franz Wieland, der Geschäftsführer des Abwasserverbandes, beeindruckt. Mit ihrer 60 Kilogramm schweren Ausrüstung arbeiteten die Taucher insgesamt mehrere Stunden in absoluter Dunkelheit - natürlich unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen mit ständiger Sprechverbindung und zwei getrennten Luftversorgungssystemen. Trotzdem: Die Spezialisten müssen in der Dunkelheit eiserne Nerven beweisen, die Orientierung ist nur über den Tastsinn möglich.

„Alles professionell“
Klärwerkchef Franz Wieland ist mit der Arbeit der Wiener Professionisten zufrieden: „Alles ist professionell und planmäßig abgelaufen. Das Ergebnis entspricht einer zu entsorgenden Menge von 109,02 Tonnen an entwässertem Schlamm. Jetzt kann der Faulturm wieder seinen vollen energetischen Nutzen bringen.“

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