An Schulter und Fuß

Bei Kubica sind noch diese Woche weitere OPs nötig

Sport
08.02.2011 15:15
Die Genesung des bei einer Rallye schwer verunglückten Formel-1-Piloten Robert Kubica macht weitere Fortschritte. Der 26-Jährige Pole benötigt allerdings noch weitere Operationen, die noch diese Woche durchgeführt werden. Dem Lotus-Renault-Team zufolge wird der Pilot am Donnerstag an der rechten Schulter und am rechten Fuß operiert. Drei oder vier Tage später erfolgt dann noch ein Eingriff an einem Ellbogen.

Kubica bleibt noch mindestens zwei bis drei Wochen im Ospedale Santa Coronoa. Die Erholung seiner schwer verletzten Hand verlaufe aber ermutigend, der Grad der Entzündungen sei in der Norm, hieß es dort. Der behandelnde Arzt Barabino rechnet mit einer vollständigen Genesung allerdings erst in möglicherweise einem Jahr.

Kubica ist ein starker Patient
Momentan ist Kubica in der Lage, kleine Handbewegungen auszuführen. Er kann auch essen und trinken, muss aber noch auf der Intensivstation bleiben. Weitere Vorhersagen seien schwierig, meinte Barabino. "Eine partielle Heilung sei in wenigen Monaten möglich", sagte Barabino. "Wir werden sehen, ob er die vollständige Funktionalität seines Arms und seiner Hand erreichen kann." Sicher ist jedenfalls: "Es ist schwer, einen Patienten zu finden, der so stark ist."

Kubica hatte sich vergangenen Sonntag bei einem Rallye-Unfall schwere Verletzungen am rechten Unterarm und der rechten Hand zugezogen. Er erlitt zudem Brüche am Ellbogen- und im Schulterbereich, auch sein rechtes Bein wurde verletzt. Vor allem aber die Beschädigungen an Nerven und Sehnen am Arm machten den Medizinern zu schaffen. Kubica war insgesamt sieben Stunden operiert worden.

Klien möglicher Kubica-Nachfolger
Indes ist das Rennen um die Nachfolge in Kubicas Cockpit voll entbrannt. Offenbar vertraut man bei Lotus den Ersatzfahrern nicht, deshalb sind auch der Deutsche Nick Heidfeld, der bei Force India ausgemusterte Tonio Liuzzi sowie der Österreicher Christian Klien ein Thema. Das bestätigte auch Kliens Manager. Klien ist ein Jugendfreund von Kubica und war nach dem BMW-Ausstieg schon im Vorjahr lange als möglicher zweiter Renault-Pilot im Gespräch gewesen. Erst im letzten Moment war er damals durch eine Finanzgarantie des Russen Witali Petrow ausgebremst worden. Ob der Vorarlberger diesmal bessere Karten besitzt, ist fraglich.

Bei Renault ließ man vorerst ausrichten, dass es noch zu früh für eine Entscheidung über den zweiten Cockpit-Platz sei. Womöglich will man dort auch noch die Genesungsfortschritte Kubicas abwarten, ehe man eine Entscheidung trifft.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

(Bild: KMM)
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt