Im Schwitzkasten der Wetterextreme. Die Gründe für die Hitzewelle in Mitteleuropa und Nordamerika mit unerträglichen 47 Grad sind ähnlich: Durch die massive - größtenteils von Menschen verursachte - Erderwärmung der letzten Jahrzehnte stieg das Temperaturniveau deutlich, wodurch heiße Wetterlagen noch heißer werden.
Es gibt natürliche Schwankungen, die uns manchmal sehr warme und sehr kalte Phasen bringen. „Doch wenn der Ausgangswert schon sehr hoch ist, dann geht es noch weiter nach oben“, so Alexander Orlik, Klimatologe von der ZAMG in Wien. Aber wo liegt in Österreich die Obergrenze? „Knapp über 40 Grad sind in den nächsten Jahren möglich“, so der Klimatologe. Der Hitzerekord in Österreich liegt bisher bei 40,5 Grad, gemessen am 8. August 2013 in Bad Deutsch-Altenburg (Niederösterreich).
Allgemeines Temperaturniveau steigt
Damit es so extrem heiß wird, müssen laut Orlik Sonnenstand und Sonnenscheindauer - meist im Juni, Juli, August der Fall -, die Wetterlage, also heiße Luft aus Nordafrika, sowie Bodenfeuchte (je trockener, desto heißer) zusammenspielen. „Dazu kommt die fortschreitende Klimaerwärmung, die das allgemeine Temperaturniveau hebt“, erklärt der Experte.
Mit verheerenden Folgen: mehr Hitzewellen, mehr Hunger, überschwemmte Küstenorte, Tornados und Artensterben. Orlik: „Wenn sich die Lufthülle stärker erwärmt, entsteht auch mehr Energie, die in extremen Unwettern oder Hagel freigesetzt wird.“
Eine Hitzewelle erreicht heute viel höhere Werte als früher, weil das allgemeine Temperaturniveau schon viel höher ist als bisher. Von einem Stockerl aus kann ich auch höher nach oben springen als nur vom Boden weg.
Alexander Orlik, ZAMG-Wetterexperte
Die Backofenglut ist jedenfalls fürs Erste vorbei, es bleibt aber sommerlich warm, bei einer wechselhaften Mischung aus Sonne, Wolken und Regenschauern. Die Maximalwerte: um die 30 Grad.
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