Lebensmittel knapp

Diktator Kim Jong Un will Klimaschützer werden

Ausland
03.09.2021 07:34

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un will offenbar unter die Klimaschützer gehen. Am Freitag erklärte er auf einer Sitzung des Politbüros der Regierungspartei, dass man mehr für die Umwelt tun wolle. Das Umdenken kommt nicht ohne Anlass: Naturkatastrophen haben in der jüngsten Zeit deutlich zugenommen - was sich negativ auf die ohnehin schwierige Versorgungslage mit Lebensmitteln auswirkt.

„Kim betonte die Notwendigkeit, grundlegende Maßnahmen zu ergreifen, um die Klimaveränderung zu überwinden, da Naturkatastrophen in den vergangenen Jahren zugenommen haben“, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Schwere Regenfälle und Taifune hätten die Engpässe in der Lebensmittelversorgung deutlich verstärkt.

Nordkoreas Staatsoberhaupt fordere deswegen unter anderem die Verbesserung von Flüssen, die Wiederaufforstung zum Schutz vor Erosion, die Instandhaltung von Deichen und die Errichtung von Gezeitendämmen.

Laut KCNA sei die Wirtschaft des Landes außerdem durch internationale Sanktionen und selbst auferlegte Grenzsperren und strikte Beschränkungen des öffentlichen Lebens, die den Ausbruch eines Coronavirus verhindern sollen, stark beeinträchtigt. Nordkorea hat bisher keine Coronavirus-Fälle bestätigt, aber die Grenzen geschlossen und strenge Präventionsmaßnahmen verhängt.

Millionen Impfstoffdosen abgelehnt
Dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF zufolge hat das Land ein Angebot von rund drei Millionen Dosen des chinesischen Sinovac-Impfstoffes sowie Dosen des Vakzins von AstraZeneca abgelehnt. Die Führung in Pjöngjang begründete die Ablehnung damit, dass der Impfstoff an Länder gegeben werden solle, die von der Corona-Pandemie schwer getroffen seien.

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