Die Zukunft dürfte den heimischen Wäldern einiges abverlangen - Stichwort Klimawandel. In Finkenberg existiert seit 1977 die „Glocke“, ein geschützter Landschaftsteil. Dort zeigten der Naturpark Zillertal und Experten, wie der Mischwald schonend bewirtschaftet werden kann. Auch Schüler waren mit dabei.
Zum Markenzeichen des Gebietes gehören Lindenbestände. Teilweise werden sie aber von Fichten verdrängt, einzelne wurden daher gefällt. Am Aktionstag zeigten Forstarbeiter Hubert Kirchmair und Noriker-Hengst „Garant“, wie diese Fichten schonend aus dem Wald entfernt werden. Naturpark-Geschäftsführer Willi Seifert weiß, dass die für die „Glocke“ typische Linde und Buche sehr klimarobuste Bäume sind.
„Mit ihren tiefen Wurzeln haben sie einen großen Vorteil. Fichten leiden mit ihren flachen Wurzeln rasch unter Trockenstress und sind windanfällig.“ Bürgermeister Andreas Kröll ergänzt: „Im Juni wurden erste Laubbäume von den Finkenberger Schülern gepflanzt. Sie freuen sich, bei diesem Schutzprojekt mithelfen zu können.“
„Borkenkäfer-Trick“
Waldaufseher Michael Erler zeigte an einem Stamm einen Trick gegen den Borkenkäfer. Mit einer speziellen Fräse schlitzte er die Rinde auf, um sie unattraktiv für den Käfer zu machen. „Die Larven arbeiten sich nämlich rechtwinklig vom Muttergang weg, verpuppen sich und bohren sich heraus. Durch das Schlitzen wird dies verhindert.“
Das Pferd war der Star
Highlight für die Schüler war das „Rückepferd“. Fasziniert beobachteten sie, wie es mit Daniela Daurer alle Hindernisse überwindet. „Das 800 Kilo schwere Pferd kann bis zu 400 Kilo Holz aus dem Wald ziehen, ohne dabei die oft sensiblen Böden zu verletzten.“ Angetan zeigte sich auch „Berg-Professor“ Peter Habeler: „Mit diesem sensiblen Lebensraum muss man sorgsam umgehen.“
Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.