Wegen Körperverletzung

Falscher Impfstoff für Kinder: Polizei ermittelt

Ausland
21.12.2021 12:03

Nach der Panne um Impfungen jüngerer Kinder mit dem Impfstoff von Moderna im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft. Drei Kindern - sieben, zehn und elf Jahre alt - war im Impfzentrum im Kreis Olpe nach Angaben der Behörden das für ihre Altersgruppe nicht zugelassene Mittel von Moderna gespritzt worden.

Nach der Anzeige eines Elternpaares mit zwei betroffenen Kindern habe man Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Man ermittle gegen die Person, die die fehlerhaften Impfungen vorgenommen haben soll. Das Moderna-Mittel Spikevax ist in der EU nur für Menschen ab zwölf Jahren zugelassen.

„Individuelles Versäumnis“
Die Fachkraft war laut Kreisverwaltung Olpe nach ihrem „individuellen Versäumnis“ sofort aus dem Impfgeschehen herausgenommen worden. Laut Gesundheitsministerium von Nordrhein-Westfalen hatten die Kinder versehentlich den Booster-Impfstoff von Moderna in halber Dosierung erhalten. Nach bisher vorliegenden Informationen gehe es den betroffenen Kindern gut, es seien keine Nebenwirkungen erkennbar. Eigentlich sollten sie den Kinderimpfstoff von Biontech bekommen.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Siegen sagte, es werde zu prüfen sein, ob fahrlässige Körperverletzung vorliege und „wie genau die Verantwortlichkeiten sind“. Es gehe also auch um die Frage, ob ein mögliches Verschulden lediglich bei der impfenden Mitarbeiterin zu sehen sei oder es sich auch um einen „Fall der Organisationsverantwortung“ handle.

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