Als im Herbst 2020 das Trinkwasser in Olbendorf stark nach Chlor roch, forderte der Obmann der örtlichen Wassergenossenschaft von Bürgermeister Sodl einen Wasserbefund an. „Erst im März 2021 wurde mir ein unvollständiger Bericht geschickt“, so Dietmar Werderits.
Keine Prüfung?
Dem war zu entnehmen, dass Fäkalkeime im Trinkwasser gefunden wurden, die zu schwerem Durchfall und Darmerkrankungen führen können. Weitere Befunde wurden angefragt und nicht geliefert. Also mutmaßt der grüne Landtagsabgeordnete Wolfgang Spitzmüller, dass die Gemeinde offenbar 18 Jahre lang keine Prüfung des Wassers durchgeführt habe.
Aufgrund der Trinkwasserverordnung sei der Bürgermeister verpflichtet gewesen, die Bürger unverzüglich über die Verunreinigung aufzuklären. „Die Bevölkerung wurde jedoch nicht informiert“, so Spitzmüller.
Vorgaben eingehalten
Sodl weist das zurück. „Selbstverständlich wurde unser Wasser regelmäßig kontrolliert. Und selbstverständlich wurden die Gemeindebürger informiert.“ Aus dem Büro der zuständigen Vize-Landeschefin Astrid Eisenkopf (SPÖ) heißt es, seitens der Lebensmittelaufsicht seien alle gesetzlichen Verpflichtungen und Vorgaben ordnungsgemäß eingehalten worden.
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