Nach Sensations-OP

Bursch (16) hat nun Lehre, Führerschein und Sport im Visier

Wien
22.06.2011 17:42
"Hinten in der Ferse sticht es noch ein bisschen, aber sonst geht es mir prächtig" – wenige Tage nach Bekanntwerden einer bahnbrechenden Knochenverlängerung um 26 (!) Zentimeter (siehe Infobox) erzählt Unfall-Opfer Patrick Kerschl vom Heilungsprozess. Dem Teenager war bei einem Unfall ein großer Teil des Oberschenkels weggerissen geworden.

Der Gedanke an den Unfall schmerzt immer noch, auch wenn sich Patrick heute kaum noch an etwas erinnern kann. "Ich hatte ja ein Blackout und kam erst nach zwei Wochen wieder zu Bewusstsein", erzählte der Teenager aus Simonsfeld der "Krone".

Nach Crash vor einem Jahr düstere Aussichten
10. Juni 2010: Der Elektriker-Lehrling war auf seinem Moped unterwegs, als es zum verhängnisvollen Zusammenstoß kam und sein Oberschenkel von einer Baggerschaufel regelrecht herausgerissen wurde. Tagelang kämpften die Ärzte um sein Leben. Dann die ernüchternden Aussichten: entweder Amputation oder eine mühevolle, schmerzhafte und zeitintensive Knochenverlängerung.

Knochendehnung um 26 Zentimeter
Doch gemeinsam mit den Experten der MedUni Wien wollte er einen neuen Weg gehen. Man entschied sich, den Knochen mit der neuen NAL-Methode (mehr siehe Story in der Infobox) zu "dehnen". "Durch die Methode konnten wir die Dehnungsphase von 26 auf 8 Monate reduzieren", erklärte Prof. Dr. Gerald Wozasek vom AKH bei der Kontrolluntersuchung am Mittwoch, "ich habe schon 100 solche Operationen durchgeführt, aber das ist schon ein besonderer Erfolg."

Und Patrick selbst? Der geht derzeit noch zur Physiotherapie, freut sich aber schon sehr darauf, "bald den Führerschein machen zu können". Und da wäre dann natürlich noch der Lehrabschluss. "Und außerdem will ich wieder Sport betreiben, wie etwa Tischtennis." Vor ein paar Monaten hätten ihn einige deshalb wohl noch für einen Spinner gehalten…

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