Tag 2 im Geldwäsche-Prozess gegen Alfons Mensdorff-Pouilly: Es ging um seine und fremde Konten, weniger um die Eurofighter-Abfangjäger als um Jagdgesellschaften, wo „Graf Ali“ um jeden Cent gestritten hat …
Zwei Millionen auf einem Konto, das die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft WKStA dem angeklagten Adeligen zurechnet, wurden unter dem Titel „Vergütung“ verbucht. „Graf Ali“ bestreitet nicht nur den Geldwäsche-Vorwurf, sondern auch Inhaber des Kontos zu sein. Dies hätte dem verstorbenen Investor Tim Landon gehört, es sei sein Geld gewesen. Was er nicht bestreitet, sind 300.000 Euro als Darlehensrückzahlung an ihn, wo der Rest sei, sei ihm unerklärlich.
„Cholerisch“ und ein bisserl geizig
Ein wenig Licht ins Dunkel brachte ein Zeuge am 2. Verhandlungstag, ein ehemaliger Mitarbeiter. Er habe „immer wieder Geld von der Bank geholt, 100.000, 200.000 oder auch 300.000 Euro“. Das Geld hätte er meist Mensdorff übergeben - den er übrigens „cholerisch“ nannte. Und ein bisserl geizig: „Die Jagdabrechnungen von Gesellschaften ausgerechnet in Schottland hat er immer genau auf jeden Cent geprüft.“
Mensdorff quittiert dies lachend, wird aber dann ernst: Die Empfänger von Geldbeträgen seien ihm nicht bekannt gewesen, es waren - dies betont er immer wieder - Landons Firmen gewesen, mit Sitz auf der „Isle of nirgendwo“: „Ich bin so oft geprüft worden und nix hat man gefunden. Meine Konten habe ich in Ordnung und auch immer brav Steuern in Österreich gezahlt.“
Fortsetzung im September mit weiteren Zeugen.
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