Ganz Fußball-Vorarlberg hat sich aus dem ÖFB-Cup verabschiedet! Das ganze Ländle? Nein, ein Club zeigt sich hartnäckig und überraschte am Mittwoch gegen Bundesligist TSV Hartberg. Zweitligist Dornbirn feierte einen 3:2-Heimsieg und stieg damit als einziger Vorarlberger Verein in die dritte Runde auf.
Nach einer bislang eher durchwachsenen Zweitligasaison, in der man in sechs Spielen gerade einmal zwei magere Pünktchen holen konnte, waren die Erwartungen bezüglich eines Weiterkommens der Rothosen - noch dazu gegen die, in der Bundesliga auf Rang sieben liegenden Hartberger - vor dem Anpfiff eher gering.
Doch um das viel zitierte „Phrasenschwein“ zu füttern: „Der Cup hat seine eigenen Gesetze“. Das zeigte sich am Mittwochabend auf der Birkenwiese einmal mehr. Das stark aufspielende Team von Trainer Thomas Janeschitz ging durch den, in der Liga zuletzt oft glücklos agierenden, Brasilo-Stürmer Renan in Führung (30.), die von Austria Lustenau-Leihgabe Jan Stefanon sogar noch auf 2:0 (42.) erhöht wurde.
Zwar konnten die Steirer noch vor der Halbzeit durch Almog (45.+2) verkürzen - die Begeisterung bei den 850 Zuschauern auf der Birkenwiese ob des Auftretens ihrer Rothosen war dennoch groß. Und die wurde in Hälfte zwei dann noch größer. Zwar versuchte der Bundesligist alles, das drohende Cup-Aus abzuwenden und fand auch einige Chancen zum Ausgleich vor. Doch in der 84. Minute waren es erneut die Dornbirner, die jubeln durften. Elvin Ibrisimovic machte das 3:1 - die Entscheidung. Zwar kamen die Steirer, wie schon in Hälfte eins, in der Nachspielzeit durch Tadic (93.) erneut zum Anschlusstreffer – am Aufstieg der Rothosen änderte das aber nichts mehr.
Nach den peinlichen Auftritten der Vorarlberger Bundesligaklubs Altach und Austria Lustenau, die bei der Admira bzw. dem Wiener Sportclub ausschieden, retteten die Dornbirner damit Vorarlbergs Fußballehre. Denn auch der zweite Ländle-Verein, der am Mittwoch im Einsatz war, musste schlussendlich die Segel streichen. Eliteliga-Leader SW Bregenz musste gegen Bundesligist Austria Klagenfurt schon früh den Klassenunterschied anerkennen und verabschiedete sich am Ende mit einer 0:5 (0:3)-Heimniederlage aus dem Bewerb.
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