Von Juli bis Ende Oktober werden auf der Biologischen Station in Illmitz Vögel gefangen, vermessen, beringt und wieder freigelassen. So kann die Population überwacht werden.
Im Interreg-Projekt Vogelwarte 2 wurden Informationen über das Zugverhalten, die Populationsdynamik und die Habitatsnutzung von Schilfvögeln, Wasservögeln und Limikolen gesammelt. Es läuft seit 2017, Aufzeichnungen über Vogelberingungen gibt es aber bereits seit den 1950er-Jahren. So lässt sich die Entwicklung der Vogel-Population gut beobachten.
Heuer sind es oft Teichrohrsänger und Schafstelzen, die sich in den Netzen der Wissenschafter verfangen und registriert werden. Nach einer genauen Vermessung und nachdem sie beringt wurden, werden die Tierchen behutsam wieder ins Freie entlassen. Auffallend ist, dass der niedrige Wasserstand heuer nicht unbedingt für einen Rückgang der Artenzahlen gesorgt hat.
„Was aber sehr wohl zu bemerken ist, ist, dass die Tiere offensichtlich früher angefangen haben, sich Fettreserven anzufressen, was heißt, dass sie früher weiterziehen werden“, so die Wissenschafterin Clara Machowetz. In den vergangenen Jahren wurde allerdings bereits ein massiver Rückgang aller Vogelarten verzeichnet.
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