Heute stand mit einer partiellen (teilweisen, Anm.) Sonnenfinsternis der Höhepunkt des heurigen Astronomie-Jahres auf dem Programm. Wolkenfreier Himmel vorausgesetzt, war die Finsternis ab 11.15 Uhr in weiten Teilen Österreichs und nahezu in ganz Europa in vollem Verlauf zu sehen. Die Sonne war dabei bis zu 41 Prozent ihres Durchmessers beschattet. Bilder finden Sie in der Story unten, das Video oben hat uns aus Ferlach (Kärnten) erreicht.
Die Wetterprognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) versprach weitgehend freie Sicht auf die Sonnenfinsternis - und die Prognose scheint gehalten zu haben. In weiten Teilen Österreichs war das Himmelsereignis gut zu beobachten!
Praktisch in ganz Europa beobachtbar
Bei Neumond steht der Mond von der Erde aus gesehen nahe der Sonne. Durchschnittlich zweimal im Jahr verdeckt der Erdtrabant dabei zumindest teilweise die Sonnenscheibe und es kommt zu einer Sonnenfinsternis. Diese ist allerdings nicht überall auf der Erde zu sehen. Die Finsternis war diesmal aber praktisch in ganz Europa beobachtbar - allerdings überall partiell und nirgendwo auf der Welt ringförmig oder total, wie Alexander Pikhard von der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) bereits vorab erläuterte.
Sonne in Österreich bis zu 30 Prozent verfinstert
In Wien begann die partielle Sonnenfinsternis um 11.15 Uhr. Der Mond kam von links oben und wanderte nach rechts unten. Die maximale Bedeckung war um 12.20 Uhr erreicht. Die Fläche der Sonnenscheibe war damit zu rund 30 Prozent verfinstert - gemessen am Durchmesser sind das 41 Prozent.
Um 13.26 Uhr war das Himmelsschauspiel nach insgesamt zwei Stunden und elf Minuten vorbei. Die exakten Zeiten und der genaue Grad der Verfinsterung variierten innerhalb Österreichs leicht.
Nächste Finsternis in Österreich erst 2025
Die Beobachtung lohnte sich - war es doch die letzte Sonnenfinsternis in Österreich bis zum 29. März 2025.
Eine Sonnenfinsternis darf man nur mit entsprechendem Schutz beobachten. Mit freiem Auge braucht man eine sogenannte Finsternisbrille oder eine Sonnenfilterfolie, die im astronomischen Fachhandel erhältlich sind. „Hausmittel“ wie Rettungsdecken, rußgeschwärzte Gläser, CDs oder Ähnliches sind nicht ratsam. Will man mit einem Fernglas oder Fernrohr beobachten, muss eine Sonnenfilterfolie vor der Öffnung des Fernrohrs verwendet werden.
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