Entgegen der Ankündigung soll es vorerst kein Containerdorf für Asylwerber am ehemaligen Lieferinger Asfinag-Areal geben. Mangels Alternativen lässt das Land Salzburg die Bundesbetreuungsagentur weiterhin im Regen stehen.
Der nächste Rückzieher von Landesrat Heinrich Schellhorn auf der Suche nach Quartierplätzen für Migranten und Flüchtlinge. Bereits vergangene Woche war der scheidende Soziallandesrat mit seinen Plänen für Tamsweg am Widerstand in der Lungauer Gemeinde gescheitert.
Wurde vergangenen Donnerstag noch verlautbart, dass man in den kommenden Wochen Container am Lieferinger Asfinag-Areal aufstellen wird, ist das nun kein Thema mehr. Aktuell plane man nur, die Fläche in der nächsten Zeit planieren und asphaltieren zu lassen.
„Damit man im Falle einer Krisensituation wie 2015 dort Unterkünfte errichten kann“, begründete eine Sprecherin. Aktuell sehe man die Notwendigkeit aber noch nicht. Große alternative Quartiere seien aber auch nicht in Aussicht.
Zur Erinnerung: Das Land Salzburg erfüllt seine Betreuungsquote nur zu rund 70 Prozent und lässt die Bundesbetreuungsagentur (BBU) aktuell im Regen stehen. Denn: „Bisher gab es keine Zusage für weitere Quartiersplätze. Wir sind aber dringend auf die Unterstützung der Länder angewiesen“, heißt es von Thomas Fussenegger von der BBU. Asyl-Zelte könne man auch für Salzburg nicht abschließen, aktuell gäbe es aber noch freie Zelt-Plätze in anderen Bundesländern.
Der Entfall des Containerdorfs, das hunderte Menschen beherbergen hätte können, bedeutet auch: Für das völlig überfüllte Asylquartier in Bergheim wird es so bald wohl keine große Entlastung geben.
Heinrich Schellhorn war indes für die „Krone“ nicht erreichbar – er weilt aktuell im Urlaub.
Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.