Über 700 Computerspieler steuern sich seit Freitag und noch bis Sonntagabend durch virtuelle Welten bei Österreichs größter LAN-Party in Graz. Ein Lokalaugenschein.
Mausklicks und Tastenanschläge, sonst ist es recht ruhig in der Grazer Messe. Reihenweise selbstmitgebrachte Rechner, Bildschirme und Tastaturen leuchten im dunklen Saal, so manch einer hat seinen eigenen ergonomischen Gaming-Stuhl dabei, dazwischen zwei Kilometer Glasfaser- und zehn Kilometer Netzwerkkabeln.
Seit Freitag um 9.52 Uhr „zocken“ beim größten derartigen Event Österreichs Spieler schon mehr oder weniger durchgehend „Valorant“, „League of Legends“ oder auch „Mario Kart“.
Besten sogar auf Leinwand und online
„Bis drei oder vier Uhr früh gehen die Turnierzeiten“, erklärt Thomas Roßmann, Organisator des 52. VulkanLAN und Mitglied im gleichnamigen Verein. Hinter einem schwarzen Vorhang gibt es auch einen Ruhebereich. Den braucht es, denn zwölf Turnierkategorien fordern höchste Konzentration: Preisgelder bis zu 1000 Euro werden in den Finali und damit auf der großen Bühne erspielt.
Schiedsrichter schauen aufs Schummeln
Dort matchen sich gerade zehn Personen in „Teamfight Tactics“ - Zuschauer können deren Figuren live auf der Leinwand beobachten, ein paar Tausend verfolgen sie von daheim übers Internet. Zwei Kommentatoren analysieren, zwei Schiedsrichter passen auf: „Dass keiner ein anderes Programm offen hat oder schummelt“, erklärt Andreas König-Waltl. „King-Waltl“ (so sein Spitzname in der Szene) spielt auch selbst schon Computerspiele, seit er sechs Jahre alt ist.
Sogar Deutsche kommen her
Die Jüngsten hier sind 15 Jahre alt und werden von ihren Eltern begleitet, „auch zehn Prozent Frauen sind dabei“, weiß Roßmann. Die meisten sind Steirer, aber auch Schweizer, Slowenen und Deutsche sind gekommen. Wie Jonathan aus Baden-Württemberg: „Man spielt, chattet, zur 48. Ausgabe bin ich dann nach Graz gekommen.“ Seither kommt er immer wieder.
Das Besondere: „Hier sieht man sich nicht nur online“, so König-Waltl. „So wie manche Ski fahren, spielen wir und gehen dann noch auf ein Bier. Das ist wie ein gemeinsamer Urlaub.“
1,2 Millionen Österreicher seien übrigens an eSports interessiert, heißt es vom Verbandssprecher Manuel Haselberger.
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