Energiekrise schuld

Steyrer fahren alle drei Wochen nach Kitzbühel

Oberösterreich
15.12.2022 13:00

Um gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, verzichtete der Curling-Klub aus Steyr auf einzige Einnahmequelle. Auch deshalb trainieren die Mitglieder nun im Nobelskiort. 

Dienstag gab’s wieder einmal ein Gespräch mit Stadt und Land, mit positiven Signalen von allen Seiten – bis wirklich in Steyr ein eigenes komplett autarkes Curlingleistungszentrum entsteht, wird aber noch sehr viel Wasser die Steyr hinunterfließen. Bis dahin heißt es für den erst 2014 gegründeten Verein weiterhin auf Alternativen zu setzen.

Letztes Jahr war es etwa eine umfunktionierte Lagerhalle, für die aber knapp 20.000 Euro aus eigener Tasche berappt werden mussten. „Heuer wäre das unmöglich gewesen“, betont Gründungsmitglied Philipp Eichinger. Zumal es die Haupteinnahmequelle des „CCS“ in diesem Winter nicht gibt. Um gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und aus Kostengründen hatte man bereits im August den Eislaufplatz, den man jährlich am Stadtplatz bereitstellt, abgeblasen

Noch nie bei Olympia
Die verfügbaren Eislaufplätze in der Region sind für ernsthafte Curlingtrainings nicht geeignet. Weshalb man alle drei Wochen nach Kitzbühel fährt, um dort in der einzigen Curlinghalle Österreichs die Besen zu schwingen. „Wir trainieren lieber alle drei Wochen unter top Bedingungen als öfter unter schlechten“, so Eichinger. Optimal ist das aber nicht. Zumal man so keinen Nachwuchs für die einzige Olympia-Sportart, in der Österreich noch nie vertreten war, gewinnen kann. Dass Steyr trotz des unregelmäßigen Trainings keine „Juxtruppe“ ist, hat man erst letztes Wochenende wieder bewiesen, holte man beim Einweihungsturnier der neuen Halle in Bruneck hinter dem ASC Südtirol Platz zwei!

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