Ein Sauna-Besuch hatte für eine Tirolerin (36) nun ein Nachspiel vor Gericht. Sie soll nämlich eine Vergewaltigung erfunden und vor der Polizei einen 34-Jährigen falsch beschuldigt haben. Was sich tatsächlich im Dampfbad abgespielt hat, wissen wohl nur die beiden Beteiligten. Denn Zeugen gab es keine.
Eigentlich wollte sich die Frau aus dem Tiroler Oberland an einem kühlen Tag im Mai und nach ein paar Einheiten im Fitnessstudio in der Sauna nur aufwärmen. Doch was dann geschah, konnte auch ein Prozess nun am Innsbrucker Landesgericht nicht wirklich klären.
Er hat mich plump gefragt, ob ich Sexspielzeug benutze. Dann ist er über mich hergefallen.
Die Angeklagte
Unklar, was im Dampfbad passierte
Die Frau gab nämlich an, von einem 34-Jährigen, den sie zuvor noch nie gesehen hatte, im Dampfbad vergewaltigt worden zu sein. Er sprach von einem kurzen, einvernehmlichen Liebesspiel. „Er hat mich plump gefragt, ob ich Sexspielzeug benutze. Dann ist er über mich hergefallen“, erklärte die 36-Jährige und brach mit Schnappatmung im Verhandlungssaal fast zusammen. „Blödsinn! Sie hat mich angesprochen, weil ich ihr einige Fitnessgeräte erklären sollte“, widersprach der Mann.
Die Initiative ging von ihr aus.
Der 34-jährige Mann
Dass sie dann kurz intim wurden, bereut er heute sehr. „Die Initiative ging aber von ihr aus“, sagte der 34-Jährige.
Liebevolle Handynachrichten
Doch die 36-Jährige ging Tage später zur Polizei und erstattete Anzeige. Liebevolle Handynachrichten ließen an der Version der Vergewaltigung allerdings Zweifel aufkommen und so landete die bereits zuvor in psychologischer Betreuung befindliche Frau wegen Falschaussage vor Gericht. Dort wurde die 36-Jährige im Zweifel freigesprochen.
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