Doch Vorsicht geboten

EZB-Ratsmitglied: Inflation könnte schnell sinken

Ausland
15.02.2023 15:38

Die jüngsten Daten zur Inflation im Euroraum sind zumindest etwas ermutigend. So könnte die Inflation in der Eurozone aus Sicht von Spaniens Notenbank-Chef Pablo Hernandez de Cos schneller zurückgehen als bisher gedacht. Dennoch ist weiterhin Umsicht angebracht.

„Die Gesamtsituation erfordert nach wie vor Vorsicht", so de Cos. Die bisherigen Hinweise seien sehr vorläufig. Es gebe mehrere Bereiche, die sorgfältig beobachtet werden müssten. Dazu zählte er etwa die Arbeitsmarkt- und Lohnentwicklung.

Der Währungshüter erwähnte in diesem Zusammenhang auch die möglichen Auswirkungen der Wiederöffnung der chinesischen Wirtschaft nach der Abkehr von den strikten Corona-Maßnahmen und die Effekte der bisherigen Zinserhöhungen der EZB: „All dies wird im Rahmen der gesamten Projektionen, die im Vorfeld unserer März-Sitzung erstellt werden, zu bewerten sein.“

Für die nächste Zinssitzung am 16. März werden den Währungshütern neue Konjunktur- und Inflationsprognosen ihrer Notenbank-Volkswirte vorliegen. Diese dürften ein wichtiger Faktor für ihre Entscheidungen sein.

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Die Inflation im Euroraum war zwar dank eines nachlassenden Preisschubs bei Energie im Jänner auf 8,5 Prozent gesunken nach 9,2 Prozent im Dezember. Damit hat sich die Teuerung bereits den dritten Monat in Folge abgeschwächt. Allerdings verharrte die Kerninflation, in der die schwankungsreichen Preise für Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak ausgeklammert sind, zuletzt bei 5,2 Prozent.

Zinsen seit Juli 2022 schon fünfmal angehoben
Die EZB hat seit Juli 2022 im Kampf gegen die hohe Inflation die Zinsen bereits in rascher Folge fünfmal angehoben. Inzwischen wird unter den Währungshütern diskutiert, wie weit die Sätze angesichts zuletzt rückläufiger Inflationsdaten noch erhöht werden müssen.

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