Die „Krone“ hat berichtet: In Anif muss Tennis-Veteran Gerald Mandl im Oktober 2024 nach 20 Jahren als Headcoach und Tennisschulbetreiber ausziehen. Anlagen-Besitzer Erich Quehenberger, der in Nähe der Alpenstaße neben dem großen Tennisanwesen mit sechs Hallenplätzen ein Hotel, ein Restaurant und Hallen-Kinderspielplätze betreibt, will den Filzkugel-Betrieb zukünftig alleine führen. Der Bericht hat im Bundesland eine Diskussion über Tennishallen ausgelöst: Wie sind sie zu finanzieren. Sind sie überhaupt noch zu finanzieren?
Das Gros der 27 wintertauglichen Anlagen ist in Privatbesitz. Viele von ihnen sind in die Jahre gekommen, wie jene in Bergheim. Sie ist mit acht Tennis-Indoor-Plätzen die größte. Hohe Energiekosten werfen beim Modell Tennishalle bei den Betreibern die Daseinsfrage auf.
Dass in absehbarer Zeit neue Hallen aus dem Boden gestampft werden, hält Gerald Mild für unrealistisch. Mild ist Vize-Präsident des Salzburger Tennisverbands. Er hat mit seiner in diesem Winter neu aufgestellten Traglufthalle mit drei Sandplätzen auf dem ASKÖ-Gnigl-Gelände sogar für zusätzliches Angebot gesorgt. „Die Ballon-Variante kostet an die 300.000 Euro, wird auf bestehenden Plätzen im Herbst auf-, im Frühjahr abgebaut. Kein Vergleich zu den wohl drei Millionen Euro für eine fix Anlage.“
Diese wünscht man sich in Köstendorf und neuerdings auch in Grödig. Wo aber allen Beteiligten klar ist: Diese Vorhaben sind neben den Förderungen der öffentlichen Hand ohne potente Privatinvestoren unrealisierbar.
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