Für Inklusion von Anfang an steht die neue Kampagne des Vereins Down-Syndrom Wien. Was zähle, ist der Mensch.
Es soll selbstverständlich sein, dass Menschen mit Down-Syndrom in den Kindergarten oder in die Schule um die Ecke gehe. Einen Arbeitsplatz finden, in die Pensionskasse einzahlen und ein eigenes Gehalt statt ein Taschengeld beziehen. „Jede und jeder von uns möchte am gemeinsamen Leben selbstverständlich teilhaben können, ohne sich immer mit Sonderlösungen begnügen zu müssen“, so die Initiatoren der Kampagne.
Das fange bereits bei der Schulbildung an. Seit 2010 sinke in Wien die Zahl der in Integrationsklassen beschulten Kinder mit einer Behinderung. Eltern werde oft geraten, ihre Kinder in die Sonderschule zu geben. Die Regelschulen und Kindergärten seien für Inklusion schlecht ausgestattet.
Recht auf längere Schulbildung
Eine Bürgerinitiative fordert außerdem einen Rechtsanspruch auf ein 11. und 12. Schuljahr. Bisher haben Kinder mit Behinderung nur ein Recht auf zehn Schuljahre. Die Initiative wurde erfolgreich im Parlament eingebracht und kann noch mit Unterschriften unterstützt werden.
„Miteinander leben lernen. Von Anfang an“, wünscht sich auch der Verein Down-Syndrom Wien. Denn nur dann entstehe das Selbstverständnis, das wir für unsere Kinder brauchen, damit sie Arbeit, Wohnraum usw. finden und Teil der Gesellschaft sein können. Schließlich seien Kindergartenfreunde und Schulkollegen später einmal potenzielle Arbeitgeber und Arbeitskollegen. Die Antwort auf Down-Syndrom soll in Zukunft nicht lauten: Sonderschule. Sondern einfach: „Na und.“
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