Ein „Krone“-Bericht über das süße Gold neben der Donau schlug hohe Wellen. Die Diskussion um den Fortbestand der Wachauer Marille sorgt ein Jahr vor den Europawahlen auch für ein Frühlingserwachen bei den EU-Politikern.
Bauern und Winzer aus der Wachau fürchten ob des im Brüsseler EU-Parlament geplanten Pflanzenschutz-Passus um ihre Ernte. „Ganz ohne Pflanzenschutz, egal, ob bio oder konventionell, funktioniert die Marillenproduktion einfach nicht“, erklären die Bauern. EU-Mandatar Alexander Bernhuber (ÖVP) schlug daraufhin Alarm - und erntet dafür nun aber auch Gegenwind.
Sarah Wiener ortet „Panikmache“
„Hier wird massive Panikmache und Populismus betrieben und leider verdreht, was eigentlich Sache ist. Bei der neuen Verordnung geht es darum, der alten Richtlinie zu mehr Wirksamkeit zu verhelfen, Pestizide nachhaltig bis 2030 zu reduzieren“, entgegnet ihm sein grünes Parlaments-Pendant Sarah Wiener. Die berühmte Köchin meint, dass ein Totalverbot von Pestiziden in sensiblen Gebieten vom Tisch sei und es nur noch darum gehe, praktikable Lösungen für Natur und Landwirtschaft zu finden. Ihr Vorschlag sei ein Kompromiss zu jenem der Kommission und lasse Pestizide aus dem biologischen Anbau in Natura2000-Gebieten zu.
Günther Sidl, EU-Abgeordneter und zweiter Landesgeschäftsführer der SPÖ fordert wiederum einen ganz neuen Ansatz: „Wir brauchen eine Forschungsstrategie für wirksame, nachhaltige und ökologische Pestizid-Alternativen!“ Ob berechtigte Sorge oder unnötige Panikmache – das süße Gold der Wachau wurde ein Jahr vor der Europawahl hierzulande jedenfalls zum ersten Wahlkampf-Thema
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