„Jugendbande fuhr entwendete Fahrzeuge zu Schrott“, „17-jähriger Bursch und seine 13-jährige Freundin nahmen Pkw unbefugt in Betrieb“; „Minderjährige verwendeten unversperrt abgestellte Autos für Spritztouren“: Polizeiberichte wie diese haben sich in Salzburg in den vergangenen Monaten gehäuft. Die Polizei weist Autobesitzer darum darauf hin, Türen und Fenster ihrer Fahrzeuge unbedingt immer abzusperren - auch weil sonst im Falle von Schäden kein Versicherungsschutz besteht.
„Dass Leute ihren Pkw nicht absperren, ist jetzt kein neues Phänomen“, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. „Aber es passiert offenbar häufiger, als man glauben möchte.“ Neu sei aber, dass sich dies in jüngster Zeit verstärkt Jugendliche und Jugendbanden zunutze machen würden. Die Täter - manchmal noch gar nicht strafmündig und oft noch nicht im Besitz eines Führerscheins - seien dabei gezielt auf der Suche nach unversperrten Fahrzeugen.
Ist das Auto offen, suchen und stehlen sie aus dem Inneren Bargeld und Wertgegenstände. Finden sie einen Zündschlüssel, unternehmen die Täter mit dem Wagen oft hochriskante Fahrten - ohne jegliche Fahrkenntnisse und oftmals mit überhöhter Geschwindigkeit. „Sie gefährden dabei sich selbst und unbeteiligte Personen und riskieren tragische Unfälle“, hieß es seitens der Polizei.
Das entwendete Fahrzeug werde nach der Spritztour zurückgelassen - oft mit starken Beschädigungen. In vielen Fällen komme es auch zu einem Totalschaden, der von den Versicherungen aber nicht übernommen werde. „Da es die Pflicht des Fahrzeughalters ist, dafür zu sorgen, dass dieses nicht von Unbefugten in Betrieb genommen werden kann.“ Die Kriminalprävention empfiehlt, wertvolle Gegenstände wie Handtaschen, Laptops oder Mobiltelefone keinesfalls offen im Auto liegen zu lassen, sondern entweder im Kofferraum zu verstauen oder am besten gleich mitzunehmen, wenn man das Auto verlässt.
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