Das kündigte die für den Straßenverkehr zuständige Ministerin für Infrastruktur und Umwelt, Melanie Schultz van Haegen, am Mittwoch an. Nur wer dann beim Atemtest in seinem Wagen nüchtern ist bzw. unter 0,2 Promille hat, kann ihn starten. Wer eine Fahne hat, kann gleich wieder aussteigen.
Zur zumindest zeitweiligen Anbringung eines Alkoholschlosses werden Fahrer verdonnert, die bei einer Polizeikontrolle mit mehr als 1,3 Promille am Steuer erwischt wurden. In besonderen Fällen - etwa bei bekannter Alkoholsucht eines Autofahrers - soll die Sperre so eingestellt werden, dass sie unterwegs in regelmäßigen Abständen neue Atemtests verlangt.
Ziel der Zwangsmaßnahme sei es, die Zahl der Toten infolge alkoholbedingter Unfälle zu reduzieren, erklärte die Ministerin. Tests mit den Geräten hätten gezeigt, dass sie notorische Alkoholfahrer ausbremsen können. Der Einsatz des Alkolocks wird per Gericht zusätzlich zur Strafe wegen Trunkenheit verordnet. Wer sich weigert, ist seinen Führerschein für fünf Jahre los.
In Österreich werden Alkolocks derzeit im Zuge eines Pilotprojekts, bei dem Verkehrsministerium und Wirtschaftskammer kooperieren, getestet.
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