„Wird unser Gebiet“

Sorgen um den Skisport: Zukunft liegt in der Höhe

Wintersport
25.04.2023 06:16

Der Klimawandel bereitet dem Skisport weiter Kopfzerbrechen. Doppel-Olympiasieger Benjamin Raich meint: „Der Gletscherbereich wird unser Skigebiet!“ Neue Energiequellen sollen den Sport langfristig retten.

„Der Wandel ist nicht mehr zu leugnen.“ Ja, die Zahlen lügen nicht: Die globale Durchschnittstemperatur lag im Vergleich zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bei plus 1,2 Grad, die Anzahl der schneebedeckten Tage in den Bergen ist in den letzten 50 Jahren um einen Monat gesunken. Und niedrigere Skigebiete sind in Zukunft nicht mehr rentabel. All das sagt Meteorologe Georg Haas bei einer Podiumsdiskussion am tief verschneiten Stubaier-Gletscher auf fast 3000 Meter Höhe. Wo aktuell, Ende April, noch traumhafte Winterverhältnisse herrschen.

Und wo, da sind sich die Experten einig, die Zukunft des Skisports liegen wird - für Spitzen- und auch Hobbysport. „Der Gletscherbereich wird in Zukunft unser Skigebiet sein, selbst wenn der Gletscher irgendwann weg ist“, sagt Doppel-Olympiasieger Benjamin Raich. Der an die Bedeutung des Sports als Wirtschaftsfaktor, als Erholungsgebiet erinnert, wie Bergsteiger-Legende Peter Habeler betont: „Wir müssen uns an das Klima anpassen, energiesparende Wege finden.“ Seien es Speicherteiche, Photovoltaik-Anlagen oder der Ausbau des Verkehrsnetzes. „Wir sollten nicht verpassen, neue Wege zu gehen.“

Raich appelliert an das Handeln jedes Einzelnen, hat kein Verständnis für Aktionen wie jene von den Klimaklebern. Im Gegensatz zu Julian Schütter, Klima-Aktivist und ÖSV-Läufer. Er sagt: „Das Klima radikalisiert sich immer weiter, also auch die Aktivistinnen.“

Julian Schütter (Bild: GEPA pictures)
Julian Schütter

„Dann werden wir alle froh sein, wenn wir das überleben“
Schütter, der im Februar einen offenen Brief an den Ski-Weltverband adressiert hat, diesen zur Klimaneutralität aufrief, warnt: „Wenn die Erderwärmung auf drei, vier Grad steigt, ist der Skisport unser kleinstes Problem. Dann werden wir alle froh sein, wenn wir das überleben.“ Dass gehandelt werden muss, darin sind sich alle einig.

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(Bild: KMM)



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