Kein anderes Naturjuwel vermittelt die Berg- und See-Vielfalt wohl so einmalig wie der Ossiacher See, das drittgrößte Gewässer in Kärnten. Auf der einen Seite die Gerlitzen und die Ossiacher Tauern, auf der anderen die Uferlandschaft mit ihren saftigen Wiesen.
Am See wird heuer noch ein ganz besonderes Highlight angeboten. Beim Strandbad Bodensdorf wird für die 800 Badegäste der Eintritt erstmals frei sein. Schon vor Jahren war in Bodensdorf ein Umbau geplant gewesen, der jedoch immer durch Anrainer-Einsprüche blockiert worden war. Jetzt konnte das Projekt als „Renovierungsmaßnahme“ zugelassen werden. „Im Juni werden die Arbeiten beendet sein“, sagt Bürgermeister Georg Kavalar. „Den Bonus eines freien Eintritts im Strandbad hat am Ossiacher See sonst keine Gemeinde. Für das Parken muss man zahlen, der Sprung ins Wasser ist jedoch kostenlos.“
In den anderen Strandbädern (Ossiach, Gerlitzenbad, Steindorf) müssen Erwachsene heuer für die Tageskarte 5,50 Euro bezahlen, Kinder zwischen 3,50 und 4 Euro. Das Strandbad Christa in Annenheim ist hingegen etwas billiger – Erwachsene: 4 Euro, Kinder: 3 Euro.
Essen am See als besonderer Luxus
In vielen See-Gemeinden wird gebaut. Auch das Restaurant in Bodensdorf wird modernisiert, bekommt eine größere Terrasse. „Der Pächter ermöglicht den Badegästen, am See fein zu essen – wie im Gerlitzenbad Sattendorf“, so Touristikerin Veronika Zorn-Jäger. Die Stiftsschmiede, der Stoffl- oder Urbaniwirt sind weit über die Grenzen hinaus bekannt. Buschenschenken auf der Gerlitzen bieten Gaumenfreuden in luftigen Höhen. Zorn-Jäger: „Der kulinarische und kulturelle Genuss verbindet.“
Der Ossiacher See liegt auf 501 Meter Seehöhe und ist 52 Meter tief. Die Fläche beträgt 10,5 Quadratkilometer. Bei der größten Ausdehnung hat der See eine Länge von 10,2 Kilometern.
Die Ostbucht wird von dem Naturparadies Bleistätter Moor eingenommen, das von der Tiebel, dem Hauptzufluss des Sees, bewässert wird. Das Seewasser wird bis zu 26 Grad warm.
Die Angler lieben den Ossiacher See, 21 Fischarten wurden nachgewiesen. Speisefische wie Hecht, Reinanke, Zander, See- und Regenbogenforelle, Karpfen und Welse werden dort gefangen.
Der Carinthische Sommer, der jedes Jahr im Stift Ossiach gastiert, findet seit 1969 statt. Die heurige Festspielsaison bietet eine Mischung aus Klassik, Jazz und Cross-over. Von 2. Juli bis 29. August sind dort das Orchestra della Svizzera Italiana, der französische Harfenist Xavier de Maistre, das Ensemble Tenebrae aus London oder Pianist Rudolf Buchbinder zu Gast. Auch das bekannte Steinhaus von Günther Domenig ist seit Jahren ein Kulturtreff.
Mit der Schifffahrt erreicht man 14 Ausflugsziele, ab 13. Mai geht es los. Die barrierefreie Anlegestelle in Sattendorf wurde neu errichtet. Design, Steg, Informationssegel unterstreichen die moderne Ossiacher-See-Optik.
Die Millionengrenze an Sommernächtigungen haben die Tourismusorte am Ossiacher See im Vorjahr mit 1.156.910 Nächtigungen weit übertroffen. Villach-Landskron liegt mit 330.193 Nächtigungen vor Steindorf/Bodensdorf (314.926) und Ossiach (283.301). Neben der Burgruine begeistern in Landskron vor allem der Affenberg und die Adlerarena, die Attraktionen locken Gäste aus nah und fern in die Region. Das Bleistätter Moor am östlichen Rand des Ossiacher Sees wurde hingegen der Natur zurückgegeben, um eine Algenplage in den Griff zu bekommen.
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