Neue Ukraine-Hilfen

Selenskyj nach G7-Gipfel: „Respekt war besonders“

Ausland
21.05.2023 22:27

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich nach Abschluss des G7-Gipfels in Japan zufrieden gezeigt. „Das Thema Ukraine stand im Mittelpunkt, der Respekt gegenüber allen Ukrainern war besonders“, sagte Selenskyj am Sonntag. Als Beleg für internationale Unterstützung führte er Treffen mit anderen Staats- und Regierungschefs bei dem Gipfel in Hiroshima an.

Am alljährlichen Treffen der Siebener-Gruppe hatten auch mehrere andere Gäste teilgenommen, beispielsweise aus Indien, Vietnam und Indonesien. Die Begegnung mit US-Präsident Joe Biden habe „wie immer“ zur Stärkung der Ukraine geführt, sagte Selenskyj, der das Video im Flugzeug kurz vor dem Abflug Richtung Kiew aufnahm.

Biden kündigte weitere Militärhilfe für die Ukraine an 
Tatsächlich gab Biden beim Gipfel die Freigabe eines weiteren Hilfspakets für die Ukraine über 375 Millionen Dollar (etwa 346 Millionen Euro) bekannt. Zudem will Washington die seit langem von Kiew geforderten Lieferungen westlicher Kampfjets freigeben. Die Ukraine befindet sich seit 15 Monaten im Krieg gegen Angreifer Russland.

„Ukrainische Friedensformel“
Selenskyj verwies auch auf Begegnungen mit den Gipfelteilnehmern aus Vietnam und Indonesien. Beide Länder zählen bislang nicht zu den Unterstützern der Ukraine. Sowohl Russland als auch die Ukraine suchen international nach Unterstützung für ihre Position. Selenskyj sprach erneut von einer „ukrainischen Friedensformel“, die den Abzug russischer Truppen aus allen besetzten Gebieten der Ukraine als Voraussetzung für Verhandlungen vorsieht.

Russland erklärt Bachmut für eingenommen, aber Selenskyj dementiert 
Unterdessen hat Russland die vollständige Einnahme von Bachmut in der Ostukraine verkündet. Der russische Präsident Wladimir Putin beglückwünschte die Wagner-Söldnertruppe und die russische Armee zur „Befreiung“ der umkämpften Stadt, die in Russland Artjomowsk genannt wird. In einer auf der Website des Kreml veröffentlichten Erklärung erklärte Putin, dass die Schlacht um Bachmut beendet sei. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dementierte.

Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin mit seinen Truppen in Bachmut (Bild: AP)
Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin mit seinen Truppen in Bachmut

Söldner-Chef Jewgeni Prigoschin kündigte den Abzug seiner Truppen für die nächsten Tage an. Die Wagner-Gruppe werde ihre Positionen an das russische Verteidigungsministerium übergeben, sagt Prigoschin in einer Audiobotschaft auf Telegram. Am 25. Mai wolle die Gruppe die Konfliktzone verlassen.  Nach Angaben Selenskyjs ist Bachmut aber nicht vollständig unter russischer Kontrolle. „Bachmut ist heute nicht von Russland besetzt worden“, erklärte er am Sonntag nach dem G7-Gipfel in Hiroshima.

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