Im neuesten Bericht der Europäischen Umweltagentur über die Qualität der Badegewässer in Europa im Jahr 2022 hat Österreich mit 96,9 Prozent den ersten Platz an Zypern abgeben müssen. Die drittgrößte Mittelmeerinsel nach Sizilien und Sardinien schaffte 99,2 Prozent.
Von 260 der im Vorjahr untersuchten heimischen Badestellen wurden 96,9 Prozent als „ausgezeichnet“ eingestuft - mehr als in fast allen anderen EU-Ländern sowie Albanien und der Schweiz. Spitzenreiter Bei 2,3 Prozent der heimischen Badegewässer wurde die Wasserqualität als „gut“ bewertet.
„Qualität in der EU ist weiterhin hoch“
„Die Qualität der Badegewässer in der EU ist weiterhin hoch“, resümiert der am Freitag veröffentlichte Bericht der in Kopenhagen ansässigen European Environment Agency (EEA). Im Vorjahr seien 85,7 Prozent der Badegewässer in der EU als ausgezeichnet eingestuft worden, 95,9 Prozent erfüllten die Mindestqualitätsstandards.
Damit bestätigt sich der positive Trend der vergangenen Jahre, so die EEA. Dabei sei die Qualität von Küstenbadegewässern (88,9 Prozent „ausgezeichnet“) im Allgemeinen besser als die von Flüssen und Seen. Von den Binnenbadegewässern weisen nur 79,3 Prozent die höchste Bewertung auf.
Knapp 22.000 Messstellen untersucht
Insgesamt wurden 21.658 Messstellen in der EU und 315 in Albanien und der Schweiz untersucht. 85,6 Prozent davon boten ausgezeichnete Wasserqualität. Schlusslichter waren Estland (64,6 Prozent), Ungarn (63,1 Prozent), die Slowakei (59,4 Prozent) und Polen (55,9 Prozent).
An 95,9 Prozent der Standorte wurden die EU-Mindeststandards für die Wasserqualität eingehalten - eine minimale Steigerung zum Vorjahr. Nur in zwei EU-Ländern war die Qualität der Badegewässer an drei Prozent oder mehr der Standorte mangelhaft: in den Niederlanden und in Schweden.
In Albanien wurden acht Badegewässer mit mangelhafter Qualität eingestuft (6,7 Prozent), infolge des Baus mehrerer Kläranlagen sei jedoch diese Zahl seit 2015 (39,1 Prozent) deutlich zurückgegangen, hieß es.
Hervorgehoben werden in dem Bericht auch andere Initiativen zur Verbesserung der Wasserqualität. So investiere etwa Paris 1,4 Milliarden Euro, um die Seine zunächst bei den Olympischen Spiele 2024 als Schwimmstrecke des Triathlon-Wettbewerbs zu nutzen. Ab 2025 sollen dann entlang der Seine und der Marne 20 Schwimm- bzw. Badeplätze eröffnet werden.
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