Heute, Mittwoch, stimmen die Politiker der neuen Landesregierung bei der Angelobung das viel kritisierte Lied „Land unsrer Väter“ an. Die Mitglieder der Interessensgemeinschaft Autorinnen Autoren fordern nicht nur eine Neufassung des 95-Jahre-alten Liedes. Sie kritisieren auch das Vorhaben der schwarz-blauen Regierung, die Landeshymne gesetzlich zu verankern.
Die Angelobung der schwarz-blauen Regierung Salzburgs ist für die Kritiker der Landeshymne ein Schlag ins Gesicht: Im Zuge der Feierlichkeiten werden die Salzburger Politiker die kritisierte Landeshymne anstimmen. Wie berichtet, forderte die Interessensgemeinschaft (IG) Autorinnen Autoren mehrere österreichische Landesregierungen dazu auf, ihre Hymnen zu hinterfragen und diese im Falle einer historischen Belastung zu überarbeiten. Während Niederösterreich eine Aufarbeitung und Burgenland erst am Montag eine Ergänzung ankündigte, erteilte die Salzburger ÖVP den Kritikern eine klare Absage. Mehr noch, im Zuge der Regierungsverhandlungen äußerte sie sich für eine gesetzliche Verankerung der Landeshymne.
Die Hymnen-Gegner kritisieren das Vorhaben, damit auch die NS-Geschichte des Komponisten Ernst Sompek gesetzlich zu verankern. Für die IG Autorinnen Autoren ist das geplante Vorhaben eine „Blamage“ für die neue Landesregierung. FG
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