Trotz Schmerzen

Arnautovic: Eine Ehrenrunde für die „Papa-Fans“

Fußball International
22.06.2023 05:34

Trotz Schmerzen genoss Marko Arnautovic am Dienstag mit seinen Töchtern die Atmosphäre im Happel-Oval. Eine Kolumne von „Krone“-Redakteur Rainer Bortenschlager.

„Ich habe auch lange darauf gewartet. Aber zukünftig wird es immer so sein“, verabschiedete sich Marko Arnautovic - angesprochen auf die Atmosphäre - nach dem 2:0 gegen Schweden in den Katakomben des Happel-Ovals von der „Krone“. „Das ganze Stadion, die Fans - alle waren phänomenal. Wir haben die Energie von außen gespürt.“ Für Österreichs Rekord-Internationalen zum perfekten Zeitpunkt, weil seine Kinder so sein sportliches Wohnzimmer prachtvoll statt trostlos erleben konnten. „Sie waren ja zum ersten Mal in unserem Nationalstadion. Die Ehrenrunde war für sie. Meine Töchter sind ja keine Fußball-Fans, sondern Papa-Fans“, grinste Arnie. „Aber der Bub (Anm. sein Neffe) hat es genossen.“

Die Euphorie bei der feierlichen Laufbahn-Runde saugte auch Arnautovic auf. Trotz Schmerzen. Und das lag nicht nur an den Gelsen, die der Stürmer auch bei den Interviews entschuldigend erschlug. „Ich kann mich kaum bewegen“, haderte er mit dem Knochenödem. Dennoch biss er sich als Joker eine Halbzeit durch. „Ich weiß, was ich kann. Aber wenn jeder Ballkontakt, jede Drehung schmerzt, du den letzten Sprint nicht machen kannst, dann bist du im Kopf nicht frei. Es tut weh, nicht helfen zu können. Aber es hat gereicht. Ich bin stolz auf die Jungs.“

„Es war ein großer Schritt, aber …“
Auch wenn seine Töchter Emilia und Alicia keinen Papa-Treffer sahen. „Gott sei Dank hat der Baumi einmal das Tor getroffen“, scherzte Arnautovic. Der mittlerweile - wie alle im ÖFB-Team - zu ersetzen ist. Das ist die neue Qualität der Rangnick-Truppe. Von der EURO wollte dennoch keiner sprechen. „Es war ein großer Schritt, aber Fußball ist komplex, oft komisch, es kann alles passieren“, warnte Arnautovic. Der jetzt seinen Fuß auskurieren lassen muss: „Das kann Monate dauern.“

Während Emil Forsberg schnell nach Schweden wollte, auch für die Hochzeit von Konrad Laimer absagte: „Ich muss heim, mein Mädl kommt“, erzählte der Leipzig-Legionär. Am Mittwoch war der Geburtstermin seiner zweiten Tochter. Da zieht er mit Arnautovic gleich ...

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(Bild: KMM)



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