Regeln eingehalten?

Gender-Check: So spricht man im ORF jetzt

TV
23.06.2023 06:00

Erst letzte Woche wurden an die Mitarbeiter des ORF neue Regeln für das Gendern ausgegeben. Die ORF-Moderatoren halten sich bereits streng an die ihnen auferlegten Richtlinien - auch die Sprechpause vor der weiblichen Form, die viele Zuseher sehr störte, hört man kaum noch.

Mehrere Monate hat der ORF, wie berichtet, an den neuen Gender-Regeln für seine Mitarbeiter gebastelt. Künftig soll vor allem auf den Glottisschlag, also die Sprechpause vor einer weiblichen Endung, verzichtet werden. Damit reagiert man auf viele Beschwerden aus dem Publikum, das diese Form des Genderns besonders nervt. Auch bei einer Umfrage des ORF kam heraus, dass nur 37 Prozent der Zuschauer die Sprechpause befürworten. Stattdessen sollen die Moderatoren nun im Idealfall weibliche und männliche Formen verwenden, aber auch nur weibliche oder nur männliche Form sind zulässig.

Bereits im Winter hatte die „Krone“ berichtet, dass der ORF an neuen Gender-Richtlinien arbeitet - nun sind sie endlich fertig geworden. (Bild: stock.adobe, Krone KREATIV)
Bereits im Winter hatte die „Krone“ berichtet, dass der ORF an neuen Gender-Richtlinien arbeitet - nun sind sie endlich fertig geworden.

Sind die neuen Regeln nun schon in Anwendung? Ein Gender-Check mehrerer Nachrichtensendungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zeigt: So gut wie alle Sprecher halten sich an die neuen Empfehlungen. In den „ZIB“-Sendungen mit Armin Wolf, Martin Thür, Susanne Höggerl, Tobias Pötzelsberger, Tarek Leitner oder Nadja Bernhard hört man alle „erlaubten“ Varianten abwechselnd, besonders die rein weibliche Form wird nun gern verwendet. Der ungeliebte Glottisschlag scheint aber tatsächlich ausgedient zu haben.

Bei der gestrigen Publikumsratssitzung ging es indes weniger um das neue Gendern, sondern um die Neuaufstellung des ORF, sobald im kommenden Jahr alle Österreicher Gebühren zahlen müssen. Das werde ein „Riesenspagat“, gestand ORF-Chef Roland Weißmann ein, man müsse die Gebühren besser einsetzen und Programm für neue Zielgruppen bieten. Die Publikumsräte empfehlen ihrerseits mehr Wirtschafts-, Europa- und Sicherheitsberichterstattung, was auf aktuellen Umfragen basiert. Großgeschrieben wird weiterhin die Politikberichterstattung - die heurigen Sommergespräche wird „Report“-Präsentatorin Susanne Schnabl führen, und zwar im neu gestalteten Parlament (ab 7. August immer montags auf ORF 2).

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