Finanziell schwach

Barisic: „Wir müssen reinen Wein einschenken“

Fußball National
25.06.2023 07:21

Rapid zelebriert heute Start in Vorbereitung, Trainer Zoran Barisic findet klare Worte: „Es wird ein Entwicklungsjahr.“ Für den Umbruch fehlt das Geld.

„Alles für den Sport!“ Das Motto von Rapids Vereinsführung - dem trägt man Rechnung: Wofür Grün-Weiß früher mehrere Events brauchte, damit vom Wesentlichen, dem Fußball, ablenkte, wird jetzt in einem Aufwaschen erledigt: Eröffnung des Trainingszentrums, Show-Training, Tag der offenen Tür, Präsentation des neuen Heimtrikots - das alles bekommen die Fans beim heutigen Start (ab 11 Uhr) im Prater (Josef-Fritsch-Weg 2-4) geboten. Ein Anfang … 

Sportlich, weil finanziell extrem limitiert, muss man aber der Realität ins Auge blicken - Trainer Zoki Barisic findet klare Worte: „Ich will keine Luftschlösser bauen, wir müssen reinen Wein einschenken. Auch wenn es keiner hören will, aber es wird ein Entwicklungsjahr!“

Die großen Transfers werden heuer wohl ausbleiben. (Bild: GEPA pictures)
Die großen Transfers werden heuer wohl ausbleiben.

Mit dem 27-jährigen Verteidiger Nenad Cvektovic, Fally Mayulu von Aufsteiger Blau Weiß Linz und U19-Kicker Dennis Kaygin sind vorerst nur drei Neue dabei. Das können nicht die angekündigten „markanten Verstärkungen“ sein. Dennoch ist Barisic darauf vorbereitet, dass es einen „extremen Umbruch“ geben wird.

Schwab wieder Thema 
Also mitten in der Vorbereitung, was Barisics Arbeit erschwert, eine eingespielte Truppe zu formen. Aber weitere Abgänge sind notwendig, um Platz im Kader und vor allem Geld für Transfers freizuschaufeln. Allerdings liegt nicht einmal für Marco Grüll ein Angebot vor. Und Sportchef Markus Katzer ist auf der Suche nach einer Führungspersönlichkeit im Mittelfeld. Da soll immer öfter Stefan Schwab, der bei PAOK Saloniki in sein letztes Vertragsjahr geht, ein Thema sein. Dem 32-Jährigen liegt Grün-Weiß am Herzen. 2020 hatte man ihn während Corona nicht halten können.

Was Rapids Verantwortliche nicht kommentieren können und wollen. Barisic startet dennoch voller Vorfreude, auch mit einem klaren Plan: „Letzte Saison ging es darum, der Mannschaft ein Korsett zu verpassen, da fehlt die Zeit, um an Systemen zu feilen.“ Das hat er jetzt vor, der 4-2-3-1-Anzug soll nicht mehr in Stein gemeißelt sein. Auch da ist der Trainer von seinem Spielermaterial abhängig.

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Auch wenn es keiner hören will, aber es wird ein Entwicklungsjahr!

Zoran Barisic (Bild: GEPA pictures)

Zoran Barisic

Doch mit seiner positiven Art wird Barisic vorangehen: „Die Jungs sollen Freude haben, den Drang, sich immer verbessern zu wollen.“ Egal, wer noch geht oder kommt.

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