Am Samstag ist die europäische Sonde „Euclid“ ins All gestartet. Sie ist mit einem hochauflösenden Teleskop unterwegs und soll Dunkle Materie sowie Dunkle Energie erforschen. An dem Projekt sind insgesamt 3500 Menschen beteiligt, darunter das Personal von zwei Wiener Weltraumfirmen.
Auch die Forschungsteams von Tim Schrabback und Francine Marleau von der Universität Innsbruck sind involviert. Die Raumsonde „Euclid“ hob vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral an Bord einer Falcon-9-Rakete ab. Weniger als eine Stunde später schickte sie bereits ein erstes Signal aus dem All. „Die Stimmung ist sehr, sehr gut hier“, sagte der aus Österreich stammende ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.
„Euclid“ soll etwa 1,5 Millionen Kilometer weit ins All fliegen. Der Weg dorthin wird etwa einen Monat dauern. Die Sonde ist mit einem hochauflösenden Teleskop unterwegs, mit dem sie einen Blick in die Vergangenheit des Universums werfen soll. Ziel ist es, Daten zu Milliarden von Galaxien zu sammeln. Zudem soll eine 3D-Karte erstellt werden, in der Zeit die dritte Dimension ist. „Ich erwarte, dass ,Euclid' die Wissenschaftsgemeinschaft mit einer nie da gewesenen, riesigen Menge an Daten fluten wird“, ist Giuseppe Racca von der ESA zuversichtlich.
Mission kostet 1,4 Milliarden Euro
Mit diesen Daten wollen Forscherinnen und Forscher weltweit mehr über die schwer fassbare Dunkle Materie und Dunkle Energie erfahren. Günstig ist die Mission nicht, sie kostet etwa 1,4 Milliarden Euro. Ungefähr 3500 Personen aus 21 Ländern Europas, den USA, Kanada oder Japan sind beteiligt.
Die Mission soll im Oktober richtig losgehen, die Sonde vorerst sechs Jahre im Einsatz sein. Bei „Euclid“ handelt es sich um die zweite große ESA-Raumfahrtsmission in diesem Jahr. Im April startete bereits der „JUpiter ICy moons Explorer“ (JUICE).
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