Einmal mehr konnte in Tirol die polizeiliche Sondereinheit Sozialleistungsbetrug einen krassen Fall aufdecken. Ein Serbe (51) soll über Jahre hinweg eine Behinderung vorgetäuscht und somit eine Invaliditätspension und Pflegegeld kassiert haben. Der Schaden ist enorm - beträgt mehr als 100.000 Euro!
Über Jahre hinweg den Staat abgezockt, und niemand hat es bemerkt - bis jetzt! Die Task Force Sozialleistungsbetrug konnte mit Unterstützung der Polizeiinspektion Innsbruck/Neu-Arzl einen mutmaßlichen Betrüger entlarven. „Der 51-jährige Serbe wird verdächtigt, sechs Jahre lang gegenüber ärztlichen Gutachtern eine schwere Sehbehinderung vorgetäuscht zu haben, um sich so eine Invaliditätspension und die Auszahlung des Pflegegeldes der Pflegestufe 3 zu erschleichen“, heißt es vonseiten der Ermittler.
Autofahrten, Arbeiten trotz „Behinderung“
Alles in allem soll der Mann mehr als 100.000 Euro zu Unrecht bezogen haben. Im Zuge der Ermittlungen konnte dem Verdächtigen nachgewiesen werden, dass er Tätigkeiten wie Autofahren, Baustellenarbeiten oder auch Reinigungsjobs erledigt habe.
Tätigkeiten wie Autofahren, Erledigen von Reinigungsjobs, aber auch Arbeiten auf Baustellen ließen sich nicht mit seiner Krankheit in Einklang bringen.
Die Ermittler
Kontrolle brachte Ermittlungen ins Rollen
Aufgefallen war der Mann der Exekutive bei einer Verkehrskontrolle, erklärte Christoph Kirchmair, Leiter des Innsbrucker Kriminalreferates gegenüber der APA. Weil der 51-Jährige einen Invaliditätsausweis hatte, wurden die Beamten skeptisch. Anschließend wurde der mutmaßliche Betrüger bei Arbeiten beobachtet, die sich „nicht mit seiner Krankheit in Einklang bringen ließen“.
Der 51-Jährige wird nun wegen des Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Betruges bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Er zeigte sich bisher nicht geständig.
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