Klimawandel als Gefahr
Donau zu warm: AKW Paks muss Leistung drosseln
Atomkraftwerke sind auf den Klimawandel nicht vorbereitet. Nuklearenergie zählt zu größten Wasserverbrauchern.
„Mit der aktuellen Drosselung des ungarischen AKW Paks zeigt sich einmal mehr, dass Nuklearkraftwerke nicht für den Klimawandel gerüstet sind. Denn die Zahl der Tage, an denen etliche AKWs wegen zu warmer Flüsse abgeschaltet oder gedrosselt werden müssen, steigen kontinuierlich an“, so die aufrüttelnde Kritik von Martin Litschauer, Anti-Atom-Sprecher der Grünen.
Brandgefährliches Experiment
Damit bestätigt sich, dass der Ausbau des nur 130 Kilometer von Österreich entfernten Risikoreaktors Paks nicht nur wegen der Erdbebenbruchlinien ein brandgefährliches Experiment ist. Zumal die zur Reaktor-Kühlung unabdingbare Donau durch den Klimawandel noch wärmer werden und bald noch weit weniger Wasser führen wird.
Somit ist unbestritten: Atomreaktoren sind entgegen aller Behauptungen keineswegs zuverlässige Stromerzeuger im Sommer. Im Gegenteil: AKWs stellen die größten Wasserverbraucher innerhalb der EU dar. Sie verdunsten den Gesamtverbrauch Österreichs, viermal die Wassermenge des Neusiedlersees!
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