„Fühle mich hässlich“

Robbie Williams macht dysmorphe Störung öffentlich

Society International
18.07.2023 12:24

Popstar Robbie Williams kämpft nach eigenen Angaben mit einer krankhaften Wahrnehmungsstörung hinsichtlich seines Körpers. Er fühle sich ständig hässlich, so der Brite. Sogar jetzt, wo er schlank ist, ist er nicht mit sich im Reinen.

„Ich könnte ein Buch über Selbsthass schreiben, wenn es um die Wahrnehmung meines Körpers geht“, schrieb der 49-Jährige auf Instagram.

Wenn er einen Wunsch freihätte, würde er lieber soviel essen können, wie er wolle, ohne dick zu werden, als fliegen zu können.  Er leide an einer körperdysmorphen Störung, schrieb Williams in dem bereits am Montag veröffentlichten Beitrag. Gleichzeitig habe er zeitweise 18 Kilogramm oder mehr an Übergewicht.

Abnehmen hilft nicht
Doch auch Abnehmen helfe nicht. „Im Moment bin ich schlank ... aber wie ich so bin, sage ich mir selbst: „Verdammt toll Rob, du hast es geschafft, schlank zu werden und jetzt bist du alt, Glückwunsch, sarkastisches Klatschen.“

Bei der körperdysmorphen Störung handelt es sich um eine psychische Erkrankung, bei der sich Betroffene sehr viel mit subjektiv wahrgenommenen Mängeln am eigenen Aussehen beschäftigen. Die Störung kann wahnhafte Züge annehmen und geht oft mit Essstörungen einher. Menschen erkranken meist im frühen Erwachsenenalter. Auch „Friends“-Star Lisa Kudrow machte die Diagnose öffentlichentlich.

„Echter Kampf“
Nach Angaben des britischen Gesundheitsdiensts NHS kann die Erkrankung den Alltag ernsthaft beeinträchtigen sowie zu Depressionen, Selbstverletzungen und sogar Suizidgedanken führen. Zur Behandlung werden Verhaltenstherapie, Antidepressiva oder Antipsychotika empfohlen.

Robbie Williams leidet an seinem Aussehen. (Bild: www.PPS.at)
Robbie Williams leidet an seinem Aussehen.

Die Situation sei eine „verdammte Katastrophe“, schrieb Williams. Er fügte hinzu: „Es ist ein echter Kampf. Die Traurigkeit ist schockierend. Ich hatte es mein ganzes Leben lang und es hört einfach nicht auf.“ Williams betonte, er mache das nicht öffentlich, um nach Komplimenten zu fischen, sondern um es loszuwerden. „Und wenn sich jemand in den Worten, die ich geschrieben habe, selbst erkennt, hilft es uns vielleicht beiden“, so der frühere Take-That-Star.

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(Bild: kmm)



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