Weil das Liebesspiel von Bock und Geiß über alle Straßen den Höhepunkt erreicht, bitten unsere Jäger um Vorsicht im Verkehr.
„Auf eine edle Waldbewohnerin folgt meist ein zweites Stück Wild, das nach uraltem Naturinstinkt die grauen Bänder der Heimat queren will“, warnt Waidmannslegende Dr. Rudolf Gürtler, der seine jagdliche Heimat im Bezirk Lilienfeld hat und für das Zisterzienserstift der Babenbergerstadt eine kleine Ewigkeit auf Erden über das Wohl von Reh, Hirsch & Co. seine schützende Hand hielt.
Tödliches Liebesspiel
Aktueller Grund seiner waidmännischen Sorge: Rehböcke sind momentan ganz liebestoll auf schlanke Geißen! Auf gut jägerisch: Der „Freier“ treibt das weibliche Stück auch über so manche Straße – und das kann zu schlimmen Unfällen führen. Niederösterreichs Landesjägermeister Josef Pröll beziffert die Zahl der so ums Leben gekommenen Fallwildstücke auf mehr als 15.000 Geschöpfe.
Auch Felix Montecucolli und der beherzte Pielachtaler Heger Friedrich Hardegg von den „Land & Forstbetrieben“ sind besorgt und versuchen mit der Universität für Bodenkultur, die vor allem nachts passierenden Unfälle einzudämmen: „Jeder Tierfreund sollte nach Wildwechsel-Schildern sehr wachsam sein.“ Selbst werden die Jäger durch Warngeräte und Duftzäune aktiv.
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