Vor dem Bundesliga-Auftakt beim LASK am Freitag (20.30 Uhr/live im sportkrone.at-Ticker) gibt sich Rapid nun doch angriffslustiger. „Top-6 als Ziel? Das geht sich bei Rapid nicht aus“, posaunt Steffen Hofmann.
„Freitagabend, Flutlichtspiel, volle Hütte - der LASK wird ein echter Gradmesser!“ Unisono begründen Rapids Spieler ihre Vorfreude auf den Auftakt der 50. Bundesliga-Saison in Linz. Dass Grün-Weiß zum Trainingsauftakt die Erwartungshaltung in ungeahnte Tiefen (Top-6 sei das Ziel) hatte fallen lassen, soll ein Missverständnis gewesen sein. Am Donnerstag korrigierte Geschäftsführer Steffen Hofmann: „Top-6 als Ziel? Das geht sich bei Rapid nicht aus. Dann haben wir alles falsch gemacht, dann können wir die Hütte auch gleich zusperren.“
Das Erreichen der Meistergruppe sei ein Muss, dann werde man sich nach der Punkteteilung zusammensetzen. Das ist zwar keine Kampfansage, klingt aber schon angriffslustiger. „Wir sind von unserem Weg überzeugt“, betont Trainer Zoki Barisic. „Es ist ein harter, langer Weg.“ Den aber die Fans mittragen. Zumindest wertet das die Klubführung aufgrund 9500 verkaufter Abos - ähnlich wie in den letzten Jahren - so.
In richtige Richtung
Wie neu das Rapid-Gesicht sein wird, ist fraglich. Mit Nenad Cvetkovic und Matthias Seidl sollten am Freitag zwei Verstärkungen in der ersten Elf stehen. Vielleicht auch mit drei Innenverteidigern, einem neuen System. „Wir sind als Team besser geworden“, versichert Barisic und kontert der öffentlichen Skepsis. „Wir haben jetzt ein anderes Selbstverständnis, mehr Erfahrung. Ich bin von uns überzeugt, weiß, wie viel noch in jedem drinnen steckt. Es kann schneller in die richtige Richtung gehen, als viele glauben.“
Dass Neo-LASK-Coach Thomas Sageder den Druck dennoch am Freitag bei Rapid sieht, kostet jedoch nur ein Schmunzeln. Denn bei den Neuverpflichtungen steht es 9:4, beim Kadermarktwert 36,2 zu 22,8 Millionen und bei den Legionären 17:6 - alles für den LASK natürlich. Neidisch ist Barisic auf die scheinbar unbegrenzten Linzer Möglichkeiten dennoch nicht, im Gegenteil: „Ich gehe davon aus, dass irgendwann die anderen neidisch auf uns blicken.“ Dafür wäre ein guter Start am Freitag hilfreich …
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